Glosse: Die Etablierten haben den Verstand verloren

Juni 20th, 2016

Glosse: Die Etablierten haben den Verstand verloren

Irrenanstalt

Kürzlich verlautete Schäuble, Bundesfinanzminister der Union1, Eindämmung der Millionenimmigration würde zu Inzucht führen. Das ist nicht nur unsachlich, sondern umgekehrter Rassismus, verteidigt die Selbstabschaffung gegenüber einer Überzahl Millionen Migrationsbereiter, die von Versprechungen der Bundesrepublik angelockt werden. Darüber hinaus ist es unsinnig und boshaft gegenüber der eigenen Bevölkerung. Europa ist groß, vielfältig und seit dem Altertum nicht degeneriert; Gefahren drohen im Gegenteil von einem nicht umkehrbaren demographischen Umkippen, mit dem das ideologische Umkippen in Feminismus voriger Generationen auf einem neuen Problemfeld wiederholt wird. Einmal umgestürzt ist das Gleichgewicht verloren und der Schaden nicht wieder gutzumachen. „Vollendete Tatsachen” können nicht zurückgenommen werden, wenn sie sich als Fluch erweisen sollten.

«Massenimmigration: Inzuchtschutz für Europa und Deutschland — 09 Juni 2016
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sorgt sich, daß die Europäer durch Inzucht degenerieren könnten. Da hilft nur eine massenhafte Islamisierung, denn besonders die muslimischen Migranten bereichern unsere Gesellschaften durch ihre „Offenheit und Vielfalt”.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist sich sicher: „Muslime tragen zu Offenheit und Vielfalt” in Deutschland bei. Als Beweis seiner Behauptung fordert er in einem Interview mit der Zeitung Die Zeit auf: „Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen. Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial.”
Rassismus pur: Die Deutschen degenerieren ohne massive nicht-deutsches – sprich muslimisches – Genmaterial
Im krassem Gegensatz zur Lebenswirklichkeit und Erfahrungen, die weite Teile der deutschen Bevölkerung mit der angeblichen „Offenheit und Vielfalt” der durch Politiker wie Schäuble erzwungenen muslimischen Immigration machen durften, versteigt sich der 73-Jährige zu einer noch kruderen Aussage im Thema Massenimmigration: „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.”»2

Was die Millioneneinwanderung, die sogar droht, unser Land in einen islamischen, wenn nicht schlimmstenfalls islamistischen Staat zu verwandeln, auch ohne solche düsteren Zukunftsperspektiven im Alltag bedeutet, wollen wir hier anhand des Geschlechterverhältnisses untersuchen. Hier geht es nicht nur um auf Betreiben der Regierung von den Medien weitgehend verschwiegene Kriminalität, Vergewaltigungen und Belästigungen von Frauen, Mädchen und Jungen, die wiederholt so stark verletzt wurden, daß sie im Krankenhaus operiert werden mußten. Was homosexuelle (anale) Vergewaltigung für Jungen bedeutet, geht völlig unter. Unsere Empathie und Wahrnehmung ist einseitig blind, auf der anderen Seite überreizt. Keine Empathie für einheimische Männer; alle Sympathie Frauen und „politisch korrekten Minderheiten”, die zu Mehrheiten gemacht werden.

«BKA: Viele Silvesternacht-Täter kamen mit Flüchtlingswelle nach Deutschland
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Täter, die in der Silvesternacht in Köln sexuelle Übergriffe und Diebstähle begangen haben, sind offenbar in den Monaten der Flüchtlingswelle nach Deutschland eingereist. Das geht aus einer internen „Lageübersicht” des Bundeskriminalamts hervor, über die die „Rheinischen Post” (Donnerstagsausgabe) berichtet. „Bei rund 70 Prozent der ausländerrechtlich erfaßten nichtdeutschen Tatverdächtigen” habe „die Aufenthaltsdauer in Deutschland weniger als ein Jahr” betragen, heißt es in dem Bericht.
Die Beschreibung der Opfer und Zeugen, wonach die Täter nordafrikanischer / arabischer Herkunft gewesen seien, „deckt sich größtenteils mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen”, heißt es in dem internen BKA-Bericht. … Zwei Drittel der Tatverdächtigen seien trotz ihres meist erst kurzen Aufenthalts in Deutschland schon zuvor polizeilich aufgefallen.»3

Solche Berichte häufen sich überall dort, wo kein Schweigegebot das Thema aus der Berichterstattung hält.

« 8. Juni 2016 | Krefeld
Sexuelle Belästigung in Hüls: Flüchtling festgenommen»4

Oft wird mit Absicht nicht berichtet:

«Berichterstattung wäre in Deutschland unmöglich
In Deutschland landen ähnliche Fälle selten in den Medien, da die Polizei von der Bundesregierung gezwungen wird, keine Berichte über Sexualverbrechen von Asylbewerbern zu veröffentlichen.
„Bei Straftaten von Tatverdächtigen, die eine ausländische Nationalität haben und in einer Erstaufnahmeeinrichtung gemeldet sind, legen wir den Fall auf dem Schreibtisch sofort zur Seite.”
„Es gibt die strikte Anweisung der Behördenleitung, über Vergehen, die von Flüchtlingen begangen werden, nicht zu berichten”, bestätigte jüngst ein hochrangiger Polizeibeamter.»5

Auch die Brutalität ist ungewöhnlich, kontrastiert stark mit den Wehwehchen von Feministen, die einheimische Männer auf dem amerikanischen Campus bereits wegen „Vergewaltigung” anklagen, wenn ein Student und eine Studentin sich einvernehmlich geküßt oder gar Sex gehabt haben, dabei aber alkoholisiert waren. Nach feministischer Deutung ist der Mann immer verantwortlich, auch wenn er selbst trunken ist, die Frau jedoch niemals für ihre eigene Entscheidung oder ihr Verhalten. Die trunkene Frau kann nach Vorstellung von Feministen kein gültiges Einverständnis geben, ist also unzurechnungsfähig, wogegen der trunkene Mann umso verantwortlicher ist für alles, auch das Handeln der Frau.

Wenn sie sich nachträglich „unwohl” fühlt, dann hat nicht sie einen Fehler gemacht, sondern wird einem einheimischen Mann wegen vorgeblicher, nachträglich erfundener „Vergewaltigung” sein Leben ruiniert. Auch wenn die Frau heute Abenteuer und Sex wollte, kann sie ihn morgen wegen „Vergewaltigung” verknacken. Entgegengesetzt geht es bei Migranten zu. Dann wird echte Brutalität und Vergewaltigung lax behandelt, so wie der einheimische Mann mit feministisch frei erfundenen „Vergehen” unterdrückt und ruiniert wird. Krasser und gegensätzlicher kann Irrsinn kaum sein. Doch ist es Irrsinn, so hat es doch Methode – feministische Methode.

«Somalier vergewaltigt 12-jähriges Mädchen – Strafe: 22 Tage gemeinnützige Arbeit
Somalier „Schwarzer Schwanz ist teuer”. Brutale Vergewaltigung einer 12-Jährigen sorgt für Entsetzen in Schweden.
Ausland. Der Fall sorgte in ganz Schweden für Entsetzen. Der Somalier Mohammed H. lockte die 12-jährige Ida S.* in seine Wohnung und vergewaltigt sie dort auf brutale Art und Weise.»6

Es geht nicht nur um hohe Kosten der Millionenüberflutung , wegen denen die Bevölkerung plötzlich bis zum Alter von 70 Jahren weiterarbeiten soll, nachdem vor kurzem noch ein früherer Rentenbeginn versprochen wurde. Es geht nicht nur um die von starker Kürzung betroffenen Renten, abermals um die Massenimmigration zu finanzieren, nachdem „unsere Renten” noch gestern „absolut sicher” waren (O-Ton Schäuble).

Der Millionenüberschuß junger Männer bedeutet demographisch, daß nicht jeder Mann eine Frau finden kann. Es werden viele der einheimischen Männer alleine bleiben, nachdem sie schon von 50 Jahren Feminismus entrechtet, kriminalisiert, an den Rand gedrängt, und zur lächerlichen Figur gemacht worden waren. Eine meiner Buchreihen beschrieb, wie manche Männer seit den 1970ern bei „unbeschreiblich unweiblichen” Frauen der feministischen Epoche abblitzten und um ihr Leben betrogen wurden. Jetzt, da die emotionale Radikalität feministischer Haßideologie ein wenig abflaut, oder ihre Töchter nicht mehr ganz so vereinnahmen kann wie früher, haben jene seit den 1970ern chancenlosen Männer abermals keine Chance. Nicht nur sind sie gealtert, sondern sehen sich nun einem Millionenüberschuß junger, selbstbewußter, in ihren Herkunftsländern vom Radikalfeminismus verschont gebliebenen Männern gegenüber, die sie in Minuten ausstechen. Ein Immigrant ist für viele Frauen interessanter als der unterdrückte Einheimische, den sie schon seit Jahrzehnten verachten und diskriminieren.

In dieser Epoche sind viele unfähig, Mitgefühl zu empfinden, wenn es sich nicht um weibliches (oft nur vermeintliches) Leiden handelt, sondern um reales männliches Leiden. Einheimische Männer erhalten nur Häme, Verachtung, Spott und Diskriminierung; Frauen und neuerdings männliche Immigranten werden drastisch bevorzugt. Auch die seit vierzig Jahren betriebene radikale Hetze gegen männliche Sexualität, die als „sexuelle Belästigung” verrufen wurde, dreht sich angesichts der „Willkommensunkultur” ins krasse Gegenteil um, nämlich Vertuschen und Verharmlosen echter sexueller Belästigung. Die Unschuldigen wurden verfolgt und entrechtet; doch die tatsächlich Schuldigen bevorzugt, entschuldigt und keinesfalls abgeschoben.

Auch Einwanderer und ihre Familien leiden oft an durch die Immigration hervorgerufener Trennung der Männer von ihren Familien, doch die weitaus größte Last tragen wir, die wir mit einem massiven Überschuß von Männern leben müssen, was die Chancen, eine Frau zu finden, drastisch verringert. Außerdem handelt es sich um unserer Kultur und Mentalität meist fremde Männer, die teilweise für Aufsehen sorgten und deutlich bevorzugt werden gegenüber den ohnehin von generationenlangem Feminismus entrechteten und benachteiligten heimischen Männern.

Sogar in der winzigen „Männerrechtsszene”, die meist nur partielle Kritik am Feminismus äußert, ansonsten aber auf Prämissen der Frauenideologie gründet, eine leider zahlenmäßig schwache und theoretisch wenig durchdachte Reaktion auf massive Entrechtung von Männern seit Generationen, gibt es eine Reihe von Leuten, die sich etwas hochmütig mit der Behauptung inszenieren, sie hätten „keine Probleme damit, Frauen abzubekommen”, um dann eine ähnliche Gleichgültigkeit und Mangel an Empathie gegenüber männlichen Verlierern zu zeigen wie der Rest der Gesellschaft.

Der Andrang der Millionen ist für Europa und Deutschland ohnehin nicht bewältigbar; eine Quelle spricht gar von 500 Millionen einwanderungswilligen Menschen allein in Afrika, die meisten davon Männer. Eine solche Zahl würde uns überrollen, unsere Werte und Zivilisation wegfegen, sofern Feminismus überhaupt noch etwas davon übrig ließ. Umgekehrt wäre zu spotten, Feminismus habe sich mit dieser Marotte das eigene Grab geschaufelt, weil die künftige arabisch-afrikanische Mehrheit schaffen dürfte, wozu wir weder willens noch fähig waren: die feministischen ideologischen Verrücktheiten aufzuhalten und abzustellen. Die ersten Feministinnen zeigen sich bereits solidarisch im Kopftuch.

«Aus dem arabisch-afrikanischen Raum wollen, so die Schätzungen, aktuell mehr als 500 Millionen Menschen auswandern. Wie viele von ihnen werden sich 2016 wohl tatsächlich auf den Weg machen, nun, da der Pull-Faktor Merkel erneut aktiviert wird? Wie viele Menschen lassen sich von Merkels neuerlichen Grenzöffnungsversprechungen sowie dem nie zurück genommenen Versprechen eines angenehmen Lebens in Deutschland dazu animieren, den Schleppern ihr Geld in die Hand zu drücken, die Koffer zu packen und sich über Italien auf den Weg nach Deutschland aufzumachen?»7

Was das für einheimische Männer bedeutet, vermögen sich von Kindheit an indoktriniert aufgewachsene Zeitgenossen der feministischen Epoche nicht vorzustellen. Genauso wenig haben manipuliert aufgewachsene Zeitgenossen einen Schimmer davon, was für reales Leid männliche Verlierer in der feministischen Gesellschaft bereits ohne zusätzliche Millionenflut erleiden. Unsere Wahrnehmung ist gestört; wir nehmen nur eingebildetes weibliches Leid wahr, aber kein reales männliches Leid.

Wer der eigenen Bevölkerung Leid verursacht, gehört vor ein Gericht, um sich für die Folgen seiner Handlungen und Politik zu verantworten, oder in Behandlung wegen Empathieunfähigkeit gegenüber Männern, insbesondere männlichen Verlierern. Ganz gewiß dürfen solche mitgefühlslosen Personen auf keinen Fall ein politisches Amt ausüben, oder sonstige Positionen mit Entscheidungsbefugnis.

Die Verantwortlichen begreifen weder das Ausmaß der Gefahren und Probleme, noch die Folgen ihres eigenen Handelns. Wieder einmal scheint in Deutschland das Establishment sich kollektiv in eine ideologische Weltsicht verrannt und dabei den Verstand verloren zu haben.

Wer mit grobem Unsinn gegen die eigene Bevölkerung wettert und ihr erhebliches, unnötiges Leid zumutet, ihre Zukunft gefährdet, einheimischen Männern mit männlichem Millionenüberschuß unkontrolliert ins Land gelassener Immigranten Zukunft, Familien- und Liebesleben ruiniert, weckt Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit nicht nur seiner Person, sondern der Regierung, der politischen Kaste und Medien.

Dies trifft nicht nur für einige Politiker zu, sondern parteiübergreifend die gesamte politische und mediale Kaste der Republik. Eine politische Kaste, die den Kontakt zur Realität und kollektiv die Vernunft verloren, sich in einer Ideologie verrannt hat, muß aus sämtlichen Ämtern entfernt werden, weil Irrationalität und Ideologie in Politik nichts zu suchen hat, gemeingefährlich ist, ganz besonders angesichts von Krisen, die unsere Existenz gefährden. Die heutige Situation ist nicht weniger verrückt als zu Zeiten früherer Diktaturen. Es sind keine einzelnen Fehler und Irrtümer mehr, sondern das System selbst hat sich zu einer ideologischen (feministischen und „politisch korrekten”) Diktatur verrannt.

Nachbemerkung:

30 Jahre habe ich Äußerungen zu politischen Themen vermieden, um eine richtungsübergreifende Allianz gegen die Übernahme der Gesellschaft durch feministische Ideologie zu schmieden. Das ist an allgemeinem Desinteresse gescheitert; Bücher und Argumente wurden von Medien und Verlagen jahrzehntelang übergangen.

Heute ist die Indoktrination so weit fortgeschritten, daß alles verkehrt herum wahrgenommen wird: unsachliche feministische Ideologie wird als „normal” fehlgedeutet, weil sie inzwischen gewohnt ist; dagegen werden sachliche, wissenschaftliche Widerlegungen im vorab abgelehnt, weil sie ungewohnt sind, und für „ideologisch” gehalten. Die Wahrnehmung ist genau verkehrt herum. Zu befürchten ist, daß Glossen wie diese jetzt als Vorwand genommen werden, die Bücher und Argumente gegen Feminismus nicht zu lesen, weder zu debattieren noch der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zeitgenossen werden nicht wahrhaben wollen, in welchem Maße sie selbst von zwei Generationen massiver feministischer Indoktrination beeinflußt und geprägt wurden. Jeder hält sich selbst für „normal” und „sachlich”. Auch die Menschen der faschistischen Epoche hätten sich und ihre Zeit für „normal”, „rational” und „sachlich” gehalten.

Da die Abwehr feministischer Ideologie mangels Unterstützung gescheitert ist – sogar die wenigen „Männerrechtler” haben meist gemauert –, ist nun die wesentlich schwierigere Aufgabe zu lösen, bereits indoktrinierten Menschen klarzumachen, daß sie selbst indoktriniert sind, ihr Denken ändern müssen. Das wirkt unbequem. Wer selbst noch im zeitgenössischen Denksystem verhaftet ist, sucht den Fehler im Kritiker der Ideologie, statt im vertrauten Ideologiesystem. Doch wer es schafft, sich aus dem Käfig eines geschlossenen Denksystems herauszuarbeiten, wird belohnt. Die Welt ist viel größer, schöner und bunter außerhalb des „politisch korrekten” Käfigs. Mögen meine Bücher einen Weg aus dem Käfig in die Freiheit weisen.

