Jan Deichmohle Ansichten und Absichten

25.05.2016

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge, Teil 4: Zensurformen der feministischen Ära

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge

Teil 4: Zensurformen der feministischen Ära

Feministische Zensur tritt in vielen Formen auf. Vorab eine Bemerkung zum Begriff. In klassischer Zeit wurde unter „Zensur” verstanden, wenn ein Buch verboten wurde. Heute gibt es eine Vielzahl von Methoden, die bei gleicher Wirkung weniger auffallen und es verdienen, mit dem gleichen Begriff bezeichnet zu werden. Kein Staatssystem, auch keine Diktatur wird heute so dumm sein, auf offen sichtbare Verbote zu setzen, wodurch die Aufmerksamkeit auf das Verbotene gelenkt würde und dieses eine große Bekanntheit erhielte.

So wurde ein Musikstück verboten, weil es von einem Flugzeugabsturz handelte, zufällig aber gerade einer passierte. Das war eine der sinnlosen Gesten und Verbote, mit denen sich heute vorgeschriebenes Gutmeinen austobt. Damals kommentierte ein Radiomoderator, das Lied habe das Glück gehabt, schon vor der Verbotsankündigung seine Qualität zu beweisen, sei nicht erst danach zum Spitzenplatz der Hitparade aufgerückt.

Deshalb funktioniert Zensur heutzutage geschickter, denn ein klassisches Verbot wäre aus Sicht der Zensoren und Unterdrücker kontraproduktiv. Bereits in Kindertagesstätten und Kindergärten werden kleine, wehrlose Kinder mit staatlicher Förderung gegendert, werden ihnen natürliche Reaktionen als unerwünscht ausgetrieben, lernen sie, daß natürliches, geschlechtsspezifisches Verhalten bestraft wird, oder auf Unverständnis und Mißliebe der Erzieherinnen und Respektpersonen stößt, ebenso alle Ansätze einer Entwicklung natürlicher Bezüge und Ergänzung zwischen den Geschlechtern.

Massive Indoktrination in Schule und an Universitäten schließen sich an, wo so gut wie alle Fächer von feministischer Ideologie verseucht sind. So wird bereits im Vorfeld verhindert, daß ungenehme Gedanken und Wahrnehmungen überhaupt entstehen können. Dergleichen wird von uns selbst innerlich unterdrückt in vorauseilendem Gehorsam. Erst wenn all das versagt hat, treten anfangs subtile Mechanismen in Kraft, die uns Schuldgefühle machen, nichtfeministische, natürliche Wahrnehmung, Gefühle und Gedanken so verächtlich machen, daß jeder spürt, wie kraß fehl es in diesem System sei. Allein zum Selbstschutz werden fast alle darauf verzichten.

Zieht psychologische Unterdrückung nicht mehr, folgt Totschweigen. Allgemeine Verachtung drückt sich in Ignorieren und Verschweigen aus. So erhalten die nichtfeministischen Gedanken keinerlei Prominenz. Erst wenn das nichts nützte, weil sie Aufmerksamkeit erlangten, folgt ein Rattenschwanz zunehmend scharfer Unterdrückung und persönlicher Diffamierung, wird in die Nazi-Ecke gestellt, als „Verschwörungstheorie” verunglimpft, sanktioniert, gedroht, schließlich körperlich angegriffen, werden Brandanschläge versucht, mit Morddrohungen eskaliert.

Meist jedoch bleibt jeder kritische Ansatz, der neue Gedanken, Beweise und Argumente liefert, in der unscheinbarsten und daher für die Zensorinnen ungefährlichsten Phase stecken: Der Phase des Verschweigens. Es wird einfach so getan, als seien die Gedanken belanglos und verdienten keinerlei Berichterstattung. Der Nachweis das Gegenteils ist unmöglich, was dieses Verfahren zur idealen und bevorzugten Methode macht.

Daher ist der von Populisten gerne erhobene Vorwurf einer „Lügenpresse”, der durchaus auf konkrete Erfahrung jener zurückgeht, die gegen das feministische und auch politisch verrannte, nicht mehr demokratisch funktionierende System protestieren, zwar im Kern richtig, aber ungeschickt formuliert. Denn die Presse ist in westlichen Ländern nicht so dumm, wissentlich zu lügen, was zu auffällig wäre. Vermutlich besteht auch die Absicht nicht. Was geschieht ist jedoch oberflächliche und meinungsgesteuerte, also tendenziöse Berichterstattung.