Fußnoten

1 «Schäuble: „Abschottung ließe uns in Inzucht verfallen”» (http://diepresse.com/home/politik/eu/5006039/Schaeuble_Abschottung-liesse-uns-in-Inzucht-verfallen)

2 (http://www.metropolico.org/2016/06/09/massenimmigration-inzuchtschutz-fuer-europa-und-deutschland/)

3 (http://news.naanoo.com/news/bka-viele-silvesternacht-taeter-kamen-mit-fluechtlingswelle-nach-deutschland)

4 (www.stadt-spiegel-krefeld.de/die-stadt/sexuelle-belaestigung-in-huels-fluechtling-festgenommen-aid-1.6033018)

5 (http://schutzengel-orga.de/presse-news/maedchen-9-asylheim-ascheberg-durch-nigerianischen-fluechtling-vergewaltigt/)

6 (http://schutzengel-orga.de/presse-news/somalier-vergewaltigt-12-jaehriges-maedchen/)

7 (http://www.achgut.com/artikel/merkel_will_es_wieder_machen)

Der tägliche feministische Widersinn auf dem Schlachtfeld Sexualität

Juni 17th, 2016

Der tägliche feministische Widersinn auf dem Schlachtfeld Sexualität

Zeitgleich werden kraß unterschiedliche Maßstäbe von feministischen Kräften verwendet. Handelt es sich um Frauen, werden diese oft sogar bei Mord entschuldigt und gern als die „wahren Opfer” hingestellt. In Büchern dokumentierte ich, wie oft Frauen sogar freikommen nach Mord an einem Mann. Männer dagegen werden angeklagt und beschuldigt, wenn sie nichts getan haben, es einer vom Feminismus verdrehten oder rachsüchtigen Frau so gefällt. Dann wird einvernehmlicher Sex nachträglich zur Vergewaltigung erklärt, was die Medien gern übernehmen, so auch im Falle Lohfink. Doch selbst ihr eigener Anwalt spricht aufgrund der Faktenlage von einvernehmlichem Sex.

«Der Süddeutschen Zeitung sagte er, auf den Dateien, die auf den Handys der beiden Männer gefunden wurden, sehe man, wie Lohfink tanze, singe, einen der Männer küsse, zum Sofa gehe oder am Computer sitze. Während des Filmens habe sie immer wieder das Zimmer verlassen. Selbst Lohfinks Anwalt, der 2012 gegen die Verbreitung des Videos vorging, sprach in der Anzeige, die der SZ vorliegt, von „einvernehmlichen sexuellen Handlungen”. Die Staatsanwältin verfolge Verbrechen an Frauen mit harter Hand.» (http://www.sueddeutsche.de/politik/sexualstrafrecht-wenn-schon-das-wort-nein-genuegt-1.3030123-2)

Männer sind Freiwild. Alles was sie tun oder nicht tun, kann in feministischer Epoche nachträglich gegen sie umgedeutet werden. Das „Nein” im Video bezog sich auch gar nicht auf Sex, der zu der Zeit gar nicht stattfand, sondern auf das Filmen in jenem Augenblick. Auch in dieser Hinsicht berichteten Medien ungeprüft die falsche feministische Version, wie üblich. Eilfertig beschließt die politische Kaste seit Generationen eine Gesetzesverschärfung nach der anderen zulasten von Männern. Derzeit wird mit „Nein ist nein!” wieder ein feministisches Ei gelegt. Wie das weibliche„Nein” anschließend erfunden wird, zeigt dieser Fall deutlich.

So ging es 40 Jahre lang im feministischen System. Frauen sind bei Verbrechen unschuldig. Männer sind auch dann schuldig, wenn sie gar kein Verbrechen begangen haben. Sie sind halt Männer und gelten als Teil eines „patriarchalischen Unterdrückungssystems”, das freie Erfindung feministischer Ideologie ist, eine unhaltbare Verschwörungstheorie und vom gleichen Kaliber wie Antisemitismus.

Doch inzwischen ist eine neue Raketenstufe der Unterdrückung abendländischer Männer gezündet worden. Denn nunmehr müssen wir im Text „Männer” durch „einheimische Männer” ersetzen. Feministisch inspirierte Regierungen ließen eine Millionenflut von überwiegend Männern zu, die in wenigen Jahren einheimische Männer zur Minderheit machen wird und ein für ihr Liebesleben verderbliches Geschlechterverhältnis verursacht. Solidarität gilt den Immigranten, nicht den einheimischen Männern, die zusätzlich zur feministischen Entrechtung nun auch noch demographisch zur überflüssigen Minderheit gemacht werden, deren einzige Aufgabe darin besteht, für den ganzen Spaß zu arbeiten und die Kosten zu zahlen.

«Altdorf bei Nürnberg – Polizei
Mann soll Kinder belästigt haben
Donnerstag, 16.06.2016, 15:48
Am Freitag (10.06.2016) gingen bei der Polizeiinspektion Altdorf bei Nürnberg Hinweise ein, dass ein Mann in Winkelhaid (Lkrs. Nürnberger Land) mehrere Kinder belästigt haben soll. Die Schwabacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Demnach soll bereits im Mai ein zunächst unbekannter Mann in ungebührlicher Weise körperlichen Kontakt zu mehreren Kindern in der Nähe eines Spielplatzes in Winkelhaid gesucht haben. Als Tatverdächtiger konnte nun ein 29-jähriger irakischer Staatsangehöriger ermittelt werden.» (http://www.focus.de/regional/bayern/altdorf-bei-nuernberg-polizei-mann-soll-kinder-belaestigt-haben_id_5641207.html)

Sobald es sich um Ausländer handelt, werden plötzlich echte Straftaten lax behandelt, Solidarität mit Flüchtlingen eingefordert. Doch in 150 Jahren Feminismus ist niemals Solidarität mit den um ihr Leben betrogenen, unterdrückten eigenen Männern gefordert oder gewährt worden.

«München/Sauerlach – Eine Münchnerin (26) wurde offenbar in ihrer eigenen Wohnung von fünf Männern vergewaltigt. Die mutmaßlichen Täter haben nun vor dem Haftrichter ausgesagt.
Die fünf Verdächtigen, die Mitte April eine Münchnerin (26) in ihrer Wohnung in Untersendling vergewaltigt und beraubt haben sollen, haben vor dem Haftrichter ausgesagt. …
Nach Informationen der tz soll es sich bei den Bewohnern des Hauses in dem Sauerlacher Ortsteil um junge Iraker handeln. Ein Nachbar berichtet: „Die sind erst seit wenigen Monaten hier.”» (kg/smu/weg, http://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/vergewaltigung-muenchen-fuenf-maenner-vergewaltigen-frau-26-wohnung-6489774.html)

Obwohl möglichst wenig berichtet wird, gibt es nun täglich solche örtlichen Meldungen in großer Zahl; hochgerechnet auf die Republik muß noch viel mehr los sein. Über den Verdrängungseffekt einheimischer Männer ohne Vergewaltigung wird überhaupt nicht berichtet.

Um das Leben einheimischer Männer, die von Frauen zum Zahlsklaven degradiert, aus Familien und von ihren Kindern getrennt wurden, weil das finanziell lohnend oder als erwünschte „Rache” erschien, kümmert sich niemand. Keiner kümmert sich um das von abweisenden Frauen verkorkste Liebesleben, um fehlende seelische Erfüllung, weil Kultur und liebende Weiblichkeit zusammengebrochen und verschwunden sind. Die eigenen Männer werden aufgrund falscher Bezichtigungen vor Gericht gezerrt, wie Karl Dall, Jörg Kachelmann, Julian Assange und viele Prominente mehr, und noch sehr viel mehr nicht Prominente.

Einheimische Männer stehen mit einem Bein im Knast, weil sie einheimische Männer und feministischer Rachsucht ausgeliefert sind. Doch handelt es sich um Migranten, verhält es sich umgekehrt.

«16.06.2016
„Der islamische Staat wird euch vernichten”
Flüchtlinge verüben Messer-Attacke auf jungen Deutschen aus Plauen ‒ Opfer wird getötet
Wie die „Bild” berichtet, töteten die somalischen „Flüchtlinge” Ibrahim H. (26) und Ahmed J. (22) den 21-jährigen Deutschen Leon S. (21) in Plauen. Der Plauener starb nach einer brutalen Messerattacke, die offensichtlich aus Spaß und Aggression heraus erfolgte. Zuvor wurde Leon S. von den Somaliern brutal niedergeschlagen und mit Füßen traktiert. Anschließend stach Ibrahim H. ein Küchenmesser in den Rücken des Plaueners. Es gab keine Provokation, die Täter wollten den Deutschen schlichtweg fertig machen. …. Aufgrund der in Bezug auf „Flüchtlinge” übertoleranten Justiz, nehmen sich die Täter immer mehr heraus, zudem tragen sie offenbar Messer bei sich, um für die nächste Tat gerüstet zu sein. Wie die „Bild” berichtet, werden die Täter trotzdem nicht abgeschoben. Das aktuelle deutsche Regime schützt die Täter, jedoch nicht die (nächsten) Opfer. (Bild.de)» (http://www.imageberater-nrw.de/chronologie-der-deutschland-krise-2016/)

Dann ist sogar die Sicherheit eines Terroristen der al Quaida wichtiger als die eigene Sicherheit.

«Alois Harter
‏@HarterAlois
Beispiel dafür: das Leben eines Terroristen ist vorrangig, als die Sicherheit des deutschen Volkes» (https://twitter.com/HarterAlois/status/743141243924905984?cn=ZmxleGlibGVfcmVjcw%3D%3D)

Die Quelle ist seriös: die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

«Gerichtsurteil
Bin Ladins Leibwächter darf nicht abgeschoben werden
Obwohl er „eine akute erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit” darstellt, darf die Polizei den ehemaligen Leibwächter Usama bin Ladins nicht aus Deutschland abschieben. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden – und auch begründet.
15.06.2016
Ein als gefährlich eingestufter ehemaliger Angehöriger der Leibgarde des getöteten Al-Qaida-Anführers Usama bin Ladin darf nicht nach Tunesien abgeschoben werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Mittwoch entschieden.» (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gerichtsurteil-bin-ladins-leibwaechter-darf-nicht-abgeschoben-werden-14289457.html)

Das Liebesleben der Immigranten erhält mehr feministische Solidarität als das der einheimischer Männer, die nur angefeindet und diskriminiert wurden, wie mein Buchzyklus „Weibliche Wahlmacht” schon in den 1980er Jahren beschrieb. Seitdem hat sich nichts gebessert; im Gegenteil.

Warum begehen feministische Frauen so grausamen Verrat an ihren eigenen Männern? Umgekehrt wäre das undenkbar. Frauen wurden immer bevorzugt, wie in der wissenschaftlichen Reihe „Die beiden Geschlechter” bewiesen wird. Dazu liefert die moderne evolutionäre Psychologie eine interessante Erklärung.

Aus Sicht der Evolution ist der Sinn des Lebens Fortpflanzung und langfristiges Überleben der Gene. Wer sich nicht fortpflanzt und seinen Nachkommen ein gutes Leben ermöglicht, dessen Gene haben versagt und sterben aus. Wird die Kette der Weitergabe nur einmal unterbrochen, sterben die Erbanlagen aus.

Deshalb haben männliche Gruppen Werte entwickelt, die das Überleben ihrer Gene bis in ferne Zukunft sichern sollen. Männer gründeten stabile Staaten und Zivilisationen, gaben ihnen Regeln, die ihren Fortbestand sichern sollten. Treue, Zusammenhalt und Solidarität in männlichen Gruppen war wichtig, das Fortleben der Familie, Nation und damit der eigenen Erbanlagen zu sichern und fördern.

Da zwar Mutterschaft immer sicher ist, wie schon die alten Römer wußten, Vaterschaft aber ungewiß, mußten Männer sich um solche Werte, die Erhaltung ihres Stammes, Volkes, Staates, ihrer Nation oder Zivilisation kümmern. Ein Versagen wurde mit dem Aussterben der Linie bestraft.

Entsprechend einem altrömischen Rechtsprinzip („Mater semper certa est”) ist Mutterschaft bei Geburt immer gesichert unter natürlichen Verhältnissen. Für Frauen gilt daher das für männliche Gruppen gesagte nicht. Frauen haben auch keine männliche Dominanzhierarchie, die im Tierreich aufgrund des Drucks sexueller Selektion und Diskriminierung von Frauen an Männern entstand. Männer konkurrieren untereinander, damit der Sieger gute Aussichten hat, von Frauen gewählt, zugelassen, selektiert zu werden.

Diese Dominanz besteht, wie die Biologie weiß, ausschließlich zwischen Männern. Eine Dominanz von Männern über Frauen gibt es biologisch nicht, ist eine feministische Erfindung und Fehlwahrnehmung aufgrund angeborener Frauenbevorzugung in der Wahrnehmung. Kulturell mußten Männer sich ein Gegengewicht zur biologisch gegebenen weiblichen Dominanz erarbeiten; abermals waren feministische Deutungen, Männer seien bevorzugt und Frauen benachteiligt gewesen, hanebüchener Unsinn. Es verhält sich genau umgekehrt. Weibliche Dominanz ist biologisch, das heißt angeboren und sicher. Das männliche Gegengewicht entsteht erst durch mühsame Arbeit und Erfolg von Männern, ist zerbrechlich und schwächer als die weibliche Dominanz. Außerdem gelingt es nur einer Minderheit von Männern, durch Verdrängung einer unglücklichen Mehrheit erfolgreich genug zu werden. Das Schicksal von Männern war immer schwerer. Nicht nur biologisch ist das weibliche Geschlecht dominant, auch wenn wir das nicht bemerken, weil unsere Wahrnehmung angeboren schief ist, was wiederum evolutionäre Gründe hat. (siehe meine Sachbücher)

Weibliche Selektion an Männern ist Ursprung solcher männlicher Hierarchien, die der Frau als Grundlage für ihre Wahl dienen. Daraus haben sich beim Menschen komplexe soziale Gruppen gebildet.

Nun sind die Fortpflanzungsbedingungen für Frauen gänzlich anders. Weil die Kinder einer Frau bei natürlicher Befruchtung immer die eigenen waren, brauchten Frauen keine vergleichbaren Eigenschaften entwickeln, um das Fortleben ihrer Gene zu sichern. Im Gegenteil, das männliche Verhalten wäre bei Frauen für Fortleben und Ausbreitung mütterlicher Gene nicht optimal gewesen.

Statt einer Dominanzhierarchie wie bei Männern sprechen Wissenschaftler bei Frauen heute von Netzwerken. Diese Netzwerke halten sich nicht an männliche Kategorien wie Stamm, Volk, Nation, Kulturkreis, Zivilisation, sondern sind übergreifend.

Lassen Frauen wie Frau Merkel jetzt ‒ gegen den Widerstand ihrer eigenen Regierungsparteien ‒ eine andauernde Millionenflut von Männern ins Land zu, schadet das massiv der männlichen Reproduktionsstrategie, dem eigenen Volk, das von fremder Mehrheit verdrängt wird. Bereits der von Verhütungsmitteln und Feminismus verursachte Bevölkerungsschwund würde die ethnisch deutsche Bevölkerung laut manchen Studien binnen 300 Jahre praktisch zum Aussterben bringen. Die Verdrängung einheimischer Männer durch immigrierte bedroht das Fortleben hiesiger männlicher Gene noch drastischer.

Doch das gilt nicht für Frauen! Denn sogar wenn die jungen deutschstämmigen Männer zunehmend ohne Nachwuchs bleiben, von Immigranten verdrängt werden, die sie bei Sex und Fortpflanzung mit deutschstämmigen Frauen fortschreitend ausstechen, was binnen weniger Generationen zu einem weitgehenden Austausch der Männer durch Nachkommen von Immigranten führen würde, sind die Fortpflanzungschancen von Frauen keinesfalls verringert. Im Gegenteil, Frauen haben mehr Männer, unter denen sie wählen können.

Das Aussterben eines Volkes, eines Stammes, einer Nation, bedeutet zwar den Untergang vieler männlicher Linien, beeinträchtigt aber nicht die weibliche Linie. Fruchtbare Frauen sind immer begehrt, bei allen Stämmen, Völkern und Nationen. Wenn sich deutschstämmige Frauen zunehmend mit Männer aus „Migrationshintergrund” paaren, ist die weibliche Fortpflanzungsrate nicht vermindert, vermutlich eher vergrößert, weil die Migranten weniger unter Feminismusschock stehen, der verunsichert und zuweilen einen Zeugungsstreik auslöst, um der Zahlknechtfalle durch Alimente, Unterhalt u.s.w. zu entgehen. Oft schlossen sich Frauen besiegter Stämme den Siegern an, wodurch sie Kinder der Gewinner mit vermutlich „erfolgreicheren” Genen zu Welt brachten und gleichzeitig besseren Schutz erhielten als von den Verlierern. Dadurch verbesserten jene Frauen die eigene Chance auf langfristig erfolgreichen Nachwuchs durch „Untreue” gegenüber ihren ursprünglichen Männern und Gruppen.

Weil sich dies evolutionär immer und zu allen Zeiten so verhielt, ist es plausibel anzunehmen, daß die natürliche Selektion Frauen hervorbrachte, die sich in ihrer Fortpflanzungsstrategie so verhielten, daß die Ausbreitung ihrer mütterlichen Gene optimiert wurde. Denn jede andere Strategie hätte weniger Nachkommen hinterlassen und wäre damit von erfolgreicheren Strategien mit mehr Nachkommen im Laufe der Zeit verdrängt worden.

Somit wären Frauen aus evolutionären Gründen eher bereit, das Verschwinden ihrer Ethnie, ihres Stammes, ihrer Nation, Kultur oder Zivilisation in Kauf zu nehmen, weil sie das nicht kinderlos macht, ihre Zukunftsfähigkeit nicht mindert, sondern sogar steigern kann. Für traditionelle Männer ist solches Verhalten empörend, treulos, ein Verrat an ihren Werten, die nötig sind, damit auch Männer in ihren Nachkommen fortleben, männliche Linien nicht aussterben.

So lautet jedenfalls eine Hypothese, die mit moderner evolutionärer Perspektive arbeitet. Wer sich überlegen will, ob unsere feministischen oder traditionelle Gesellschaften besser ausgeglichen sind, möge das bedenken.

Hier geht’s zu meinen Büchern.

Ideologische Unsinnssysteme und Verschwörungstheorien

Juni 17th, 2016

Ideologische Unsinnssysteme und Verschwörungstheorien

Die 1960er brachten eine Vielzahl von Verschwörungstheorien und esoterischen Spinnereien hervor. Satirisch überspitzten Diskordier das Prinzip eines selbstreferentiellen Ideologiesystems, das auf einer zentralen, unbewiesenen und unbeweisbaren, weil falschen Behauptung gründet, wobei alle Tatsachen und „Beweise” so verdreht werden, daß sie diese falsche Ausgangsbehauptung zu bestätigen scheinen.

«Wilson und Shea gerieten in einem solchen Maße in diese Geisteshaltung, daß sie schrieben, was zum „Neuen Testament” der Diskordier werden würde: „Illuminatus! Auge in der Pyramide”, eine ausgedehnte Science-Fiction-Trilogie, die mythische Kämpfe zwischen den bayrischen Illuminati und den Diskordiern beschreibt, auch die Gerechten und Älteren von Mummu genannt. (Natürlich wäre es idiotisch, einen Haufen Science-Fiction-Novellen für bare Münze zu nehmen, Wilson und Shea waren Erz-Diskordier, indem sie standfest „selbstreferentielle Realitätstunnel” verwarfen: dogmatische Gedankensysteme, die auf einer zentralen, unbewiesenen Behauptung beruhen, auf die alle „Belege” hingebogen werden, um die Grundannahme zu bestätigen und zu stärken.)»1

Dies wäre so weit witzig, eine gelungene Satire, wenn sich nicht zur gleichen Zeit solche dogmatischen Unsinnssysteme mit großem Ernst und Nachdruck über die gesamte Gesellschaft und Welt verbreitet hätten. Zeitgenossen ist das meist nicht bewußt, weil wir von einer solchen Welle überrollt und intellektuell „umgedreht” wurden, oder in der Folge im bereits etablierten, geschlossenen Ideologiesystem aufwuchsen.

Das siegreiche Unsinnssystem, das genau nach dem von den Diskordiern verulkten Prinzip arbeitet, heißt Feminismus, mit Ablegern, die sich Gender u.a. nennen. Auch politische Korrektheit, Lesben-und-Schwulenagenda, Millioneneinwanderung, die zur Landnahme durch neue Mehrheiten wird, und andere zeitgenössische Verrücktheiten entstammen dem Wirken dieses auf falschen Annahmen begründeten Ideologiesystems.

Beim Feminismus ist die falsche Ausgangsbehauptung die angeblicher Frauenunterdrückung oder erfundener und hineinempfundener Benachteiligung von Frauen. Diese hat es niemals gegeben. Im Gegenteil, evolutionär angeboren ist eine Bevorzugung von Kindern und Frauen, weil Frauen Kinder zur Welt bringen und bemuttern. Denn Kinder bedeuten Fortleben der Gene ihrer Eltern, sind daher evolutionär entscheidend, und damit auch das Wohlergehen von Frauen, die Kinder gebären können. Evolutionär reduziert sich, was vom Leben Einzelner übrigbleibt, auf den langfristigen Erfolg ihrer Fortpflanzung.

Solche Frauenbevorzugung bestimmt auch unsere Wahrnehmung der Welt. Deshalb verhält es sich sogar umgekehrt, wie von der feministischen Verschwörungstheorie eines „Patriarchats” unterstellt. Auch das für die letzten 60.000 Jahre nachgewiesene Fortpflanzungsverhältnis von durchschnittlich vier bis fünf Frauen auf einen Mann2, die sich fortpflanzen und ihre Gene erhalten konnten, belegt eine krasse Benachteiligung des Mannes gegenüber der Frau, die zumindest teilweise auf sexuelle Selektion von Frauen an Männern, und damit auf Diskriminierung von Männern durch Frauen zurückzuführen ist.

Das feministische Weltbild ist also sogar auf krassen Irrtümern gebaut, die Fakten in ihr Gegenteil um- und fehldeuten. Geschlechterdifferenz ist niemals eine Benachteiligung der Frau gewesen, sondern war eine Grundlage sämtlicher Kulturen, einschließlich Matriarchaten. Differenz war eine menschliche und kulturelle Notwendigkeit, wobei Frauen bevorzugt wurden.

In welch hohem Maße Feminismus, „Frauenbewegung”, feministische „Wissenschaften”, die auch als „Frauenstudien” oder „Genderforschung” firmieren, auf radikaler Ideologie gründen und mit wissenschaftsfeindlichen Prinzipien arbeiten, weist mein demnächst erscheinendes Buch „Feminismuskritik” nach. Parteilichkeit, Verwischung der Grenzen zwischen Forschung und politischem Kampf, Indoktrination der Befragten, ja Teilnahme der Befragten am politischen Kampf sind nicht einzelne Verirrungen, sondern theoretische Grundlage, aus der die Fachgebiete, ihre Fragestellungen, Themen, Behauptungen und Methodik entstammten. Es handelt sich um Antiwissenschaft, deren Zweck es ist, falsche Annahmen zu bestätigen und als sakrosankt und unantastbar im Bewußtsein der Zeitgenossen einzuhämmern.

Doch geschlossene ideologische Weltbilder, wie von den Diskordiern verulkt, aber vom Feminismus mit vollem Ernst und wütendem, empörten Nachdruck in allen Ländern weltweit verbreitet und zum geistigen Maßstab ganzer Generationen gemacht, gehen nicht nur von einer falschen Behauptung aus, sondern „belegen” diesen Grundirrtum sodann mit allen ihren geistigen Tätigkeiten und „Schlußfolgerungen”. Das hat etwas von einer Sekte, die ihren Angehörigen ein geschlossenes Weltbild aufnötigt, dessen Funktion es ist, alle Erscheinungen der Welt so umzudeuten, daß der Glaube der Sekte und ihre absurden Grundannahmen bestätigt werden. Frauen- und Genderstudien, die sämtliche Studienfächer inzwischen prägen, Politik, Gesellschaft, Kindererziehung, Schule, Ausbildung, Forschung und alle Lebensbereiche beeinflussen, sind ein solches auf Irrtum und Lüge gebautes ideologisches Denksystem, ein selbstreferenzieller Tunnel.

Auch darin ähneln sich Diskordier sowohl modernen Jugendsekten, die ihre Anhänger in ein religiöses Unsinnssystem einsperren, dem Islamischen Staat, als auch dem Feminismus. Im Falle des Feminismus wurden sämtliche Differenzen der Geschlechter verpönt, bevor sogar begonnen wurde, die Existenz zweier Geschlechter beim Menschen zu leugnen und für „sozial konstruiert” zu erklären. Das führte nicht nur zu einem Krieg gegen die menschliche Natur, weil geschlechtliche Differenzierung, besonders auf psychischer und sozialer Ebene, entscheidende Triebkraft der menschlichen Evolution waren, und damit, was uns vom Tier unterscheidet, Kultur und Zivilisation erst ermöglicht und begründet. Sondern es zerstörte auch vollständig menschliche Kultur, die Bezüge der Geschlechter, Lebensgrundlagen, ohne die tatsächlich ein enormes Ungleichgewicht der Geschlechter entsteht. Statt „Gleichheit” wurde krasse Ungleichheit geschaffen, weil blindwütige Ideologinnen aus Verblendung und Unkenntnis in zentrale Bereiche menschliche Natur eingriffen, wobei sie verheerende Schäden anrichteten.

Der große Unterschied besteht darin: Diskordier veranstalten eine spaßige Satire, sind sich des Unsinns ihres Tuns bewußt. Feministen, Jugendsekten oder Islamischer Staat machen Ernst aus ihren ideologischen Unsinnssystemen. Feminismus wiederum ist deswegen besonders brisant, weil diese Ideologie, im Gegensatz zu anderen Sekten, von einer angeborenen Frauenbevorzugung in Wahrnehmung und Verhalten profitiert, von einem biologischen Mechanismus, außerdem von weiblicher Dominanz durch Fortpflanzung, sexuelle und soziale Selektion.

Zeitgenossen wollen es nicht wahrhaben, weil sie intuitiv ihr eigenes Denken, ob klar oder verdreht, für „normal” und den Maßstab aller Dinge halten. Es ist unbequem, eigene Irrtümer einzugestehen, weshalb Kritiker ignoriert oder verspottet werden. Man verhöhnt sie als „Verschwörungstheoretiker”, obwohl Feminismus mit ihrer Mär vom „sie unterdrückenden Patriarchat” eine nachweislich falsche Verschwörungstheorie ist. Kritiker werden als „Aluhüte” und „Esoteriker” verspottet, wenn sie wissenschaftliche Beweise vorlegen. Wie esoterisch und irrational Feminismus dagegen ist, läßt sich aus gründenden und theoretischen Schriften des Feminismus herleiten ‒ siehe mein demnächst erscheinendes Buch „Feminismuskritik”.

Die abendländischen Gesellschaften, wenn nicht fast alle Gesellschaften unserer Epoche, sind von einem ideologischen Nonsensesystem angesteckt, das sich mit großer Empörung gegen jeden Kritiker verteidigt. Wie heftig auch auf persönlicher Ebene niedergemacht wird, um Kritik auszuschalten, läßt sich der Berichterstattung über Scientology entnehmen. Artikeln zufolge haben Sektenaussteiger oftmals ein anfänglich sehr schweres Leben. Ohne Hilfe von außen, ohne Solidarität anderer Sektenaussteiger, ist ein Ausstieg aus manchen solchen Sektensystemen nicht zu schaffen. Aussteiger werden blockiert, verfemt, kommen nicht zu Wort, oder werden gar bedroht. Wer die Berichterstattung über Feminismuskritiker liest, wird feststellen, daß diese seit etwa 1970 ganz ähnliches erlebten. Frauen, die in feministischen Kreisen kritisches äußerten, wurden angefeindet, ausgeschlossen, verloren ihre Sozialkontakte, die sie in einem anderen Umfeld neu aufbauen mußten. Ausstieg aus der Schwesternschaft war oft ein schmerzlicher Prozeß.

«Dies schreibe ich, nachdem ich mit feministischen Dogmen aufgezogen, ausgebildet und – ja – über 40 Jahre lang indoktriniert wurde … Bei einer ziemlich seltsamen Debatte im Blog Feministe wurde ich vor einer Weile all dieser Dinge angeklagt … Die liebenswerten Damen von Feministe sperrten mich davon aus, in ihrem Blog zu kommentieren. Im April 2011 stellte ich eine Liste all jener Leute auf, die mich im Netz blockieren und aussperren, benannt nach einem feministischen Blog gleichen Namens: „101 Wankers”. Diese Zahl habe ich nun übertroffen und mit dem Zählen aufgehört. Aber das hat mich nicht verstummen lassen… Ich wurde ‚Antifeministin’ genannt, ‚homophobʼ und einen ‚Trollʼ. … Wer versucht hier wen zum Schweigen zu bringen? … Das Dogma aufzugeben, das mein Leben so sehr dominiert hatte, war nicht einfach. … Ohne die ‚Bandeʼ, den ‚Klubʼ (den ‚Kult’?) fühle ich mich manchmal allein. Zuweilen bin ich allein. Aber ich bedaure nichts.
… NB Meine Rechtschreibprüfung kennt das Wort ‚Männerhaßʼ nicht. Vielleicht ist mein PC ein Feminist.»;3

Die meisten schaffen jedoch höchstens den sozialen Ausstieg aus radikalen Kreisen, der noch lange nicht geistige Überwindung aller ideologischen Postulate bedeutet, doch genau von einem solchen weitergehenden, geistigen Ausstieg müssen wir sprechen, weil er notwendig ist, denn sonst gelangen wir niemals aus dem Käfig des geschlossenen Ideologiesystems, das auf falschen Behauptungen errichtet wurde.

«Feministinnen, die Frauen zensieren & lächerlich machen: Warum ich mich nicht mehr als Feministin begreife.
NoFuryLikeKristine»4

Solche Erfahrungen sind typisch.

«Ella Whelan, SPIKED
Mehrere prominente Frauen haben beträchtlichen Ärger in feministischen Kreisen ausgelöst, indem sie sich öffentlich vom Feminismus distanziert haben … Die Reaktion gegen diese Frauen ist extrem gewesen … Feministinnen scheinen nicht zu bemerken, wie tyrannisch es ist, Meinungsverschiedenheit nicht zu gestatten.»5

Die meisten namhaften Feminismuskritikerinnen ‒ überwiegend waren es Frauen, weil andersdenkende Männer von vornherein ausgeschlossen wurden und gar nicht erst zu Wort kamen ‒ wurden bedroht, wie Esther Vilar zusammengeschlagen oder gar in Emigration gedrängt, waren ihres Lebens nicht sicher. Erin Pizzey brauchte in ganz England Polizeischutz für ihre Lesungen, nur weil sie von Frauengewalt gegen Männer sprach. Doch die größte Hürde ist innerlich, sind wir selbst, unser Bewußtsein, unser Ich, das ungenehme Gedanken verdrängt, wobei evolutionäre Verdrängungsmechanismen, die weibliche Bevorzugung und männliche Benachteiligung vor Erkenntnis und Abschaffung schützen, der feministischen Ideologie zu Hilfe kommen.

Ausstieg aus dem Feminismus ist ebenso schwierig wie Ausstieg aus Scientology oder anderen Sekten. Hinzu kommt, daß diese Sekten Minderheiten innerhalb einer nicht befallenen Gesamtgesellschaft sind, wogegen Feminismus die gesamte Gesellschaft befallen, sich über Schulen und Universitäten in uns allen festgesetzt hat. Ein wirklicher Ausstieg aus diesem Ideologiesystem wird daher schwieriger als ein Sektenausstieg, mindestens mehrere Generationen benötigen. Es gibt keine natürlichen, unbefallenen Gesellschaften mehr. Feminismus hat natürliche Kultur und natürliches Leben via „Entwicklungshilfe” weltweit weggegendert. (siehe meine Bücher). Deshalb gibt es keine intakte Kultur mehr, in die Abtrünnige aus dem Feminismus aussteigen könnten. Feministische Ideen haben alle Lebensbereiche geprägt, einschließlich Leben und Denken ihrer Kritiker.

Unterdrückung von Kritik, Kritikern und Abtrünnigen ist typisch für solche Ersatzreligionen. Schief ist bereits die Wahrnehmung durch Sekten umgedrehter Zeitgenossen ‒ das sind leider fast alle Personen westlicher Länder, einschließlich der meisten Kritiker, die tatsächlich nur punktuell Kritik üben, von den falschen Grundannahmen aber genauso befallen sind. Ihre eigene Ideologie nehmen sie nicht als solche wahr. Stattdessen werden Kritiker beschuldigt, „ideologisch” zu sein.

Nicht die völlig absurde feministische Ideologie wird als Ideologie erkannt, weil sie längst als „normal” etabliert wurde und zur Grundlage dessen, woraus heutige Menschen ihre eigene Identität aufbauen. Zeitgenossen schützen das, was sie als „ihr Ich”, als ihre Persönlichkeit empfinden, indem sie die Ideologie verteidigen, von der sie geprägt sind. Deshalb werden wissenschaftliche, objektive Argumente in kritischen Büchern verächtlich als „Ideologie” abgetan, wogegen die tatsächliche feministische Ideologie, die bereits in den falschen Annahmen steckt, Frauen seien früher benachteiligt worden, oder Differenz und verschiedene „Geschlechterrollen” seien eine solche Benachteiligung. Tatsächlich ist beides eine natürliche menschliche Universalie, wichtig für Leben und Kultur, bei der Frauen aber bevorzugt werden, nur nicht im krassen feministischen Übermaß.

Ein solches Sektenbewußtsein verdreht alle Tatsachen bis in ihr Gegenteil. Forderungen, die noch in den 1970ern von Konservativen mit breiter „schweigender Mehrheit” als greller Unsinn abgelehnt worden waren, wurden bereits 1984 beim Regierungswechsel schnell zur neuen Staatsraison auch der sich „konservativ” Nennenden.

Manche Studien behaupten, um eine Denkweise durchzusetzen, sei es nur nötig, etwa 10 Prozent der Bevölkerung zu überzeugen. Der Rest ‒ die schweigende Mehrheit ‒ wäre demzufolge irrelevant.

«Wie bei den Mikroben im Teich und beim Verhalten von Gruppen verhält es ich auch bei Meinungen, wie eine neue Studie von US-Wissenschaftlern gerade gezeigt hat: Wenn eine Minderheit von 10 Prozent der Bevölkerung an eine Meinung glaubt und sie verbreitet, setzt sich diese schließlich auch in der restlichen Mehrheit durch. Das sagen zumindest erstmal komplexe Computersimulationen, die sich allerdings schon in anderen Fällen, wie den oben beschriebenen Forschungen von Krause als sehr akkurat herausgestellt haben. …

Bleibt die Anzahl der an eine Idee glaubenden Personen innerhalb einer Gruppe bzw. Population unterhalb von 10 Prozent, so zeigt sich kaum ein Fortschritt in der weiteren Verbreitung dieser Ideen”, erläutert Studienleiter Boleslaw Szymanski. „Überschreitet diese Anzahl jedoch zehn Prozent, so verbreitet sich die Idee von nun an wie ein Lauffeuer.” …

Der Unterschied des Überschreitens der magischen 10-Prozent-Grenze ist tatsächlich sehr dramatisch: Unter 10 Prozent würde die Verbreitung der Idee oder Meinung laut Simulation in etwa so viel Zeit benötigen, wie das Universum alt ist – darüber geht es dann rasend schnell.»6

Feminismus hat in allen Wellen eine solche Wirkung erzielt, mit einer kleinen, militanten, aggressiven Minderheit die gesamte Gesellschaft umgekrempelt. Wir brauchen nicht spekulieren, ob diese 10 Prozentregel wirklich gilt, oder was die Erklärung dafür sei. Im Falle des Feminismus läßt sich beobachten, daß in jeder Welle radikale Minderheiten feministische Ideologie der Gesamtgesellschaft als neue Staatsdoktrin erfolgreich aufzwangen. Die schweigende Mehrheit Männer und Frauen, die Feminismus als ungerecht und schädlich für Leben, Familie und Kultur ablehnten, wurde in jeder Epoche erneut von einer militanten Minderheit fortgespült und im Nachhinein dann verleumdet. Wer in die Ideologie konvertierte, oder in ihr aufwuchs, hielt frühere universelle Kultur dann für für abscheulich, der in Umdrehung aller Tatsachen die Ungerechtigkeit, das Ungleichgewicht und die Ideologie zu Unrecht zugeschrieben wurde, die tatsächlich Feminismus hervorbringt.