Alles, was unbequem ist, wird einfach verschwiegen, ausgefiltert, ignoriert, als „unwichtig” und „unwesentlich” eingestuft. Protestiert jemand, gilt er als Ehrgeizling, der nur seinen persönlichen Frust ablasse, übergangen zu werden; daß tatsächlich wichtige Fakten unterschlagen werden, kann er mangels öffentlichem Gehör nicht nachweisen.

Außerdem wird mit moralischer Entrüstung, erhobenem Zeigefinger, und der vollen Überzeugung, sich dadurch als guter Mensch zu beweisen, die Wahrheit verdreht, für „gut” erklärte Ideologie zur Richtschnur der Wahrnehmung und Deutung. Wutjournalisten machen alles nieder, was nicht ihrer Gesinnung entspricht. Die Wirkung ähnelt zwar einer Lüge; dennoch ist das Wort unangebracht. Die Desinformation beruht eher darauf, entscheidende Fakten auszufiltern und zu ignorieren, um unwichtige, aber ideologisch passende Randinformationen aufzubauschen. Bereits die Auswahl von Themen, über die berichtet wird, ist völlig verfehlt. Doch läßt sich weder Lüge noch Fehler so leicht nachweisen, solange man nicht dem Bewußtsein der Verdreher entronnen ist. So funktioniert das feministische System wirklich.

Aus diesem Grund gab es bisher auch kaum brauchbare Beweise für Zensur. Viel wurde davon geredet, viele fühlten sich unterdrückt. Doch die Nachweise blieben mager und auf Einzelfälle beschränkt. Den Durchbruch zum umfassenden Beweis systematischer Zensur erzielte ich bereits vor 30 Jahren mit meiner Sammlung Zensurbelege. Nur sehr selten, wenn die spontane Wut von Empörten den Verstand ausschaltet, kommen statt keiner Antwort oder Formabsagen verräterische Schnellantworten zurück, die ihre VerfasserInnen hinterher sicherlich meist bereut haben. Doch bei einer hohen Zahl von Absagen reichte das Material zum Beweis. Hiermit lege ich es vor.

Weil Verschweigen Hauptmethode der Unterdrückung und modernen Zensur ist, besteht ein besonders großes Problem im Desinteresse auch „alternativer”, „wertkonservativer” oder „männerrechtlicher” Medien. Diese Gegenmedien verschweigen ihnen nicht verständliche oder ungewohnte neue Argumente manchmal genauso wie die etablierten Gesinnungsmedien. So hat ausgerechnet „Nicht-Feminist”, mit denen ich früher zusammengearbeitet habe, nicht nur meine Zensurbeweise aus einer Serie von Gründen abgelehnt. Immer wenn ich auf den vorigen Grund geantwortet und ihn entkräftet hatte, zum Umschreiben bereit war, um ihren Vorstellungen zu entsprechen, wurde der nächste Grund aus der Wundertüte gezogen. Zensurbeweise sind meine Lebensader. Zensurbeweise zu zensieren disqualifiziert. Dieses Ignorieren und Nichtveröffentlichen weitete sich dann auf eine Fülle von Themen aus; seit zwei Monaten kam kein Artikel mehr durch.

Brecht die Zensurmauer des Totschweigens, lest meine Bücher, besprecht sie im Internet, verlinkt meinen Blog!

23.05.2016

Frauen, Männer und Opferrolle

Filed under: Allgemein,Uncategorized — Schlagwörter: , , — Jan @ 17:29

Frauen, Männer und Opferrolle

Män­ner leh­nen mei­ne Sicht nicht nur des­we­gen meist ab, weil ich mit den weib­li­chen An­sprü­chen an Män­ner auch die männ­li­che Hie­rar­chie un­ter­lau­fe, was hef­ti­ge Ab­wehr­re­ak­ti­o­nen her­vor­ruft. Sie fürch­ten auch, ich wol­le sie an­stel­le von Frau­en in ei­ne „Op­fer­rol­le” be­för­dern.

Weit ge­fehlt! Um­ge­kehrt! Män­ner be­fin­den sich in ei­ner Op­fer­rol­le, wo­ge­gen Fe­mi­ni­stin­nen sie sich zu Un­recht an­ma­ßen, ob­wohl sie do­mi­nant und be­vor­zugt sind und bei­des aus­bau­en. Män­ner und Ge­sell­schaft müs­sen die Wahr­heit er­ken­nen, weil die fak­ti­sche männ­li­che Op­fer­rol­le nur auf die­se Wei­se be­ën­det wer­den kann. Mei­ne Bü­cher sol­len und kön­nen hel­fen, Män­ner aus die­ser Op­fer­rol­le her­aus­zu­ho­len.

Nie­mand weiß bis­her, auch Wis­sen­schaft­ler nicht, war­um Frau­en so ent­schei­den, was Be­weg­grün­de und An­trieb im ein­zel­nen ist. Doch all die stän­di­gen Be­schul­di­gun­gen seit Jahr­zehn­ten, die im­mer ver­such­ten, sol­che Pro­ble­me den be­trof­fe­nen Män­nern auf­zu­hal­sen und an­zu­la­sten, wa­ren falsch, ab­so­lut falsch. Es liegt nicht an den dis­kri­mi­nierten Män­nern, nicht an mir. Auch wenn al­le Män­ner tun, was Frau­en von ih­nen ver­lan­gen, wer­den ge­nau­so vie­le Män­ner dis­kri­mi­niert und aus­ge­schlos­sen. Al­le Be­mü­hun­gen, es Frau­en recht zu ma­chen und ih­re An­for­de­run­gen zu er­fül­len, er­hö­hen nur die Meß­lat­te.

Nicht die Män­ner, die den un­er­find­li­chen und un­ge­nann­ten An­for­de­run­gen nicht ge­nü­gen, sind das Pro­blem, son­dern die ein­sei­tig weib­li­che Se­lek­ti­ons­macht selbst. Wä­ren al­le Män­ner su­per­reich, ele­gant, er­fah­ren, wun­der­schön und mo­disch, gä­be es un­ter ih­nen ge­nau­so vie­le Ver­lie­rer, die kei­ne Frau will, wie heu­te. Die Zahl der Ver­lie­rer wird nie­mals da­durch ver­rin­gert, daß Män­ner Ver­ren­kun­gen ma­chen vor lau­ter Be­mü­hen, sich ab­rackern, schuf­ten und pla­gen. Der Me­cha­nis­mus der Se­lek­ti­on frißt männ­li­che Op­fer. Es ist der Me­cha­nis­mus, der für Op­fer sorgt. Die üb­li­che Op­fer­ver­höh­nung ist ei­ne Fort­set­zung der Ge­mein­heit mit an­de­ren Mit­teln.

Dies waren kürzlich ergänzte Auszüge aus dem seit dreißig Jahren unverlegten Buch „Anmache” der Reihe „Weibliche Wahlmacht” oder „Die Wahlmacht der Frau”. Inhaltlich drücken sie etwas aus, das ich bereits damals vertreten habe.

16.05.2016

Rezension Imeneo, Operetta von Georg Friedrich Händel

Nochmal etwas „unpolitisches”.

Rezension Imeneo, Operetta von Georg Friedrich Händel

Hymenaios, auf italienisch Imeneo, ist ein griechischer Göttername, von dem die Wörter Hymen und Hymne abstammen. Hören wir eine Hymne über Hymenaios und Hymen.

Hän­dels Me­lo­di­en ha­ben ei­nen mit­rei­ßen­den Schwung; Ari­en zie­hen das Be­wußt­sein in ein­fa­chen, aber packen­den Me­lo­die­bö­gen, dem Träl­lern von Nach­ti­gal­len und Hel­den in ei­nen Strom der Mu­sik. Wer sich trei­ben läßt, er­lebt ei­nen be­zau­bern­den Ein­blick in ei­ne an­de­re Epo­che. Die au­then­ti­sche Auf­füh­rung des Ime­neo bei den Hän­del­fest­spie­len will von ba­rocken Ge­sten, Tanz­ein­la­gen bis zur Ker­zen­be­leuch­tung der Auf­füh­rungs­pra­xis ei­ner fer­nen Epo­che na­he­kom­men.