Die Buchreihe „Die beiden Geschlechter” zerlegt das Ideologiesystem mit wissenschaftlich fundierten Beweisen und Argumenten und ermöglicht, es zu verlassen und überwinden. Zwei Bücher der Reihe erscheinen dieses Jahr im Juwelen Verlag.

Fußnoten

1 «Wilson and Shea got into the spirit of things to such an extent that they penned what would become Discordianism’s New Testament: Illuminatus! Eye in the Pyramid, a sprawling sci-fi trilogy detailing the mythical struggles of the Bavarian Illuminati and the Discordians, AKA the Justified and Ancients of Mummu. (Of course, it would be downright idiotic to take a bunch of sci-fi novels as gospel, and to this extent Wilson and Shea were arch-Discordians in steadfastly repudiating “self-referential reality tunnels”: dogmatic systems of thought that rely on a central, unfounded claim, to which all “evidence” is then bent in order to confirm and reinforce that basic premise.)» (http://www.vice.com/en_uk/read/the-discordian-revival-chaos-festival)

2 siehe: „Die Unterdrückung der Männer”, Juwelen Verlag

3 «Leaving the sisterhood: … I am writing this after having been raised, educated and – yes – indoctrinated in feminist dogma for over 40 years … In a rather strange discussion on Feministe blog a while ago, I was accused of all the things … The lovely ladies at Feministe also banned me from commenting on their blog. In April 2011 I made a list of all the people who ban and block me online, named after a feminist blog of the same name, called 101 Wankers. I have now reached and surpassed my ʻtargetʼ and have stopped counting. But this didn’t shut me up… I was labeled an ʻanti-feminist,ʼ ʻhomophobic,ʼ and a ʻtroll.ʼ … Who is silencing whom? … Giving up the dogma that has dominated my life thus far has not been easy. … Without the ʻgang,ʼ the ʻclubʼ (the ʻcult?ʼ) I sometimes feel alone. Sometimes I am alone. But I have no regrets. … NB My spellcheck does not recognize the word ʻmisandry.ʼ Maybe my PC is a feminist.» (http://www.avoiceformen.com/feminism/leaving-the-sisterhood-a-recovering-feminist-speaks/)

4 «Feminists Censoring & Ridiculing Women: Why I Don’t Identify as a Feminist Anymore


NoFuryLikeKristine» (http://www.vidinfo.org/video/59406906/feminists-censoring-ridiculing-women-why-i-do)

5 «Ella Whelan, SPIKED
Several female celebrities, by publicly distancing themselves from feminism, have caused considerable upset in feminist circles. … The backlash against these women has been extreme. … What these feminists don’t seem to realise is that disallowing dissent is tyrannical.» (http://www.spiked-online.com/newsite/article/why-im-not-a-feminist/17516#.V2MvcVWLTIU)

6 (https://www.sein.de/kritische-masse-10-prozent-fuer-ein-neues-paradigma/)

Der Abwechslung halber immer wieder neue Themen. … Alternativer Frauenwohlfühlbereich: Esoterikfestival

Juni 7th, 2016

Alternativer Frauenwohlfühlbereich: Esoterikfestival

Musikfestivals bieten zwar eine Szene, die zu ihresgleichen aufgeschlossener ist als manche andere, auch die Durchschnittsbevölkerung, wo das gemeinsame Band oft fehlt. Ursprünglich war das verbindende die vielfältige kulturelle Ergänzung der Geschlechter, die Bezüge schuf. Da dies mit der Femanzipation entfiel, muß Gleichheit die ausgefallenen Bezüge ersetzen. Nunmehr erhält man eine bessere, weniger gleichgültige Behandlung, wenn man zur gleichen Szene, „Subkultur”, zum gleichen Interessensgebiet, zur gleichen Ideologie oder ähnlichem gehört.

Doch der erleichterte Zugang hat enge Grenzen, beschränkt sich auf Musik, bleibt oberflächlich. Die Tag und Nacht überlaut wummernden Tiefbässe knicken die Hörhärchen im Ohr. Am besten ist es tagsüber, wenn es nette Begegnungen und Gespräche gibt. Daher lag nahe, einmal ein Festival ohne Wummern zu versuchen, in dem tagsüber Kurse (denglisch: Workshops) angeboten werden. Vielleicht gibt das eine bessere Grundlage zum Kennenlernen und für gute Gespräche.

Das Esoterikfestival zieht eigenes Publikum an, mit Überschneidungen zu Althippies und jüngerer Goa-Szene. Ein freundliches Anlächeln Gleichgesinnter gehört zum guten Ton, sagt aber gar nichts aus.

Unter der auf „Liebe für alle”, „unendliche Liebe” und „Friedfertigkeit” gebürsteten Oberfläche geht es gleich ganz anders zu. Es gab, im Gegensatz zu Musikfestivals, wenig persönliches Kennenlernen, kaum tiefe Gespräche.

Überall werden Göttinnen besungen, die ungeheure Wichtigkeit, die eine Frau für eine andere Frau hätte. Gaia und Mutter Erde sind Standardreferenz, ganz gleich worum es geht. Sogar wenn einige der älteren Mantren gesungen werden, die hinduistisch inspiriert sind, und daher indische Götter erwähnen, wird oft ein „Schakti” dazugesungen, womit die Referenz auf eine Göttin umgebogen wird. Denn im indischen Hinduismus bedeutet „Schakti” Kraft, die aber weiblich ist. Der Gott hat eine (oder mehrere) Frau(en), und diese Göttin ist die Kraft des Gottes.

Westliche Esoterik hat, im Gefolge des Feminismus, der ab 1968 die Urhippieszene überrollte, sämtliche Referenz auf Männer und Götter weggespült, eine rein weiblich, frauenbezogene, feministisch umgedrehte Esoterik mit Matriarchatsverherrlichung geschaffen. Dabei sind sämtliche Angelegenheiten von Männern, ja alle Bezüge von Frauen auf Männer und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern verdrängt und ausgeschlossen worden.

Daher mag es wenig zu erstaunen, wenn eine solch einseitige Spiritualität mehrmals so viele Frauen wie Männer zum Festival lockt. Doch obwohl das Geschlechterverhältnis auf dem Festival den wenigen Männern erleichtern könnte, mit einer oder einigen der vielen Frauen in Kontakt zu gelangen, ist das aufgrund des einseitigen Bewußtseins besonders schwer. Auf normalen Musikfestivals gab es trotz Männerüberschuß viel mehr und tiefere Gespräche.

Frauen hörten weg. Rationale Gedanken kommen hier schon gar nicht gegen Glauben an. Eine betonte lobend die „freie Liebe”, die es gäbe. Doch diese Freiheit gilt, spätestens seit 1968 Feminismus uns überrannte, ausschließlich für Frauen. Männer und männliche Sexualität wurden verunglimpft, kriminalisiert, in jahrzehntelangen Kampagnen vermiest. Männer werden von weiblicher sexueller Selektion diskriminiert. Frauen haben jede sexuelle Freiheit, Männer keine. Männer dürfen nur auf Interesse von Frauen reagieren. Besteht dies nicht, was nach feministischen Angaben und nach genetischen Studien für 80 Prozent der Männer gilt, bleiben die Männer unter solchen Umständen chancenlos.

Das ist die brutale Seite dieser Ich-bin-gut-Kitsch-Esoterik, die ständig eine rein ichbezogene und frauenbezogene angeblich grenzenlose Liebe bedingt. Doch die Liebe hat enge Grenzen; sie gilt garantiert nicht fremden Männern, die ihrer bedürften. Liebe ist zur egozentrischen Gefühlsduselei geworden. Die in ihr schwelgen, kommen sich selbst sehr gefühlvoll vor, haben aber keinerlei Anteilnahme und Gefühl für Männer, wenn es darauf ankommt, weil Männer es gerade brauchen.

Anderswo vermag ich mit rationalen, gut durchdachten Argumenten etwas auszurichten. Hier prallen sie am Glauben der Esoteriklehrerinnen ab. Sie glauben an ihre Esoterik wie ein Moslem an die koranische Botschaft. Da nützen die überzeugendsten Nachweise einer feministischen Verdrehung der ursprünglichen Spiritualität nichts.

Kraß ist, wie allein ein Mann bei krassem Frauenüberschuß in einer uneingeschränkte Liebe predigenden und anbetenden Gemeinschaft sein kann – freilich ist es, anders als bei den Urhippies, eine kastrierte Liebe, die Männer unberücksichtigt läßt, erst recht die Bezüge zwischen Mann und Frau. Aufgrund biologischer Spielchen, wie der sexuellen und sozialen Selektion, mit der Frauen Männer diskriminieren, sind genau diese Bezüge zwischen Mann und Frau entscheidend. Feminismus hat sie restlos entfernt. So kann nichts funktionieren. Darüber sprach ich am Lagerfeuer offen.

Einer Frau, die sich vor dem Feuer umdreht, sagte ich: „Das ist eine gute Idee; die Hitze des Feuers ist einseitig; sonst wirst du von vorn geröstet. Vielleicht sollten wir uns auch geistig umdrehen, denn geistig ist die Göttinnenverherrlichung und das Übergehen alles männlichen genauso einseitig.” Sie verstummte bald: das übliche Verstummen und Verschweigen.

Mit religiöser Inbrunst werden Mantren gesungen, in tiefer, meditativer Versenkung, mit ganzer Seele im Gefühl schwelgend. Der Text ist oft kraß: „Ich bin, ich bin, ich bin das Licht1, ich bin das Licht der Welt. Ich bin, ich bin die Güte, ich bin die Sonne, ich bin das All. Ich bin die Barmherzigkeit. Ich bin, ich bin.”

Ein nüchterner Geist wird das als entgleisten Egozentrismus deuten, dem jedes Maß verlorenging, weil Egozentrismus zum Maß aller Dinge und religiöser Verehrung wurde. Ein sich selbst als „Barmherzigkeit” beweihräuchernder Geist wird im Leben offenbar nicht barmherzig sein, sich aber selbst dafür halten. Dies tritt spätestens dann ein, wenn die völlig verdrängte männliche Seite auf die Idee käme, ihre ebenso radikal unterdrückte männliche Sexualität ausleben zu wollen. Im Frauenwohlbereich feministisch verdrehter Esoterik wäre das ein Tabubruch, der abgelehnt, verachtet und bestraft würde, nicht aber auf Mitgefühl oder Barmherzigkeit stoßen. Ein Deadhead aus den USA hat mir von Lynchjustiz auf amerikanischen Rainbow-Festivals erzählt, wo eine bloße Bezichtung auf sexuellen Übergriff, von der wir wissen, daß diese in der Mehrzahl der Fälle falsch ist, mit drastischer Lynchjustiz geahndet wurde. Sexuelle Freiheit gibt es nur für Frauen. Männern droht Falschanklage und Lynchjustiz; daher verzichten sie klugerweise auf einvernehmliche Abenteuer in feindlichem Umfeld.

Eine Frau meines virtuellen Freundeskreises hat damit geprahlt, sie habe nach dem Motto „Macht Liebe statt Krieg” so „oft und viel Liebe gemacht, daß es eigentlich weltweit Frieden geben müsse”. Das ist natürlich hinrissig, wenn eine Mehrzahl Männer ausgeschlossen wird, sich durch den stolz verkündeten Spaß der Frau, die sie ausschloß, eher zusätzlich verhöhnt als befriedet vorkommen müssen.

Der Lackmustest solcher Ideologie und Einstellungen ist, sie mit konkreten Bedarfssituationen zu kontrastieren. Sobald Männer und männliche Bedürfnisse beteiligt sind, wird diese Probe das vollständige Scheitern von Esoterik und Feminismus zeigen, nämlich das Gegenteil einer Lösung – eine Verstärkung der Probleme.

Inzwischen haben die Sänger auf der Bühne gewechselt, aber das Mantra bleibt ähnlich: „Ich bin das Licht. Konzentrier dich ganz auf dich.” Wieder leuchtet der krasse hedonistische Egozentrismus durch, der alle Bekundungen von „Alle Menschen sind eins” zu einem gefühlsbetonten Geschwurbel macht, welches der Realität leider widerspricht. Die Idee, das „All” und das „Licht der Welt” zu sein, hat etwas von Hybris und Größenwahn. Das verdoppelte sich im frauenbezogenen, feministischen Geschlechtsegoismus, der ebenso das weibliche absolut setzt, das männliche ignoriert und die Bezüge zwischen beiden kappt.

Beide Musikgruppen, und viele andere Liedermacher, Arbeitskreise (denglisch: Workshops) ergänzen den entgrenzten Egozentrismus durch einen ebenso totalen frauenbezogenen weiblichen Geschlechtszentrismus.

Fast jedes Lied ruft Göttinnen an, und zwar nicht traditionelle, die es in Indien zu tausenden gibt, sondern neuerfundene aus den letzten, feministisch geprägten Jahrzehnten. Mutter Erde wird fast immer besungen oder im Vortrag zu fast beliebigen spirituellen Themen erwähnt, Gaja, Schakti, Muttergöttinnen.

Auf der Bühne lautet es gerade: „Seid stark Mütter, Töchter, Frauen, damit das Feuer der Göttin nicht erlischt.” Durchgehend prägen frauenbezogene Sichten die Texte, wie sie vom Feminismus erfunden wurden: Frauen beziehen sich auf Frauen, werden von Frauen tief beglückt. Es ist sozusagen eine esoterische und intellektuelle Wendung eines Bezugs von Frauen auf Frauen statt von Frauen und Männern aufeinander, wie er vom lesbischen Feminismus geprägt und verbreitet wurde. Selbst wenn die Frauen nicht lesbisch sind, unterscheidet ihr geistiges und soziales Verhalten sie in nichts von der Frauenbezogenheit, die der lesbischen Bewegung entstammte. Männer tauchen demgemäß gar nicht erst auf; noch weniger Bezüge zwischen beiden Geschlechtern. Alles heterosexuelle ist wegkastriert. Den Urhippies, die jene Esoterik einst erfanden, war gerade die heterosexuelle Verbundenheit wichtig gewesen. Die uns seit 1968 überrollenden feministischen Wellen haben die Dinge in ihr krasses Gegenteil verdreht, die männliche Seite untergehen lassen, und alle Verbindungen zwischen Mann und Frau beschädigt oder ganz beseitigt.

Die Dogmatik spiegelt sich im Essen. Passend zur Szene gibt es nur die Wahl zwischen vegetarisch und vegan. Ein Stand hat meist nur „spirituell korrekte” Rohkost, mit rohem Kohl und Kraut, die meinen Bauch mit Magen und Gedärm melonenförmig aufblähen würden. Da ich nicht die Absicht habe, kulinarisch Selbstmord zu begehen, und mir gänzlich unbekömmliche Speisen zu mir zu nehmen, nach dem Motto: „Entweder platzt mein Darm, oder auch nicht”, bleibt mir nur der Gang ins Dorf. Doch dort ist das Eierbrötchen nicht frisch, sondern uralt. Das Rührei ist vor langer Zeit einmal in einem Waffeleisen unvollständig gegart worden, kalt, alt und schmeckt scheußlich. Danach wird mir übel, den Tag verbrachte ich mit Brechdurchfall. Erst gegen Mitternacht hätte ich wieder etwas essen können, doch da gab es wieder nur noch Rohkost, die mein Leiden verlängert und vergrößert hätte.

Das Argument von Vegetariern, Veganern und Rohköstlern, auf diese Weise ließen sich mehr Menschen ernähren, zieht ebenfalls nicht. Denn während unser Land aufgrund zu geringer Geburtenrate einheimischer Bevölkerung einem demographischen Zusammenbruch zusteuert, vermehren sich Bevölkerungen in der „Dritten Welt”, einschließlich muslimischen Ländern und Schwarzafrika, übermäßig, was zur Verarmung trotz Wirtschaftswachstum führt. Die Wirtschaftsflüchtlinge werden auch vom Geburtenüberschuß in dortigen Ländern hervorgerufen, und von unserer selbstmörderisch geringen Geburtenrate angezogen.

Auch eine Umstellung auf vegetarische Kost ergäbe der Menschheit allenfalls wenige Jahrzehnte Atempause. Danach würde die untragbare Geburtenrate in Dritter Welt auch bei vegetarischer Ernährung im Verhungern enden. Wir retten also nicht die Welt, indem wir unser Land an eine neue Mehrheit übergeben, sondern den Egoismus anderer, sich auf unsere Kosten übermäßig fortzupflanzen.