Wie eine junge Frauenstimme mit weiblichem Schmelz unverstärkt einen Raum füllt, Ohren lauschen und Augen blicken läßt, getragen von Händels Musik in den Raum strahlt, worauf der Fokus zu anderen Darstellern wechselt, die den Raum genauso füllen und die Aufmerksamkeit an sich ziehen in einem kunstvollen Wechselspiel, ist interessant zu erleben. Womöglich kann es als musikalischer Ausdruck des Tauschsystems traditioneller Kultur gedeutet werden. Jeder spielt seine Rolle und wartet auf seinen punktgenauen Einsatz. Wer zur falschen Zeit sänge, würde die Aufführung zerstören. Musik entsteht nicht durch hemmungslosen Individualismus, sondern durch Zusammenspiel vieler Musiker zu einem Gesamtkunstwerk. Würde einer sagen, „Ich habe keine Lust, F zu singen, ich singe lieber Fis”, wäre der Spaß vorbei.

Auch die Handzeichen und Bewegungen sind abgestimmt. Damit eine Person ihre Aussage treffen kann, treten die anderen zurück und machen unterstützende Hintergrundgesten, um danach zu wechseln und anderen ihren Auftritt zu ermöglichen.

Solche zeremoniellen Auftritte mit Musik und sprechenden Händen erinnern an Opern anderer Hochkulturen: Pekingoper, Handgesten im indischen Ramayana und anderen hinduistischen Epen Indiens, Indonesiens und Indochinas. Es scheint ein gemeinsamer Zug dieser Hochkulturen zu sein, der nur anders ausgeprägt war. Heute mag Barocksymbolik uns fast so fremd erscheinen wie entsprechende musiktänzerische Künste des Hinduismus oder Chinas. Doch Musik, Ausdruck und Lyrik überbrücken die Zeit und ziehen uns hinein, wenn wir uns darauf einlassen. Denn unterschwellig ist uns manches vertraut.

Die Werkeinführung erwähnte die Ergänzung der Geschlechter, die von der Ehe vermittelt werde. (Das ist zuwenig: In einer Kultur muß die Ergänzung alle umfassen, nicht nur ein Paar, damit sie funktionieren kann.)

Eindrucksvoll sind Stimmen und Charaktere, die mit Schauspiel und ihrer Stimme unverstärkt den Raum füllen, junge Frauen, deren Nachtigallenstimmen bis in die Ränge wohllautend durchdringen, Männer mit ebenso markanten Baßstimmen. Von einzeln hingesetzten Tönen bis zum Geschmetter oder Nachtigallenträllern bieten sie musikalisch und schauspielerisch eine weite Bandbreite dar.

Laut Werkeinführung (künftig in Anführungszeichen „” zitiert) sind die Kastratenstimmen feinfühliger und komplexer als die Baßstimme komponiert. Damit haben wir auch schon ein weiteres Problem: Einige Jungen mußten sich früher kastrieren lassen, um solche Partien später singen zu können. An solche Grausamkeit erinnern sich wenige, denn wir nehmen nur Frauen als Opfer war, selbst wenn sie bevorzugt sind. Das Publikum jener Zeit erwartete Heldentenöre, die oft von Kastraten gesungen werden mußten, und die Rolle des jungen Liebhabers einnahmen.1

Damit ist sogar die Zeit des Barock, vor der neuerlichen Welle von Misandrie und Rollenverwirrung, die Sattelzeit, französische Revolution und Nationalstaat mit sich brachten, kein Rettungsanker gegen Genderei und feministische Rollenverwirrung. Denn diese gab es bereits im Barock. Junge Mädchen schwärmten für Heldentenöre und Kastraten, wogegen die Baßstimmen laut Werkeinführung bei den Händelfestspielen nicht nur gröber komponiert waren, sondern auch zu oft negativ besetzten Rollen („Schurken und Väter”) gehörten, jedenfalls Nebenrollen, fast nie zu der des Liebhabers. Auch in Imeneo ist die „differenziertere und anmutigere” Rolle des eigentlichen Geliebten für einen Kastraten geschrieben, die plumpere Rolle als Baß. Ursprünglich sollte der Gott und Bräutigam von einem Tenor gesungen werden, wie in der Epoche und allen anderen Opern Händels. Nur aufgrund eines Zufalls, daß gerade kein Tenor, wohl aber ein Baß vorhanden war, wurde die Oper für die Aufführung umgeschrieben.

Darin drückt sich bereits eine negative Wertung der männlich tieferen Stimme, des Basses, in der Barockzeit aus. Er steht für Nebenrollen und eher für Schurken – und für Väter, die somit nebenbei auch zweifach abgewertet sind (als „Nebenrolle” und möglicher „Schurke”). Daß Mädchen und junge Frauen für Kastraten schwärmen, oder Helden, die mit viel Stimmkunst wie Kastraten singen, spricht für sich: Männlichkeit wurde sogar beim Verlieben auf Barockbühnen schon negativ besetzt.

Weibische Bühnendarstellungen von Männern gab es schon im Barock und waren anscheinend der Schwarm von Frauen. Bereits damals lief etwas verkehrt. Es geht schon in die Richtung eines Michael Jackson, der seiner Schwester zunehmend mehr ähnelte, von dem viele sagen, er habe seine Kinder nicht selbst gezeugt, und der ohne seine Berühmtheit wegen unaussprechlichen Vorfällen mit kleinen Jungen wohl im Gefängnis gelandet wäre.

Die Kastratenstimmen bieten ein weiteres Problem. Da es wenige Männer gibt, die sie mit kunstvoll geübten und etwas bemüht klingenden Falsettstimmen hinbekommen, singen heute häufig Frauen die Rolle des männlichen Verehrers und Heldentenors. In Zeiten genderfluider Ideologie ist das nicht gerade die Rettung in gesündere Verhältnisse.

Es ließe sich einwenden, daß auch die Zeit Shakespeares zwischen Renaissance und Frühbarock offensichtlich keinen Ausweg bietet: Man denke an den Mittsommernachtstraum, der intensiv mit „Junge verkleidet sich als Mädchen, das sich als Junge verkleidet” die Rollenspiegelung sogar spielerisch auf die Spitze treibt, freilich nur als Theaterspiel, nicht in ideologischer Absicht. Ich mag rennen so schnell und weit ich kann; überall heißt es „Ick bin schon da” wie in der Fabel vom Igel und Hasen.

Doch sogar in die authentischste Aufführung mischt sich allgegenwärtige Genderei: von Piratinnen und Schwertkämpferinnen bis zu männlichen Schönlingen, die in Tanzeinlagen durch diese Inszenierung als androgyne, weibische Tänzer schweben. Musikalisch ist diese Ergänzung hervorragend gelungen. Daß ein stärker als Mann verkleideter Pirat eine weniger männlich verkleidete Frau in den Po kneift, könnte als gender-feministische Einlage gewertet werden, die einmal die Geschlechterrollen verwirrt, weil Frauen Männerrollen spielen, um dann in der Männerrolle in einer deftigen Weise ‚weiblich’ behandelt zu werden, worin ein unterschwelliger Seitenhieb gesehen werden kann. Allerdings gab es ein Spiel mit Rollen bereits im Mittsommernachtstraum Shakespeares aus der Übergangszeit von Renaissance zu Barock, vertont als Oper von Purcell im Frühbarock.

Imeneo handelt von weiblicher Wahl. Die Frau muß sich zwischen zwei Verehrern entscheiden. Dabei wird gleichzeitig die Wahl zwischen Liebesheirat und Vernunftehe getroffen, zu der ihr geraten wird. In der Händeloper fällt ihre Entscheidung noch für die Vernunftehe. Heute gibt es weder Vernunft noch echte Liebe mehr. Vernunft wurde ideologisiert, und Liebe zur egoistischen Anforderung.

Dies war ein Auszug aus meinem bislang unverlegten Buch „Anmache”; Band 2 der Reihe „Weibliche Wahlmacht”.