Aber sehen wir nicht nur das negative, sondern auch das gute. Inmitten teilweise verirrter Lehren sind viele Sucher unterwegs, die offen nach Wahrheit und Antwort suchen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen die verschüttete Wahrheit zu vermitteln. Viele sind mit voller Inbrunst dabei. Mögen wir diese auf die Wahrheit lenken. Ich hoffe, viel gelernt zu haben, wie eine spirituelle Bewegung funktioniert. Hoffentlich gründet sich bald eine neue, die näher an der Wahrheit ist, die unterdrückten Männer befreit und die Bezüge, Gefühle und Verantwortung zwischen beiden Geschlechtern wieder in den Mittelpunkt stellt, wie es alle Kulturen aller Zeiten taten, außer in feministischer Zeit.

Wie offen viele Sucher trotzdem sind, durfte ich in anregenden Gesprächen am Schluß und bei der Heimfahrt mit ihnen doch noch erleben. Hier gilt es, positiv zu sein, bleiben und zu wirken. Feindbilder und Gegensätze schaden nur. Mit positiven Energien läßt sich mehr bewegen: wenn wir uns den Verstand nicht verkleistern lassen und scharfes Nachdenken dem Empfinden hinzufügen, damit sich wirklich tiefe Botschaften ergeben.

Dieser Artikel wurde in das Buch „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln”, Band 2 der Reihe „Weibliche Wahlmacht” aufgenommen.

Fußnote

1 «I am, I am, I am the light …» Solche Texte sind typisch. Auch in Santa Cruz, Kalifornien, war ich bei spirituell angehauchten Leuten zu Gast, die gleich mehreren Gurus mit Lehren wie „I am” folgten. Dort stand die Nahrung in Form von Kohl in Kübeln, wurde roh (!) gegessen, was den Magen ganz fürchterlich melonenhaft blähte. Ich war daher froh, rasch wieder fort und zu verträglicher Kost zu gelangen.

Deutschland: Land schlechter Politik

Juni 3rd, 2016

Deutschland: Land schlechter Politik

Schlechte Politik hat bei uns Tradition. Es begann in der Zeit des Fernhandels, als der Religionsstreit zwischen Papst und den aufkommenden Reformationsbewegungen von uns ausgefochten wurde. Die Religionsfreiheit kostete einen Bauernkrieg, einen Dreißigjährigen Krieg, die Verarmung und Entvölkerung des Landes. Die Bevölkerung war 1648 um mindestens ein Drittel bis zu zwei Drittel gegenüber 1618 geschrumpft1, das Land zersplittert, von Heeren geplündert und verarmt. Während andere Länder auf See durch Welthandel reich wurden und sich der moderne Staat ausbildete, war das Land bei uns durch Armut, Zollschranken und Zersplitterung gelähmt. Aus jener Epoche stammt die verächtliche Bezeichnung „Krautjunker”.

Nach Überwindung des Problems gab es eine kurze Blütezeit. Wissenschaft, Technik, Wohlstand und Philosophie machten rasche Fortschritte. Doch schon die Erben Bismarcks verdrehten dessen Wahlspruch „Diplomatie ist die Kunst, das mögliche zu tun” in ein „Politik als die Kunst, das unmögliche zu wagen”. Sie wollten schneidiger sein als der „eiserne Kanzler”. Diese Schrift des Reichskanzlers Wilhelms II erschien 1913. Ein Jahr später schon endete diese Kunst des Unmöglichen in der Katastrophe: Deutschland war aufgrund schlechter Politik eingekreist. Terroristen ermordeten den Thronfolger Österreich-Ungarns, und dessen Reaktion im Stile heutiger US-Politik löste einen Weltkrieg aus, der unmöglich zu gewinnen war. Die Kunst des Unmöglichen endete im Fiasko.

Nach dem Krieg waren alle bürgerlichen Parteien besorgt um die ungerechten Verträge und Belastungen. Auch der damaligen SPD waren die aus ihrer damaligen Heimat Vertriebenen oder von repressiver Politik Verscheuchten nicht egal. Um die vor dem ersten Weltkrieg deutschen Gebiete zu nationalisieren, setzten sowohl das ehemalige Königreich Polen wie auch die damalige Tschechei eine rücksichtlos nationalistische Politik ein, die übrigens zur Vorlage und Inspiration für das Desaster bei uns wurde. Einige empörten sich über die Verdrängung, um später den Spieß umzudrehen und ihrerseits andere zu verdrängen, noch gründlicher und noch grausamer.

Nach der Katastrophe der Diktatur und des Zweiten Weltkriegs gab es eine gewisse Stabilisierung. Adenauer wurde nachgesagt, sich mit Ölsardinen die notwendige Trinkfestigkeit verschafft zu haben für ein Treffen mit Sowjetdiplomaten. In vorgerückt trunkener Stimmung erwirkte er dann die Rückkehr verbliebener deutscher Kriegsgefangener aus Sibirien. Das erbrachte von wohl über hunderttausend, die nach Sibirien einst gebracht worden waren, allerdings nur einige tausend überlebende Heimkehrer.

Danach begann eine Politik vermeintlicher Sachzwänge. Die Wiedereinführung von Militär und Wehrpflicht 1956 erfolgte gegen den Willen der damaligen Mehrheit. Die politische Absicht war, die BRD fest im Bündnis der Westmächte einzubinden. Diese Methode, aus vermeintlich zwingenden politischen Absichten und Sachzwängen heraus Entscheidungen gegen eine Mehrheit der Wähler durchzusetzen, was das Prinzip Demokratie ad absurdum führt, verselbständigte sich später zur Grundlinie deutscher Politik.

1969 begann eine rückgratlose Politik, bei der Vertriebene und Flüchtlinge beider Weltkriege übergangen, Kritiker von (damals vor allem linker) Presse hämisch verspottet und moralisch vorverurteilt wurden. Die EU wurden zum neuen Mantra und Heiligtum deutscher Politik. Im Grunde passiert heute ähnliches mit der Gesamtbevölkerung und dem verbliebenen Staatsgebiet. Nur die Themen haben gewechselt: die Folgen sind heute dramatischer.

Für die EU wurde die Mark geopfert, Länder wie Griechenland in die Währungsunion gewunken, obwohl klar war, daß dieses Land sogar mit geschönten Statistiken die Bedingungen nicht erfüllte. Eine lange Serie von Finanzierungen einer Pleite folgte. Insolvenzverschleppung ist eine Straftat für alle Menschen außer Politikern. Denn das Geld, das in eine verschleppte Insolvenz gesteckt wird, ist futsch, ohne jeden Nutzen. Ein mindestens zeitweiliger Ausstieg aus der Währungsunion, wie ihn Schäuble wollte, wäre sehr viel billiger gekommen. Doch Merkel setzte sich durch, mit schlechter Politik. Heute geht es nur noch darum, die Pleite bis nach der nächsten Bundestagswahl zu verschleppen.2

Die EU hat nicht nur ohne Legitimation durch Wahlen Kommissaren gestattet, alle beteiligten Länder bürokratisch zu maßregeln. Der Wahnsinn hat viele Formen und Blüten. Das Kettensägemassaker an alten Obstsorten und das Verbot der Vielfalt alter Gemüsesorten ist nur ein winziger Ausschnitt irrsinniger Bürokratie.

Einst waren uns Äpfel eine der wichtigsten Vitaminquellen im Winter. In Skandinavien gab es Lakka (Finnland) oder Moltebeeren, die sehr Vitamin-C-haltig sind. Auch unsere helle Haut ist eine Anpassung an Vitaminmangel im Winter, denn so kann die Haut im Sonnenlicht eines der nötigen Vitamine herstellen. In alter Zeit gab es weder Kraftfahrzeuge, um Südfrüchte im Winter herbeizufahren, noch Kühlschränke oder heutige Konservierungsmethoden. Außer Sauerkraut im Süden, das vergoren haltbar wurde, und Grünkohl im Norden, der im Frost geerntet wurde, waren es vor allem die haltbaren Winteräpfel, die das Überleben ohne Skorbut im Winter ermöglichten. Die Bedeutung des Apfels wird schon von germanischer Mythologie bezeugt: Die Äpfel der Iduna verliehen den Göttern kurzfristig Unsterblichkeit, doch mußten sie regelmäßig davon essen. Genauso benötigten unsere Vorfahren regelmäßig Äpfel. Wohl auch deshalb gab es bei uns ungewöhnlich viele Apfelsorten. Bücher des 19. Jahrhunderts belegen 6000 heimische Apfelsorten, die meist in Streuobstgürteln rund um Ortschaften hochstämmig wuchsen, bevor sich die Äcker der Bauern anschlossen.

Nun kam die EU-Brüokratie mit ihren Stillegungsprämien. Du kannst dem Baum nicht befehlen, bitte keine Früchte zu tragen, um die Stillegungsprämie zu kassieren. Deshalb beschloß die demokratisch nicht gewählte und nicht legitimierte EU-Bürokratie, die Bäume müßte gefällt werden, um ein Anrecht auf die Prämie zu haben. Daraufhin zogen Bauern mit der Kettensäge aus. Sie fällten nicht die wenigen Dutzend Normsorten, für die jedes Jahr Lizenzen fällig sind, damit sie verkauft werden dürfen, denn die Normsorten sind bißfest, hart, also lagerfähig, oft geschmackloser, werden auf Zwergbäumen gezogen, die bequem erntbar sind. Diese Normsorten bringen Geld. Weniger profitabel und unbequemer waren die Hochstammbäume auf den Streuobstwiesen, in die zu klettern nicht ganz ohne ist, deren Obst geschmackvoll, vielfältig, laut EU-Gesetz aber unverkäuflich ist. Also gab es ein prämienfinanziertes Massaker an alten Obstsorten. Binnen wenigen Jahren EU-Norm waren 3000 von 6000 deutschen Apfelsorten ausgestorben, für immer verloren.

Heute versucht die EU sich am Verbot alter Gemüsesorten, was eine ähnliche Vernichtung von Vielfalt und Tradition bedeuten könnte.

Kohl ließ sich dafür feiern, die sogenannte „Einheit” des Landes geschafft zu haben. Doch hatte er nichts getan, war nur zufällig im Amt, als es ohne sein Zutun passierte. Wie Adenauer mit der Sowjetführung, hatte auch Kohl mit Jelzin, dem damaligen Präsidenten Rußlands, ein Treffen in zunehmend alkoholisierter Runde. Doch anders als Adenauer, der trotz Promille das Versprechen abrang, die Überlebenden nach Hause zu entlassen, lehnte Kohl das von Jelzin ausgehende Angebot ab, den russischen Teil Ostpreußens gegen schlappe 60 Milliarden Mark zurückzugeben, wie inoffiziell berichtet wird. Was heute in Griechenland sinnlos verbrannt wird und verloren geht, ist ein Betrag, der etwa hundert Mal so hoch sein dürfte.

Mag sein, daß es nicht in die „geistige Landschaft” paßte. Aber Menschen, die nicht von „politisch korrekten Gefühlen” verwirrt sind, müssen erkennen, wie viel schlechter die Politik Kohls bereits war als die Adenauers. Der eine bemüht sich um sein Land und gewinnt ein wenig. Der andere bemüht sich nicht und lehnt ein großzügiges Geschenk ab. Die schuldbesoffenen Deutschen waren entstanden, die sich selbst verbieten, klar zu denken und vernünftige Politik zu machen, gehemmte Deutsche voller Selbsthaß und Irrationalität, nur daß sich diese Irrationalität dieses Mal gegen sie selbst richtet statt gegen andere.

Kein anderes Volk der Erde hätte dergleichen wohl hingenommen; alle anderen hätten eine solche Regierung zum Teufel gejagt, oder gar nicht erst bekommen. Auch Japan, das ebenfalls im Zweiten Weltkrieg Schuld auf sich lud, denkt nicht daran, rückgratlose Politik zu machen.

Doch das war erst der Anfang. Als größter Nettozahler der Eu bezahlten Deutsche, darunter Vertriebene und Flüchtlinge zweier Weltkriege, und deren Nachkommen, den Aufbau der nach dem Mauerfall desolaten Wirtschaft und Infrastruktur in den Vertreibungsgebieten, zu Gunsten der Vertreiber und deren Nachkommen. Auch das ist eine historisch bemerkenswerte, wohl weltweit einmalige Groteske, im Namen der EU, die als Allheilmittel galt, nun im Zuge der Flüchtlingskrise aber vor einem Möglichen Zusammenbruch steht.

All das ist schlechte Politik. Nicht der Verfasser dieser Argumentation ist verdreht, sondern unsere Politik. Daß solche Argumente heute anstößig klingen, macht sie nicht weniger gültig, sondern sagt mehr über die Verirrung unserer Mentalität und Wahrnehmung aus.

In der Finanzkrise wurden Banken gerettet, die danach lustig weiter spekulierten, als sei nicht gewesen. Die meisten Spekulanten behielten Job, Bonusse und Vorgehensweise. Die finanzielle Last, eine ungeheure Summe, die mit Zins und Zinseszins binnen weniger Generationen zum Staatsbankrott führen kann, oder schlimmer noch, zum kollektiven Bankrott aller wichtigen westlichen Staaten, wurde dem Bürger aufgelastet. Für Politiker ist der Staat zunehmend zum Selbstbedienungsladen ohne Kasse geworden. Während immer mehr prekäre Löhne gezahlt werden, heben Politiker kräftig ihre Diäten an. Das ist wie Bonus und Gehaltssteigerung für Unternehmenslenker, die Gehälter drücken und entlassen.

Frau Merkel machte die Radikalfeministin Alice Schwarzer, die unter anderem das Männervernichtungspamphlet Valerie Solanas in den grünen Klee lobte, ohne sich inhaltlich zu distanzieren, zur anerkannten Person. Sie erhielt sogar „Bundesverdienstkreuze”, ein Grund, solch eine „Auszeichnung” als beleidigend abzulehnen.

Die Massenimmigration ist eine weitere Stufe schlechter Politik. Mit gleicher Häme wie ab 1969 Vertriebene und eigene Flüchtlinge behandelt und über den Löffel barbiert wurden, werden heute die einheimische Bevölkerung und Kritiker der Massenimmigration behandelt. Männer traf solche Häme damals wie heute.

Die Regierung hatte gemäß einem gestrigen Zeitungsbericht Grenzschließung bereits beschlossen, als Frau Merkel diese durch eine Umformulierung des Beschlusses kippte. Seit vielen Jahren werden laut offiziellen Schriften der BRD Einwanderer angeworben, um den demographischen Schwund auszugleichen. Dieser Schwund aufgrund zu niedriger Geburtenrate hat zwei Ursachen, die auf den gleiche Ideologie zurückgehen: Frauen wurden der Mutterschaft abspenstig gemacht und der Wirtschaft voll zugänglich gemacht, die davon gleich mehrfach profitierte: doppelt so viele Arbeitskräfte – zufällig verdienen nun zwei Personen, Mann und Frau, heute zusammen genauso viel wie früher ein Familienernährer allein. Eine Vielzahl neuer Berufe entstand durch die Kommerzialisierung von Kindererziehung, Pflege und allem, was einst weiblich war und jenseits des Kommerzes, der nun alle Bereiche des Lebens durchdringt.

Zweitens wurden Männer dermaßen entrechtet, daß Vaterschaft oder auch nur Ehe oder Beziehung zur Zahlungsfalle wurden, lebenslange finanzielle Versklavung bedeuten kann. Daher sind trotz des biologischen Imperativs der Fortpflanzung immer weniger Männer bereit, Kinder zu zeugen, weil sie danach wie eine Weihnachtsgans gerupft und zum Zahlknecht degradiert werden können.

Eine zunehmende Zahl von Männern versuchte, durch einen Zeugungs- oder sogar Liebesstreik der Entrechtung zu entgehen und dies als letztes verbliebenes Druckmittel einzusetzen. MGTOW ist eine Bewegung, die das versucht. Durch das Fluten des Landes mit einer Millionenimmigration überwiegend junger Männer hat unsere regierende Feministin auch die letzte Möglichkeit von Männer zerstört, sich gegen die feministische Dominanz zu wehren. Denn nun gibt es einen krassen Männerüberschuß im Land. Ab 2020 soll es laut offiziellen Prognosen mehr junge männliche Einwanderer geben als einheimische junge Männer. Die wenigen eingewanderten Frauen sind überwiegend Muslima, die für Nichtmuslime nicht zur Verfügung stehen.

Unser Staat sorgt aber dafür, daß unsere Frauen den Einwanderern zur Verfügung stehen. Es wird den Immigranten, abgesehen von dem vielen Geld, das sie erhalten, mehr als unsere eigenen Bedürftigen – auf Kosten der Bevölkerung, die noch länger bis 70 (?) arbeiten soll, um die Kosten der Masseneinwanderung zu tragen – auch in Kursen beigebracht, wie sie erfolgreich mit einheimischen Frauen flirten können, damit sie einvernehmlichen Sex haben statt zu vergewaltigen.

Bei einem Geschlechterverhältnis von schlimmstenfalls bald zwei jungen Männern auf eine Frau sind die weniger aggressiven, weniger durchsetzungsstarken, vom Feminismus entmännlichten einheimischen Männer massiver Verdrängung ausgesetzt. Frauen sind nicht etwa „Opfer”, wie Medien uns mit einigen Vergewaltigungen weismachen, sondern Gewinner, denn sie haben jetzt eine riesige Auswahl von Männern, unter denen sie auswählen können. Junge Männer aber sind fast chancenlos. Die demographische Katastrophe ist für sie schlimmer als jemals in der uns bekannten Geschichte. Junge einheimische Männer sollten uns leidtun. Doch wir sind unfähig dazu, für sie Empathie und Mitgefühl zu empfinden. Selektiv gilt unser Gefühl nur einer Seite, oftmals der falschen. Männliche Hauptopfer nehmen wir nicht einmal wahr. (Die von uns wegen Bevölkerungsrückgang und der Industrie fehlenden Fachkräften angeworbene Masseneinwanderung reißt auch Migrantenfamilien auseinander: Frauen und Kinder bleiben im Krisengebiet; die Männer kommen zu uns. Das schafft den ausländischen Familien Probleme, uns aber noch ärgere Probleme.)