Fußnote

1 Insofern bestätigt dieses Liebesduett die Idee der Besetzung der Liebhaberrollen mit hohen Stimmen, in alter, wie in neuer Zeit.[11]

11: Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 165 ff. (https://de.wikipedia.org/wiki/Imeneo)

 

01.05.2016

Rezension: Johann Sebastian Bach

Heute einmal etwas „unpolitisches” zur Unterhaltung:

Rezension: Johann Sebastian Bach

Geschmack ist vielfältig und wandelbar. Heutige Vielfalt von Stilrichtungen ist enorm. Dabei gibt es einen Höhepunkt, bei dem zwar nicht alle, aber viele Kenner übereinstimmen. Betrachten wir die Geschichte abendländischer Musik. Die Vorgeschichte liegt im Dunkeln mit spärlichen Überlieferungen. Einst wurden Sagen vorgesungen und mit Instrumenten begleitet. Von vorchristlicher religiöser Musik wissen wir noch weniger. Wir können von Ähnlichkeiten mit ethnischer Musik ausgehen, die wir aus anderen Weltteilen kennen.

Typisch für solche Musik ist folgendes: Oft baut sie auf Rhythmik und einstimmigem Gesang oder einstimmigen Melodien.

Das Christentum brachte einen Bruch mit früherer Kultur, nicht nur beim Glauben, sondern auch in der Musik. Prägend wurde Musik wie gregorianische Choräle.

Diese Musik zeichnete sich, vereinfacht gesagt, durch zunehmenden Verzicht auf Schlagzeug und Rhythmik aus, die vor allem durch die Melodie entsteht, und durch weitgehende Einstimmigkeit, mit Ansätzen zu einer neuen Art von Mehrstimmigkeit.

In jener Zeit galten nur wenige Töne als Harmonien: Oktaven, Quinten und schließlich Quarten, die in dieser Reihenfolge zunehmend „anstrengender” klangen. Dies lag auch daran, daß es die heutige „wohltemperierte” Stimmung von Musikinstrumenten noch nicht gab.

Musikinstrumente waren in einer Tonart gestimmt. Der Ton stand dann ruhig, ohne Schwebungen. Doch schon die Terz klang schräg und galt als Disharmonie.

«Eine Folge von reinen großen Terzen (Frequenzverhältnis 5:4) ist stimmtechnisch nicht in Übereinstimmung zu bringen mit einer Folge von reinen Quinten (Frequenzverhältnis 3:2). Bei der üblichen Beschränkung auf zwölf Tonstufen pro Oktave bedeutet dies, daß man Kompromisse eingehen muß: Je reiner eine bestimmte Tonart gestimmt wird, umso unreiner klingen andere Tonarten.» (https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmung_(Musik))

Schlimmer wurde es, je weiter die Tonart sich im Quintenzirkel von jener entfernte, auf die ein Instrument gestimmt war. Klang ein Stück in a-Moll wie eine Offenbarung, weil die Orgel in a-moll gestimmt war, so konnte etwa ein Stück in gis-Dur unerträglich klingen, zum Schuhe-Ausziehen.

«Die zunehmende Chromatik in der Vokalpolyphonie erweiterte den Tonvorrat endgültig auf zwölf Töne. Das Dissonanzempfinden veränderte sich. Die Terz, im Mittelalter noch als dissonant eingestuft, wurde zum Harmonieträger im entstehenden Dur-Moll-System. Unterstützt wurde dieses Dissonanzempfinden allerdings dadurch, daß die Terz in der im Mittelalter verwendeten pythagoreischen Stimmung (Frequenzverhältnis 81:64) auch aus heutiger Sicht dissonant klingt; die reine große Terz (Frequenzverhältnis 5:4) kam erst mit dem Wechsel zur reinen Stimmung in das System.» (https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmung_(Musik))

Daher war anfangs nur wenigen Intervallen erlaubt, gleichzeitig zu erklingen, weil die anderen als Disharmonie galten. Deshalb klingen viele frühe Versuche mit Polyphonie, also Mehrstimmigkeit, aus Spätmittelalter und Frührenaissance für unsere Ohren „hohl”. Allmählich wurden auch die kleine und die große Terz als Harmonie zugelassen. Als die „wohltemperierte” Stimmung erfunden wurde, klangen beide Terzen in allen Tonarten gut.