Bei der Vereinigung zweier Teilstaaten (BRD und DDR) war Gorbatschoff das Versprechen gegeben worden, die NATO keinesfalls ostwärts auszudehnen. Dieses Versprechen wurde gründlich gebrochen; immer mehr Nachbarstaaten Rußlands bot die USA Mitgliedschaft an. Daß dergleichen gefährlich und inakzeptabel ist, müßten gerade die USA wissen, die sich in der Kubakrise von 1962 mit hohen Risiken – dem eines Atomskriegs – gegen sowjetische Waffen in Kuba wehrten. Doch NATO-Waffen sind heute viel näher an Rußlands Grenzen. Hier den nibelungentreuen Bündnisgenossen zu spielen und somit einen Konflikt anzuheizen, der für uns nachteilig ist, einen Konflikt zwischen USA und Rußland, der auf unserem Boden (vielleicht atomar) ausgefochten werden könnte, ist eine riesige politische Torheit in einer endlosen Serie von Torheiten seit 1969. Doch ist sie bemerkenswert, weil sie gefährlich ist. Ein Austritt aus der NATO und Heimsendung fremder Truppen wären empfehlenswert.

Schlechte Politik, verrannte Ideologie und Medien, die uns verwirren, indem sie belanglose falsche Themen breitwälzen, wesentliche Themen aber totschweigen: Das ist die BRD heute.

Dieser Artikel wird wohl in Band 2 der Reihe „Flaschenpost in die Zukunft” eingefügt.

 

Fußnoten

1 «In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung.» (https://de.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg)

2 «Nach der Wahl zahlen die Deutschen die Griechenland-Zeche

In der langen Serie fauler Griechenland-Kompromisse hat man sich auf ein neues faules Ei eingelassen. Griechenland bekommt eine weitere Finanz-Tranche von 10,3 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfspaket und wird bis zum Herbst weiter über Wasser gehalten.

Doch diesmal liegt neben dem faulen Dauer-Rettungs-Ei noch ein zweites dickes Ding. Um den IWF an Bord der fragwürdigen „Rettungspolitik“ zu halten, hat die Bundesregierung diesmal einem gewaltigen Schuldenschnitt (im diplomateneuropäisch heißt das „Wiederherstellung der griechischen Schuldentragfähigkeit“) zugestimmt. … Jetzt wird nurmehr auf Zeit gespielt. Der Kompromiss mit dem IWF sieht vor, dass der Schuldenschnitt im Jahr 2018 kommen soll. Das Kalkül der Bundesregierung – damit wird das Thema aus dem Bundestagswahlkampf 2017 herausgehalten.» (http://www.achgut.com/artikel/nach_der_wahl_zahlen_die_deutschen_die_griechenland_zeche)

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge, Teil 4: Zensurformen der feministischen Ära

Mai 25th, 2016

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge

Teil 4: Zensurformen der feministischen Ära

Feministische Zensur tritt in vielen Formen auf. Vorab eine Bemerkung zum Begriff. In klassischer Zeit wurde unter „Zensur” verstanden, wenn ein Buch verboten wurde. Heute gibt es eine Vielzahl von Methoden, die bei gleicher Wirkung weniger auffallen und es verdienen, mit dem gleichen Begriff bezeichnet zu werden. Kein Staatssystem, auch keine Diktatur wird heute so dumm sein, auf offen sichtbare Verbote zu setzen, wodurch die Aufmerksamkeit auf das Verbotene gelenkt würde und dieses eine große Bekanntheit erhielte.

So wurde ein Musikstück verboten, weil es von einem Flugzeugabsturz handelte, zufällig aber gerade einer passierte. Das war eine der sinnlosen Gesten und Verbote, mit denen sich heute vorgeschriebenes Gutmeinen austobt. Damals kommentierte ein Radiomoderator, das Lied habe das Glück gehabt, schon vor der Verbotsankündigung seine Qualität zu beweisen, sei nicht erst danach zum Spitzenplatz der Hitparade aufgerückt.

Deshalb funktioniert Zensur heutzutage geschickter, denn ein klassisches Verbot wäre aus Sicht der Zensoren und Unterdrücker kontraproduktiv. Bereits in Kindertagesstätten und Kindergärten werden kleine, wehrlose Kinder mit staatlicher Förderung gegendert, werden ihnen natürliche Reaktionen als unerwünscht ausgetrieben, lernen sie, daß natürliches, geschlechtsspezifisches Verhalten bestraft wird, oder auf Unverständnis und Mißliebe der Erzieherinnen und Respektpersonen stößt, ebenso alle Ansätze einer Entwicklung natürlicher Bezüge und Ergänzung zwischen den Geschlechtern.

Massive Indoktrination in Schule und an Universitäten schließen sich an, wo so gut wie alle Fächer von feministischer Ideologie verseucht sind. So wird bereits im Vorfeld verhindert, daß ungenehme Gedanken und Wahrnehmungen überhaupt entstehen können. Dergleichen wird von uns selbst innerlich unterdrückt in vorauseilendem Gehorsam. Erst wenn all das versagt hat, treten anfangs subtile Mechanismen in Kraft, die uns Schuldgefühle machen, nichtfeministische, natürliche Wahrnehmung, Gefühle und Gedanken so verächtlich machen, daß jeder spürt, wie kraß fehl es in diesem System sei. Allein zum Selbstschutz werden fast alle darauf verzichten.

Zieht psychologische Unterdrückung nicht mehr, folgt Totschweigen. Allgemeine Verachtung drückt sich in Ignorieren und Verschweigen aus. So erhalten die nichtfeministischen Gedanken keinerlei Prominenz. Erst wenn das nichts nützte, weil sie Aufmerksamkeit erlangten, folgt ein Rattenschwanz zunehmend scharfer Unterdrückung und persönlicher Diffamierung, wird in die Nazi-Ecke gestellt, als „Verschwörungstheorie” verunglimpft, sanktioniert, gedroht, schließlich körperlich angegriffen, werden Brandanschläge versucht, mit Morddrohungen eskaliert.

Meist jedoch bleibt jeder kritische Ansatz, der neue Gedanken, Beweise und Argumente liefert, in der unscheinbarsten und daher für die Zensorinnen ungefährlichsten Phase stecken: Der Phase des Verschweigens. Es wird einfach so getan, als seien die Gedanken belanglos und verdienten keinerlei Berichterstattung. Der Nachweis das Gegenteils ist unmöglich, was dieses Verfahren zur idealen und bevorzugten Methode macht.

Daher ist der von Populisten gerne erhobene Vorwurf einer „Lügenpresse”, der durchaus auf konkrete Erfahrung jener zurückgeht, die gegen das feministische und auch politisch verrannte, nicht mehr demokratisch funktionierende System protestieren, zwar im Kern richtig, aber ungeschickt formuliert. Denn die Presse ist in westlichen Ländern nicht so dumm, wissentlich zu lügen, was zu auffällig wäre. Vermutlich besteht auch die Absicht nicht. Was geschieht ist jedoch oberflächliche und meinungsgesteuerte, also tendenziöse Berichterstattung.

Alles, was unbequem ist, wird einfach verschwiegen, ausgefiltert, ignoriert, als „unwichtig” und „unwesentlich” eingestuft. Protestiert jemand, gilt er als Ehrgeizling, der nur seinen persönlichen Frust ablasse, übergangen zu werden; daß tatsächlich wichtige Fakten unterschlagen werden, kann er mangels öffentlichem Gehör nicht nachweisen.

Außerdem wird mit moralischer Entrüstung, erhobenem Zeigefinger, und der vollen Überzeugung, sich dadurch als guter Mensch zu beweisen, die Wahrheit verdreht, für „gut” erklärte Ideologie zur Richtschnur der Wahrnehmung und Deutung. Wutjournalisten machen alles nieder, was nicht ihrer Gesinnung entspricht. Die Wirkung ähnelt zwar einer Lüge; dennoch ist das Wort unangebracht. Die Desinformation beruht eher darauf, entscheidende Fakten auszufiltern und zu ignorieren, um unwichtige, aber ideologisch passende Randinformationen aufzubauschen. Bereits die Auswahl von Themen, über die berichtet wird, ist völlig verfehlt. Doch läßt sich weder Lüge noch Fehler so leicht nachweisen, solange man nicht dem Bewußtsein der Verdreher entronnen ist. So funktioniert das feministische System wirklich.

Aus diesem Grund gab es bisher auch kaum brauchbare Beweise für Zensur. Viel wurde davon geredet, viele fühlten sich unterdrückt. Doch die Nachweise blieben mager und auf Einzelfälle beschränkt. Den Durchbruch zum umfassenden Beweis systematischer Zensur erzielte ich bereits vor 30 Jahren mit meiner Sammlung Zensurbelege. Nur sehr selten, wenn die spontane Wut von Empörten den Verstand ausschaltet, kommen statt keiner Antwort oder Formabsagen verräterische Schnellantworten zurück, die ihre VerfasserInnen hinterher sicherlich meist bereut haben. Doch bei einer hohen Zahl von Absagen reichte das Material zum Beweis. Hiermit lege ich es vor.

Weil Verschweigen Hauptmethode der Unterdrückung und modernen Zensur ist, besteht ein besonders großes Problem im Desinteresse auch „alternativer”, „wertkonservativer” oder „männerrechtlicher” Medien. Diese Gegenmedien verschweigen ihnen nicht verständliche oder ungewohnte neue Argumente manchmal genauso wie die etablierten Gesinnungsmedien. So hat ausgerechnet „Nicht-Feminist”, mit denen ich früher zusammengearbeitet habe, nicht nur meine Zensurbeweise aus einer Serie von Gründen abgelehnt. Immer wenn ich auf den vorigen Grund geantwortet und ihn entkräftet hatte, zum Umschreiben bereit war, um ihren Vorstellungen zu entsprechen, wurde der nächste Grund aus der Wundertüte gezogen. Zensurbeweise sind meine Lebensader. Zensurbeweise zu zensieren disqualifiziert. Dieses Ignorieren und Nichtveröffentlichen weitete sich dann auf eine Fülle von Themen aus; seit zwei Monaten kam kein Artikel mehr durch.

Brecht die Zensurmauer des Totschweigens, lest meine Bücher, besprecht sie im Internet, verlinkt meinen Blog!

Frauen, Männer und Opferrolle

Mai 23rd, 2016

Frauen, Männer und Opferrolle

Män­ner leh­nen mei­ne Sicht nicht nur des­we­gen meist ab, weil ich mit den weib­li­chen An­sprü­chen an Män­ner auch die männ­li­che Hie­rar­chie un­ter­lau­fe, was hef­ti­ge Ab­wehr­re­ak­ti­o­nen her­vor­ruft. Sie fürch­ten auch, ich wol­le sie an­stel­le von Frau­en in ei­ne „Op­fer­rol­le” be­för­dern.

Weit ge­fehlt! Um­ge­kehrt! Män­ner be­fin­den sich in ei­ner Op­fer­rol­le, wo­ge­gen Fe­mi­ni­stin­nen sie sich zu Un­recht an­ma­ßen, ob­wohl sie do­mi­nant und be­vor­zugt sind und bei­des aus­bau­en. Män­ner und Ge­sell­schaft müs­sen die Wahr­heit er­ken­nen, weil die fak­ti­sche männ­li­che Op­fer­rol­le nur auf die­se Wei­se be­ën­det wer­den kann. Mei­ne Bü­cher sol­len und kön­nen hel­fen, Män­ner aus die­ser Op­fer­rol­le her­aus­zu­ho­len.

Nie­mand weiß bis­her, auch Wis­sen­schaft­ler nicht, war­um Frau­en so ent­schei­den, was Be­weg­grün­de und An­trieb im ein­zel­nen ist. Doch all die stän­di­gen Be­schul­di­gun­gen seit Jahr­zehn­ten, die im­mer ver­such­ten, sol­che Pro­ble­me den be­trof­fe­nen Män­nern auf­zu­hal­sen und an­zu­la­sten, wa­ren falsch, ab­so­lut falsch. Es liegt nicht an den dis­kri­mi­nierten Män­nern, nicht an mir. Auch wenn al­le Män­ner tun, was Frau­en von ih­nen ver­lan­gen, wer­den ge­nau­so vie­le Män­ner dis­kri­mi­niert und aus­ge­schlos­sen. Al­le Be­mü­hun­gen, es Frau­en recht zu ma­chen und ih­re An­for­de­run­gen zu er­fül­len, er­hö­hen nur die Meß­lat­te.

Nicht die Män­ner, die den un­er­find­li­chen und un­ge­nann­ten An­for­de­run­gen nicht ge­nü­gen, sind das Pro­blem, son­dern die ein­sei­tig weib­li­che Se­lek­ti­ons­macht selbst. Wä­ren al­le Män­ner su­per­reich, ele­gant, er­fah­ren, wun­der­schön und mo­disch, gä­be es un­ter ih­nen ge­nau­so vie­le Ver­lie­rer, die kei­ne Frau will, wie heu­te. Die Zahl der Ver­lie­rer wird nie­mals da­durch ver­rin­gert, daß Män­ner Ver­ren­kun­gen ma­chen vor lau­ter Be­mü­hen, sich ab­rackern, schuf­ten und pla­gen. Der Me­cha­nis­mus der Se­lek­ti­on frißt männ­li­che Op­fer. Es ist der Me­cha­nis­mus, der für Op­fer sorgt. Die üb­li­che Op­fer­ver­höh­nung ist ei­ne Fort­set­zung der Ge­mein­heit mit an­de­ren Mit­teln.

Dies waren kürzlich ergänzte Auszüge aus dem seit dreißig Jahren unverlegten Buch „Anmache” der Reihe „Weibliche Wahlmacht” oder „Die Wahlmacht der Frau”. Inhaltlich drücken sie etwas aus, das ich bereits damals vertreten habe.

Rezension Imeneo, Operetta von Georg Friedrich Händel

Mai 16th, 2016

Nochmal etwas „unpolitisches”.

Rezension Imeneo, Operetta von Georg Friedrich Händel

Hymenaios, auf italienisch Imeneo, ist ein griechischer Göttername, von dem die Wörter Hymen und Hymne abstammen. Hören wir eine Hymne über Hymenaios und Hymen.

Hän­dels Me­lo­di­en ha­ben ei­nen mit­rei­ßen­den Schwung; Ari­en zie­hen das Be­wußt­sein in ein­fa­chen, aber packen­den Me­lo­die­bö­gen, dem Träl­lern von Nach­ti­gal­len und Hel­den in ei­nen Strom der Mu­sik. Wer sich trei­ben läßt, er­lebt ei­nen be­zau­bern­den Ein­blick in ei­ne an­de­re Epo­che. Die au­then­ti­sche Auf­füh­rung des Ime­neo bei den Hän­del­fest­spie­len will von ba­rocken Ge­sten, Tanz­ein­la­gen bis zur Ker­zen­be­leuch­tung der Auf­füh­rungs­pra­xis ei­ner fer­nen Epo­che na­he­kom­men.

Wie eine junge Frauenstimme mit weiblichem Schmelz unverstärkt einen Raum füllt, Ohren lauschen und Augen blicken läßt, getragen von Händels Musik in den Raum strahlt, worauf der Fokus zu anderen Darstellern wechselt, die den Raum genauso füllen und die Aufmerksamkeit an sich ziehen in einem kunstvollen Wechselspiel, ist interessant zu erleben. Womöglich kann es als musikalischer Ausdruck des Tauschsystems traditioneller Kultur gedeutet werden. Jeder spielt seine Rolle und wartet auf seinen punktgenauen Einsatz. Wer zur falschen Zeit sänge, würde die Aufführung zerstören. Musik entsteht nicht durch hemmungslosen Individualismus, sondern durch Zusammenspiel vieler Musiker zu einem Gesamtkunstwerk. Würde einer sagen, „Ich habe keine Lust, F zu singen, ich singe lieber Fis”, wäre der Spaß vorbei.

Auch die Handzeichen und Bewegungen sind abgestimmt. Damit eine Person ihre Aussage treffen kann, treten die anderen zurück und machen unterstützende Hintergrundgesten, um danach zu wechseln und anderen ihren Auftritt zu ermöglichen.

Solche zeremoniellen Auftritte mit Musik und sprechenden Händen erinnern an Opern anderer Hochkulturen: Pekingoper, Handgesten im indischen Ramayana und anderen hinduistischen Epen Indiens, Indonesiens und Indochinas. Es scheint ein gemeinsamer Zug dieser Hochkulturen zu sein, der nur anders ausgeprägt war. Heute mag Barocksymbolik uns fast so fremd erscheinen wie entsprechende musiktänzerische Künste des Hinduismus oder Chinas. Doch Musik, Ausdruck und Lyrik überbrücken die Zeit und ziehen uns hinein, wenn wir uns darauf einlassen. Denn unterschwellig ist uns manches vertraut.

Die Werkeinführung erwähnte die Ergänzung der Geschlechter, die von der Ehe vermittelt werde. (Das ist zuwenig: In einer Kultur muß die Ergänzung alle umfassen, nicht nur ein Paar, damit sie funktionieren kann.)

Eindrucksvoll sind Stimmen und Charaktere, die mit Schauspiel und ihrer Stimme unverstärkt den Raum füllen, junge Frauen, deren Nachtigallenstimmen bis in die Ränge wohllautend durchdringen, Männer mit ebenso markanten Baßstimmen. Von einzeln hingesetzten Tönen bis zum Geschmetter oder Nachtigallenträllern bieten sie musikalisch und schauspielerisch eine weite Bandbreite dar.

Laut Werkeinführung (künftig in Anführungszeichen „” zitiert) sind die Kastratenstimmen feinfühliger und komplexer als die Baßstimme komponiert. Damit haben wir auch schon ein weiteres Problem: Einige Jungen mußten sich früher kastrieren lassen, um solche Partien später singen zu können. An solche Grausamkeit erinnern sich wenige, denn wir nehmen nur Frauen als Opfer war, selbst wenn sie bevorzugt sind. Das Publikum jener Zeit erwartete Heldentenöre, die oft von Kastraten gesungen werden mußten, und die Rolle des jungen Liebhabers einnahmen.1

Damit ist sogar die Zeit des Barock, vor der neuerlichen Welle von Misandrie und Rollenverwirrung, die Sattelzeit, französische Revolution und Nationalstaat mit sich brachten, kein Rettungsanker gegen Genderei und feministische Rollenverwirrung. Denn diese gab es bereits im Barock. Junge Mädchen schwärmten für Heldentenöre und Kastraten, wogegen die Baßstimmen laut Werkeinführung bei den Händelfestspielen nicht nur gröber komponiert waren, sondern auch zu oft negativ besetzten Rollen („Schurken und Väter”) gehörten, jedenfalls Nebenrollen, fast nie zu der des Liebhabers. Auch in Imeneo ist die „differenziertere und anmutigere” Rolle des eigentlichen Geliebten für einen Kastraten geschrieben, die plumpere Rolle als Baß. Ursprünglich sollte der Gott und Bräutigam von einem Tenor gesungen werden, wie in der Epoche und allen anderen Opern Händels. Nur aufgrund eines Zufalls, daß gerade kein Tenor, wohl aber ein Baß vorhanden war, wurde die Oper für die Aufführung umgeschrieben.

Darin drückt sich bereits eine negative Wertung der männlich tieferen Stimme, des Basses, in der Barockzeit aus. Er steht für Nebenrollen und eher für Schurken – und für Väter, die somit nebenbei auch zweifach abgewertet sind (als „Nebenrolle” und möglicher „Schurke”). Daß Mädchen und junge Frauen für Kastraten schwärmen, oder Helden, die mit viel Stimmkunst wie Kastraten singen, spricht für sich: Männlichkeit wurde sogar beim Verlieben auf Barockbühnen schon negativ besetzt.

Weibische Bühnendarstellungen von Männern gab es schon im Barock und waren anscheinend der Schwarm von Frauen. Bereits damals lief etwas verkehrt. Es geht schon in die Richtung eines Michael Jackson, der seiner Schwester zunehmend mehr ähnelte, von dem viele sagen, er habe seine Kinder nicht selbst gezeugt, und der ohne seine Berühmtheit wegen unaussprechlichen Vorfällen mit kleinen Jungen wohl im Gefängnis gelandet wäre.

Die Kastratenstimmen bieten ein weiteres Problem. Da es wenige Männer gibt, die sie mit kunstvoll geübten und etwas bemüht klingenden Falsettstimmen hinbekommen, singen heute häufig Frauen die Rolle des männlichen Verehrers und Heldentenors. In Zeiten genderfluider Ideologie ist das nicht gerade die Rettung in gesündere Verhältnisse.

Es ließe sich einwenden, daß auch die Zeit Shakespeares zwischen Renaissance und Frühbarock offensichtlich keinen Ausweg bietet: Man denke an den Mittsommernachtstraum, der intensiv mit „Junge verkleidet sich als Mädchen, das sich als Junge verkleidet” die Rollenspiegelung sogar spielerisch auf die Spitze treibt, freilich nur als Theaterspiel, nicht in ideologischer Absicht. Ich mag rennen so schnell und weit ich kann; überall heißt es „Ick bin schon da” wie in der Fabel vom Igel und Hasen.

Doch sogar in die authentischste Aufführung mischt sich allgegenwärtige Genderei: von Piratinnen und Schwertkämpferinnen bis zu männlichen Schönlingen, die in Tanzeinlagen durch diese Inszenierung als androgyne, weibische Tänzer schweben. Musikalisch ist diese Ergänzung hervorragend gelungen. Daß ein stärker als Mann verkleideter Pirat eine weniger männlich verkleidete Frau in den Po kneift, könnte als gender-feministische Einlage gewertet werden, die einmal die Geschlechterrollen verwirrt, weil Frauen Männerrollen spielen, um dann in der Männerrolle in einer deftigen Weise ‚weiblich’ behandelt zu werden, worin ein unterschwelliger Seitenhieb gesehen werden kann. Allerdings gab es ein Spiel mit Rollen bereits im Mittsommernachtstraum Shakespeares aus der Übergangszeit von Renaissance zu Barock, vertont als Oper von Purcell im Frühbarock.

Imeneo handelt von weiblicher Wahl. Die Frau muß sich zwischen zwei Verehrern entscheiden. Dabei wird gleichzeitig die Wahl zwischen Liebesheirat und Vernunftehe getroffen, zu der ihr geraten wird. In der Händeloper fällt ihre Entscheidung noch für die Vernunftehe. Heute gibt es weder Vernunft noch echte Liebe mehr. Vernunft wurde ideologisiert, und Liebe zur egoistischen Anforderung.

Dies war ein Auszug aus meinem bislang unverlegten Buch „Anmache”; Band 2 der Reihe „Weibliche Wahlmacht”.

Fußnote

1 Insofern bestätigt dieses Liebesduett die Idee der Besetzung der Liebhaberrollen mit hohen Stimmen, in alter, wie in neuer Zeit.[11]

11: Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 165 ff. (https://de.wikipedia.org/wiki/Imeneo)

 

Rezension: Johann Sebastian Bach

Mai 1st, 2016

Heute einmal etwas „unpolitisches” zur Unterhaltung:

Rezension: Johann Sebastian Bach

Geschmack ist vielfältig und wandelbar. Heutige Vielfalt von Stilrichtungen ist enorm. Dabei gibt es einen Höhepunkt, bei dem zwar nicht alle, aber viele Kenner übereinstimmen. Betrachten wir die Geschichte abendländischer Musik. Die Vorgeschichte liegt im Dunkeln mit spärlichen Überlieferungen. Einst wurden Sagen vorgesungen und mit Instrumenten begleitet. Von vorchristlicher religiöser Musik wissen wir noch weniger. Wir können von Ähnlichkeiten mit ethnischer Musik ausgehen, die wir aus anderen Weltteilen kennen.

Typisch für solche Musik ist folgendes: Oft baut sie auf Rhythmik und einstimmigem Gesang oder einstimmigen Melodien.

Das Christentum brachte einen Bruch mit früherer Kultur, nicht nur beim Glauben, sondern auch in der Musik. Prägend wurde Musik wie gregorianische Choräle.

Diese Musik zeichnete sich, vereinfacht gesagt, durch zunehmenden Verzicht auf Schlagzeug und Rhythmik aus, die vor allem durch die Melodie entsteht, und durch weitgehende Einstimmigkeit, mit Ansätzen zu einer neuen Art von Mehrstimmigkeit.

In jener Zeit galten nur wenige Töne als Harmonien: Oktaven, Quinten und schließlich Quarten, die in dieser Reihenfolge zunehmend „anstrengender” klangen. Dies lag auch daran, daß es die heutige „wohltemperierte” Stimmung von Musikinstrumenten noch nicht gab.

Musikinstrumente waren in einer Tonart gestimmt. Der Ton stand dann ruhig, ohne Schwebungen. Doch schon die Terz klang schräg und galt als Disharmonie.

«Eine Folge von reinen großen Terzen (Frequenzverhältnis 5:4) ist stimmtechnisch nicht in Übereinstimmung zu bringen mit einer Folge von reinen Quinten (Frequenzverhältnis 3:2). Bei der üblichen Beschränkung auf zwölf Tonstufen pro Oktave bedeutet dies, daß man Kompromisse eingehen muß: Je reiner eine bestimmte Tonart gestimmt wird, umso unreiner klingen andere Tonarten.» (https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmung_(Musik))

Schlimmer wurde es, je weiter die Tonart sich im Quintenzirkel von jener entfernte, auf die ein Instrument gestimmt war. Klang ein Stück in a-Moll wie eine Offenbarung, weil die Orgel in a-moll gestimmt war, so konnte etwa ein Stück in gis-Dur unerträglich klingen, zum Schuhe-Ausziehen.

«Die zunehmende Chromatik in der Vokalpolyphonie erweiterte den Tonvorrat endgültig auf zwölf Töne. Das Dissonanzempfinden veränderte sich. Die Terz, im Mittelalter noch als dissonant eingestuft, wurde zum Harmonieträger im entstehenden Dur-Moll-System. Unterstützt wurde dieses Dissonanzempfinden allerdings dadurch, daß die Terz in der im Mittelalter verwendeten pythagoreischen Stimmung (Frequenzverhältnis 81:64) auch aus heutiger Sicht dissonant klingt; die reine große Terz (Frequenzverhältnis 5:4) kam erst mit dem Wechsel zur reinen Stimmung in das System.» (https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmung_(Musik))

Daher war anfangs nur wenigen Intervallen erlaubt, gleichzeitig zu erklingen, weil die anderen als Disharmonie galten. Deshalb klingen viele frühe Versuche mit Polyphonie, also Mehrstimmigkeit, aus Spätmittelalter und Frührenaissance für unsere Ohren „hohl”. Allmählich wurden auch die kleine und die große Terz als Harmonie zugelassen. Als die „wohltemperierte” Stimmung erfunden wurde, klangen beide Terzen in allen Tonarten gut.

Nach der Verdrängung alter „heidnischer” Formen von Kultur und Musik entstand etwas völlig neues. Die Musik zeichnete sich durch „Kontrapunkt” aus. Das sind Regeln, wie verschiedene Melodielinien zu setzen sind, die gleichzeitig erklingen. Gleichzeitigkeit mehrerer Melodielinien ist etwas, das typisches Kennzeichen abendländischer Musiktradition wurde.

Auf im Takt betonten Noten durften nur Harmonien erklingen, alle zwischenzeitlichen Disharmonien waren aufzulösen. Nicht alle Disharmonien waren erlaubt; „schräg” klingende Töne wurden als unerträglich empfunden und widersprachen dem ursprünglichen Regelwerk, das sich im Laufe der Jahrhunderte ausbildete. Der „Tritonus” galt ursprünglich als diabolisch, hatte auf Hörer damals eine gewisse Schockwirkung.

«Gemäß den religiösen Konnotationen des „diabolus in musica” gilt im Barock das Tritonusverbot eigentlich nur noch in der Wiege und Zufluchtsstätte des stile antico: in der Kirchenmusik. Dennoch war für die allermeisten Komponisten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert der Palestrinastil Inbegriff des „reinen Satzes”, die hohe Schule der Komposition schlechthin und seine Regeln von quasi-religiöser Aura umgeben.» (Thomas Mann, Doktor Faustus, herausgeg. von Werner Röcke)

Eine weitere Regel war, daß nicht alle Stimmen gleichzeitig nach oben oder nach unten laufen durften, was auf empfindliche Hörer wie ein Wegsacken oder Wegfliegen gewirkt hätte.

Menschen früherer Zeiten haben möglicherweise sehr empfindlich auf Klänge reagiert, die sie nicht gewohnt waren. Dazu habe ich einmal eine Anekdote gehört, die erfunden sein mag, aber bezeichnend ist, also mindestens gut erfunden:

«Ein Musiker in einem Ort hatte keine Ahnung von Musik, aber Musik komponiert, bei der er zwar die meisten Regeln des Kontrapunkts beachtete, jedoch vergaß, zwischen Harmonien und Disharmonien zu unterscheiden. So liefen die Zeilen zwar „kunstvoll” gegeneinander, doch in krassen, nie gehörten Dissonanzen. Bei der ersten Aufführung waren die Leute des Nachbarorts so aufgewühlt und schockiert, daß sie den „verrückten Kapellmeister” verprügelten. Die Leute seines Ortes verteidigten ihn, woraus ein Konflikt entstand, und fast hätte es wegen seiner Musik einen lokalen Krieg zwischen beiden Orten gegeben. Womöglich habe dieser „Verrückte” moderne Musik eines späteren Jahrhunderts vorweggenommen.»

Vielleicht ist das nur eine phantastische Erfindung, doch können wir eines daraus entnehmen: Die größere Sensibilität für Harmonien, und wie zuvor als dissonant geltende Intervalle nur allmählich salonfähig wurden.

«Ab dem Barock findet sich der Tritonus mit Regelmäßigkeit. … Obwohl der Tritonus nun aufgrund seiner Bezeichnung als diabolus in musica immer häufiger eingesetzt wurde, um „teuflische oder ähnlich widrige Sachverhalte oder Affekte zu charakterisieren”, büßte er außerhalb der genannten Akkorde seine Außergewöhnlichkeit kaum ein. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nach Wagner, mit dem außergewöhnliche Akkorde, Intervalle und Dissonanzen zu quasi alltäglichen Erscheinungen wurden, verlor er allmählich seine „teuflische Qualität”.» (Sebastian Berndt, Ein Versuch über Metal und Christentum)

Bachs Werk „Das wohltemperierte Klavier” verwendet erstmals alle möglichen Dur- und Molltonarten und wäre daher unspielbar in einer älteren Stimmung als der „wohltemperierten” oder der heute gebräuchlichen „gleichen Stimmung”. In früheren Stimmungen des Instruments hätten einige der Stücke aufgrund ihrer unpassenden Tonart zu schlecht geklungen. Andererseits klingen die Tonarten in moderner Stimmung gleich, was solchen Kompositionen einen Teil ihres Reizes nimmt, die mit dem unterschiedlichen Klang von Tonarten in älteren Stimmungen spielten.

Die Regeln des Kontrapunkts gipfelten in einer Technik, die namensgebend wurde: Die Kunst der Fuge. Dabei wurde dieselbe Melodie von allen Stimmen gespielt oder gesungen, aber zu einer verschiedenen Zeit. Wir hören also verschiedene Phasen derselben Melodie gleichzeitig.

Das strenge Prinzip ist der „Kanon”. Wir alle kennen ein „Volkslied”, „Hejo, spann den Wagen an. Denn der Wind treibt Regen übers Land.” Der strenge Kanon ist jedoch für Kunstwerke untauglich, weil es fast unmöglich ist, ein kompliziertes Werk nach so strengen Regeln zu schreiben und gut klingen zu lassen. Es gibt fast keine Melodie, die für einen vielstimmigen, langen und schönen Kanon taugt.

Deshalb setzte sich statt des Kanons die Fuge durch, bei der die Stimmen sich im weiteren Verlauf unterscheiden dürfen. Im Idealfalle sind die Unterschiede eher gering ‒ hier mal einen Halbton höher, dort ein wenig dem ursprünglichen Verlauf nacherfunden.

In der barocken Musikkunst, und ganz besonders bei der reinsten und schwierigsten Form des Kontrapunkts, der Fuge, haben wir keinerlei Schlagzeug mehr, das im Frühbarock (etwa Purcell) noch ab und an einzelne, sehr einfache, für uns „langweilig” simpel klingende Rhythmen einlegen durfte bei königlicher Musik. Alles wird nunmehr durch Harmonien und Stimmführung erreicht. Es ist eine sehr intellektuelle Musik, komponiert, erdacht, und schwierig.

Der Höhepunkt dieser Blüteform abendländischer Polyphonie, des Kontrapunkts, hat einen Namen: Johann Sebastian Bach. Kein Kenner bezweifelt, daß es keinen Komponisten vor, während seiner Lebenszeit oder nach Bach gegeben hat, der dermaßen kunstvolle, lange und dabei hervorragend klingende Fugen komponieren konnte.

So schöne Einfälle die anderen großen Barockmeister hatten: Vivaldi, Händel, Telemann, keiner konnte solche Fugen und solche einen komplexen Kontrapunkt schreiben. Für mich klingen andere Barockkomponisten im direkten Vergleich „flacher”, ihre Kompositionen durchsichtiger, weil die Stimmenführung einfacher und „gröber” ist.

Ein Hauptwerk Johann Sebastian Bachs, von dem leider keine Oper überliefert ist, nennt sich „Die Kunst der Fuge”. Eine dieser Fugen kann rückwärts gespielt werden und klingt dann auch wunderbar. Sie kann gespiegelt werden ‒ jede Bewegung zu höheren Tönen geht nach unten zu tieferen, und umgekehrt. Wieder klingt die Fuge wunderbar. Spaßeshalber kann die Fuge auch gleichzeitig rückwärts und gespiegelt gespielt werden. Wieder ergibt sich ein Meisterwerk.

Bach bearbeitete auch im anbrechenden Rokoko modern werdende chromatische Melodien und Tonfolgen, die damals als „empfindsam” galten, doch brach er die Fuge rasch ab, weil er wohl merkte, in welch dem Barock fremde Harmonien das führte. Zweihundert Jahre später nahm Reger die Fackel an der Stelle wieder auf, wo der Meister sie niedergelegt hatte, schuf chromatische Sätze mit „modernen” Harmonien.

Johann Sebastian Bach hat jemand eine Intelligenz wie Einstein nachgesagt. Ich habe keine Ahnung, ob etwas daran ist, aber wundern täte es mich nicht.

Georg Friedrich Händel mag am Hofe des Königs begeistert haben. Doch wenn es Engel gäbe, würden sie wohl Bach singen. Trotz des „mathematischen” Satzes sind seine Stücke musikalisch packend. Eine Empfehlung: „Schweig, schweig, aufgetürmtes Meer!” Die Arie ist lautmalerisch und packend, obwohl die Musikstimmen kunstvoller selbständig laufen als bei anderen.

Nach Bach war das Barockzeitalter beendet. Vom Gipfel des Kontrapunkts bewegte sich die Musik nun wieder hinab. Die strengen Formen lösten sich auf. Bereits die nächste Epoche, die Klassik, experimentierte mit vielen neuen Effekten. Wo in der Fuge selbständige Stimmen liefen, gab es nunmehr begleitende Stimmen, Wiederholungen. Andererseits wurde immer mehr möglich: Freier Fluß der Ideen, die nur der Intuition folgen, aber nicht den einst genauen Regeln. Immer mehr Intervalle wurden als akzeptabel empfunden.

Die Art der Komplexität von Musik änderte sich. Für Bach war die bereits aufkommende Frühmoderne „keine Kunst”, weil sie die Komplexität seines reinen Kontrapunkts aufgab. Aus Sicht heutiger Musiker hat die Komplexität zugenommen, weil nunmehr eine Vielzahl individueller Ausdrucksmöglichkeiten entstand, die uns im strengeren Kontrapunkt Bachs kaum möglich erscheint. Man könnte daher zu deuten versuchen, die „mathematischere” Komplexität des Kontrapunkts sei im Barock, besonders bei Bach, auf ihrem einsamen Gipfel angelangt gewesen, wogegen eine andere Komplexität im Sinne vielfältiger Ausdrücksmöglichkeiten seitdem enorm zugenommen habe.

Wir könnten aber mutmaßen, daß sich in dieser unterschiedlichen Deutung durch Bach und heutige Musiker eine Verschiebung von einem „abstrakten Regelwerk des Kontrapunkts” hin zu einem Individualismus ergeben habe, der musikalisch letztlich eine gesellschaftliche Entwicklung zu einer individualistischen, heute gar hedonistischen Gesellschaft widerspiegele. Die Lockerung der Regeln brachte zunächst die heute Klassik genannte Epoche, von vielen als eine Blütezeit gedeutet. Doch am Ende stand die Auflösung der Tonalität. Da jedes Intervall zu jedem Zeitpunkt zulässig war, verlor sogar die Tonart ihre Bedeutung. Wenn alles erlaubt ist, haben wir Beliebigkeit. Das ist anstrengend. Atonale, moderne Klassik tat sich schwer, Hörer zu finden. Klassische Musik verlor ihre Bedeutung, wurde zur Nischenerscheinung.

Weiter könnten wir spekulieren, daß wie in der Gesellschaft, so auch in der Musik gälte, daß die Aufhebung aller Regeln und ein grenzenloser Individualismus irgendwann zur Auflösung führt, ob der Gesellschaft, oder der Musiktradition.

Die meisten Menschen wechselten zu populärer Musik. In dieser nahm die Bedeutung des Rhythmus (z.B. des Schlagzeugs) immer weiter zu, der auf dem Höhepunkt des Kontrapunkts fast völlig vernachlässigt worden war, nur noch in Form von Takt und Melodie bestand.

Interessanterweise wurde neue Musik stark vom Jazz geprägt. Vom Dixieland, einer Frühform des Jazz, heißt es, er habe auch auf den Regeln des Kontrapunkts basiert, aber anderen Harmonien, mit „afrikanischen” Wurzeln. Das schließt an unsere Anekdote von vorhin an. Auch im Jazz lösten sich die Formen auf, er wurde später zum „free jazz”, der auf viele auch anstrengender wirkt als der frühe.

Einflüsse von Jazz, Swing, Blues, Zigeunermusik und andere ethnische Einflüsse schufen eine neue Musikrichtung und Entwicklung, in der Rhythmen immer tonangebender wurden, die Bedeutung von Harmonie und Mehrstimmigkeit abnahmen.

Die Beatles waren vielleicht deswegen so erfolgreich, weil ihre Lieder im Chorus noch leichte Ansätze von Mehrstimmigkeit hatten, die sie aus der Menge hervorhoben. Später wurde die noch melodiegetragene Musik der 1960er zunehmend von erst Diskorhythmen, dann Hiphop, House, Rave, Goa, Rap und anderen Richtungen verdrängt, in denen der Rhythmus das entscheidende ist, Melodie überflüssig, Beiwerk, oft nur in Bruchstücken oder gar nicht vorhanden ist.

Damit hat die Musik einen Schwenk von einem Extrem ‒ der Fuge und dem Kontrapunkt, reiner Melodie und Harmonie, zum anderen Extrem ‒ treibende Rhythmen ohne Melodie gemacht.

Kopflastige, mathematisch komponierte Musik wurde ersetzt erst durch Improvisition, dann durch gemischte Musik, die nicht mit Musikinstrumenten produziert, sondern beim Tanz elektronisch gemischt wird. „All you need is bass”, heißt die Schlagzeile auf einem beliebten T-Hemd der Szene, womit ein hämmernder Baßrhythmus gemeint ist, der nicht nur hörbar sein, sondern vom Körper gefühlt werden soll.

Manche haben die treibenden, entscheidenden Rhythmen von House, Trance, Rave oder Goa mit urzeitlichen, schamanischen Rhythmen verglichen, die angeblich der sozialen Organisation dienten. Ich weiß nicht, ob an solchen Spekulationen etwas dran ist. Ebensowenig wollen wir spekulieren, ob der Rückgriff auf schamanische Trancerhythmen etwas mit dem Zusammenbruch traditioneller Strukturen von Kultur und Zivilisation zu tun haben könnte. Bei diesem Deutungsmuster wären wir auf einen Zustand vor Entstehen der Zivilisation zurückgeworfen.

Die Musik ist im Laufe der Entwicklung unserer Zivilisation abenteuerliche Wege gegangen. Um die Weite dieses Weges zu ermessen, mag es gut sein, einmal bei Johann Sebastian Bach hineinzuhören.

Wie unsere schiefe Wahrnehmung eine schiefe Lage erzeugt

April 19th, 2016

Wie unsere schiefe Wahrnehmung eine schiefe Lage erzeugt

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Heute zitiere ich von einer netten Frau. Alle Kritikpunkte richten sich gegen die Gesellschaft, nicht gegen eine Person. Es geht um unbewußte Vorgänge in uns, die wir uns bewußt machen müssen. Eine Frau schrieb mir:

„Denn matriarchaliche Manipulationsmaschinen gibt’s tatsächlich genug. Erlebe ich in meiner Familie zu Genüge. Aber ich will mich nicht einer verbissenen Ideologie hingeben, weder einer femistischen, noch einer Gegenbewegung. Einfach weil ich diesen Kampf satt habe.”

Selbst wenn Frauen wahrnehmen, daß etwas verkehrt läuft, sorgt unsere schiefe Wahrnehmung dafür, daß alles, auch Kritik, in den Bahnen der feministischen Gesellschaft im Sande verläuft. Es wird eine falsche Gleichsetzung gemacht von feministischer Ideologie und Kritik daran. Feministische Ideologie zerbricht weibliche Liebe, jeglichen Bezug der Geschlechter, und damit Kultur und Familie. Kritiker vertreten natürliche Liebe, Geschlechterbezüge und Familie. Kritiker versuchen, Ideologie zu überwinden, aus dem Käfig des geschlossenen Weltbildes herauszugelangen. Diese falsche Gleichsetzung ist sehr schädlich.

„Feminismus ist tatsächlich ein Problem. Wie wär’s mal einfach mit Gleichheit?”

Trotz falscher Gleichsetzung werden Feminismus und Kritiker von Ideologie extrem ungleich behandelt. Denn entgegen allen Gleichheitstiraden dürfen Feministen alles, Feminismuskritiker nichts. Was immer Feminismuskritiker sagen oder tun, stört, ist angeblich ‚falsch’, obwohl es wahr ist. Was immer Feministen sagen oder tun, wird akzeptiert und staatlich gefördert, obwohl es unwahr ist.

„Ich hab es so satt. Es herrscht nur noch Krieg zwischen Ländern, Ideen, Geschlechtern… das ist ja furchtbar. ”

Dies wird nicht Feministinnen gesagt, sondern jedem, der es wagt, die Ideologie zu kritisieren. Denn der freie Fall in den Abgrund findet ja seit 150 Jahren deswegen statt, weil nur Feministen sich äußern dürfen, Gehör finden, als schützenswerte Opfer gelten, wogegen die Gegenseite im voraus ‚unmoralisch’, ‚böse’, ‚finster’, in jeder Hinsicht anstößig, ‚peinlich’, tabu und verboten ist, mit persönlichen Tiefschlägen und Ausflüchten zu Untätigkeit und Schweigen verdonnert wird.

Zwar ist Feminismus eine gefühlsmäßige Verirrung, die weibliche Liebesfähigkeit zerstört und in Männerhaß und Kälte verwandelt, doch persönlich kritisiert werden nicht die Verbreiterinnen dieser Perversion, sondern ihre Opponenten, die natürliche Liebe und eine Kultur der Liebe retten wollen. Mit anderen Worten: Wie immer läuft alles exakt verkehrt herum. Die Perversion des Hasses und der Zerstörung ist über persönliche Kritik erhaben, wird beweihräuchert, die Vertreter von Liebe, Kultur, Familie und natürlichem Leben werden persönlich vermiest und niedergemacht.

„Aber mit so einer Versteifung auf die Problematik macht man sie selbst noch schlimmer.”

Gegen Feminismus darf niemand sein. Das wäre dann „Versteifung auf die Problematik”, die seit vielen Generationen systematisch verbreitet und aufgezwungen wird, inzwischen mit gesetzlichen, staatlichen Zwängen.

Jegliche Verantwortung der Frau lehnt unsere schiefe Wahrnehmung ab. Wohlgemerkt: Ich kritisiere keine Personen, keine Menschen, die nett und integer sein mögen, denen selbst gar nicht bewußt ist, was in unserem Unterbewußtsein von schiefer Wahrnehmung und einseitigen Verdrängungsprozessen angerichtet wird. Ich kämpfe gegen die Schiefheit unserer Wahrnehmung, nicht gegen Personen.

„Mach dir das nicht mit der selbstauferlegten Opferrolle kaputt.”

Darin drücken sich gleich mehrere Fehlwahrnehmungen aus.

1. Die weibliche Macht, Männer durch sexuelle und soziale Selektion zu diskriminieren, blendet ein Verdrängungsprozeß aus, nehmen wir nicht war.

2. Frauen haben ein Klagemonopol und werden als Opfer eingestuft. Männer dürfen nicht klagen und werden als Täter fehlwahrgenommen.

Also dürfen Feministinnen seit 150 Jahren die gesamte Kultur, Zivilisation, Geschlechterbeziehungen, Familie kaputtmachen und Männern das Leben zur Hölle machen. Ihre haarsträubend falschen Vorwürfe wurden von Medien sofort aufgegriffen, berichtet, zur Staatsraison. Ihre selbstauferlegte, angemaßte und falsche Opferrolle wird akzeptiert.

Feminismuskritik oder gar kritische Männer wurden dagegen eisern totgeschwiegen, verächtlich ignoriert von Medien – ebenfalls seit über 100 Jahren, seit vor dem Ersten Weltkrieg!

So schief war und ist die Lage! Doch auch darauf dürfen Männer nicht hinweisen, denn ihnen wirft man vor, sich etwas mit „selbstauferlegter Opferrolle kaputtzumachen”.

Das ist die übliche Verdrehung aller Tatsachen ins exakte Gegenteil durch die Sicht feministischer Epoche, die wir uns alle unbewußt zu eigen gemacht haben. Denn die Opferrolle feministischer Welle war zu allen Zeiten selbstauferlegt und falsch, was jedoch kaum registriert und nicht systematisch zurückgewiesen wurde.

Doch bei Männern läuft es genau umgekehrt: Ihnen wird strikt und in allergrößter Schärfe verweigert, auf tatsächliches Opfersein hinzuweisen.

Sexuelle (beim Menschen auch soziale) Selektion ist eine Tatsache der Biologie und Evolution. Sie ist eine Grundkraft des Lebens, die auch aus dieser Debatte spricht. Denn Frauen können jederzeit das Gespräch abbrechen, oder sich zu lesen weigern. Damit liegt das Problem allein bei Männern, die weiterhin diskriminiert, sexuell und sozial von Frauen ausselektiert werden. Doch darüber wird nicht geredet! Weil Frauen jedes Ansinnen, darüber zu reden, oder daß Frauen sich ändern müssen, entrüstet ablehnen. Frauen – und die Gesellschaft – gucken einfach weg, wenn es ihnen unbequem wird, womit sich das Problem aus ihrer Sicht gelöst hat, denn haben tun es dann allein betroffene Männer, die eisig totgeschwiegen werden.

Frauen brechen meist das Gespräch einfach ab. Womit sie soziale Selektion ausüben, den von der Selektion abhängigen Mann in sein Problem zurückwerfen. Denn genau umgekehrt zur falschen feministischen Analyse hat das weibliche Geschlecht die Selektionsmacht, die strukturelle Macht. Seit Generationen hat Feminismus das biologisch mächtigere Geschlecht zur Kulturrevolution gegen das biologisch durch Selektion diskriminierte, mit männlichen Pflichten belastete Geschlecht getrieben. Es war eine Revolution der Unterdrückerinnen gegen die Unterdrückten, die zu einer Sklaverei geführt hat, die das Familienunrecht deutlich zeigt: Aus dem Leben geworfene Zahlsklaven, deren Lebensinhalt juristisch fürderhin ist, Unterhalt und Alimente an jene zu zahlen, die sie aus ihrem Leben ausschließen.

Jegliche Verantwortung von Frauen für die Schäden, die Feminismus und davon beeinflußte Frauen angerichtet haben, wird von unserer schiefen Wahrnehmung geleugnet.

„Zur Not sollen ja im Nachleben paar hübsche unkomplizierte Jungfrauen warten. Hab ich mal so gehört.”

Diese Tirade zeigt sehr schön, wie sich Frauen – und die Gesellschaft insgesamt – aus der Verantwortung stehlen. Sexuelle Selektion und daraus entstehende Diskriminierung von Männern wird geleugnet und als „Gefühl” (subjektive Wahrnehmung) abgestempelt.

„Was deine Theorie der sexuellen Selektion angeht, werde ich dir nie zustimmen können.”

„Ansonsten ist das ein Teufelskreis: Gefühl der sexuellen Selektion/tatsächliches Erlebnis eben jener”

Das zeigt die genaue Umkehr aller Tatsachen ins genaue Gegenteil, sogar in eigentlich netten Äußerungen „netter und verständiger” Menschen: Feministische Sicht war falsche, gefühlte Fehlwahrnehmung, wurde aber als Staatsdoktrin etabliert. Sexuelle Selektion ist eine biologische Tatsache und menschliche Universalie, wird aber als „Gefühl” abgetan, von dem Männer ‚mal eben runterkommen’ sollen.

Dann wird auf den Tod vertröstet. Das bedeutet: Sie stehlen sich aus der Verantwortung für ihr Handeln, und wenn Männer eher vergreisen und verrecken, als eine Besserung zu erleben, weil alle Frauen unbequeme Gespräche einfach abbrechen und verweigern, sich und ihr Verhalten zu ändern, dann wird auf ein mythisches, frei erfundenes „Nachleben” im ‚Paradies’ vertröstet. Das ist eine Art zu sagen: ‚Sterbt doch endlich, damit ihr nicht mehr darüber jammern könnt, ausgeschlossen und schlecht behandelt zu werden.’

Ach ja, wundert sich noch jemand darüber, daß in der feministischen Epoche sich extremistische Terrorgruppen verbreitet haben, die eben das frustrierten, betrogenen Männern versprechen? ‚Jungfrauen gibt es im Paradies. Also sprengt euch doch selbst mal eben in die Luft, dann wird euch eine komische Phantasiegestalt 72 Jungfrauen herbeizaubern, die euch euer ganzes Leben lang nur verarscht und diskriminiert haben. Viel Spaß. Aber aus unsrer Hölle könnt ihr euch nicht mehr fortbomben, wenn ihr es nicht mehr aushaltet. Hier schmort ihr ewig.’

Wie zynisch der Verweis auf ein Jenseits aus dem Munde derer klingt, die ein Vorrecht auf ausschließende Diskriminierung haben, ist weder Frauen noch der feministischen Gesellschaft bewußt.

‚Einfach die Bücher nicht lesen, die Thematik ignorieren, Kopf in den Sand stecken. Dann wird schon alles wieder gut.’ So verfahren Medien, seit es Feminismuskritik gibt, seit Generationen. Wir sind niemals zu Wort gekommen. Wir altern und sterben irgendwann, ohne uns je auch nur in der Öffentlichkeit äußern zu können. Wir waren unser Leben lang ausgeschlossen von der Debatte.

Und nun, nachdem unser ganzes Leben lang Feministinnen die Debatte allein hatten, wir ohne ein richtiges Leben alt geworden sind, werden wir noch verhöhnt, nun hätten die Frauen aber den Geschlechterkrieg satt und wir sollten aufhören, uns zu beschweren. Feminismus sei ja blöde, aber Protest dagegen genauso.

Kein Verständnis dafür, daß feministische Ideologie alles fest im Griff hat, von frühester Kindheit an, in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Politik und Beruf, allen Medien, sogar unserer Unterhaltung, rund um die Uhr ohne Unterlaß indoktriniert.

Das wird ausgeblendet. Die unbequeme Feminismuskritik soll einfach aufhören. Weil Frauen das Thema leid sind. Doch das sagen Zeitgenossen nicht der machthabenden, diktatorischen Ideologie. Sie sagen es den Kritikern.

Für einen tieferen Einstieg empfehle ich diese Bücher.