Nach der Verdrängung alter „heidnischer” Formen von Kultur und Musik entstand etwas völlig neues. Die Musik zeichnete sich durch „Kontrapunkt” aus. Das sind Regeln, wie verschiedene Melodielinien zu setzen sind, die gleichzeitig erklingen. Gleichzeitigkeit mehrerer Melodielinien ist etwas, das typisches Kennzeichen abendländischer Musiktradition wurde.

Auf im Takt betonten Noten durften nur Harmonien erklingen, alle zwischenzeitlichen Disharmonien waren aufzulösen. Nicht alle Disharmonien waren erlaubt; „schräg” klingende Töne wurden als unerträglich empfunden und widersprachen dem ursprünglichen Regelwerk, das sich im Laufe der Jahrhunderte ausbildete. Der „Tritonus” galt ursprünglich als diabolisch, hatte auf Hörer damals eine gewisse Schockwirkung.

«Gemäß den religiösen Konnotationen des „diabolus in musica” gilt im Barock das Tritonusverbot eigentlich nur noch in der Wiege und Zufluchtsstätte des stile antico: in der Kirchenmusik. Dennoch war für die allermeisten Komponisten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert der Palestrinastil Inbegriff des „reinen Satzes”, die hohe Schule der Komposition schlechthin und seine Regeln von quasi-religiöser Aura umgeben.» (Thomas Mann, Doktor Faustus, herausgeg. von Werner Röcke)

Eine weitere Regel war, daß nicht alle Stimmen gleichzeitig nach oben oder nach unten laufen durften, was auf empfindliche Hörer wie ein Wegsacken oder Wegfliegen gewirkt hätte.

Menschen früherer Zeiten haben möglicherweise sehr empfindlich auf Klänge reagiert, die sie nicht gewohnt waren. Dazu habe ich einmal eine Anekdote gehört, die erfunden sein mag, aber bezeichnend ist, also mindestens gut erfunden:

«Ein Musiker in einem Ort hatte keine Ahnung von Musik, aber Musik komponiert, bei der er zwar die meisten Regeln des Kontrapunkts beachtete, jedoch vergaß, zwischen Harmonien und Disharmonien zu unterscheiden. So liefen die Zeilen zwar „kunstvoll” gegeneinander, doch in krassen, nie gehörten Dissonanzen. Bei der ersten Aufführung waren die Leute des Nachbarorts so aufgewühlt und schockiert, daß sie den „verrückten Kapellmeister” verprügelten. Die Leute seines Ortes verteidigten ihn, woraus ein Konflikt entstand, und fast hätte es wegen seiner Musik einen lokalen Krieg zwischen beiden Orten gegeben. Womöglich habe dieser „Verrückte” moderne Musik eines späteren Jahrhunderts vorweggenommen.»

Vielleicht ist das nur eine phantastische Erfindung, doch können wir eines daraus entnehmen: Die größere Sensibilität für Harmonien, und wie zuvor als dissonant geltende Intervalle nur allmählich salonfähig wurden.

«Ab dem Barock findet sich der Tritonus mit Regelmäßigkeit. … Obwohl der Tritonus nun aufgrund seiner Bezeichnung als diabolus in musica immer häufiger eingesetzt wurde, um „teuflische oder ähnlich widrige Sachverhalte oder Affekte zu charakterisieren”, büßte er außerhalb der genannten Akkorde seine Außergewöhnlichkeit kaum ein. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nach Wagner, mit dem außergewöhnliche Akkorde, Intervalle und Dissonanzen zu quasi alltäglichen Erscheinungen wurden, verlor er allmählich seine „teuflische Qualität”.» (Sebastian Berndt, Ein Versuch über Metal und Christentum)

Bachs Werk „Das wohltemperierte Klavier” verwendet erstmals alle möglichen Dur- und Molltonarten und wäre daher unspielbar in einer älteren Stimmung als der „wohltemperierten” oder der heute gebräuchlichen „gleichen Stimmung”. In früheren Stimmungen des Instruments hätten einige der Stücke aufgrund ihrer unpassenden Tonart zu schlecht geklungen. Andererseits klingen die Tonarten in moderner Stimmung gleich, was solchen Kompositionen einen Teil ihres Reizes nimmt, die mit dem unterschiedlichen Klang von Tonarten in älteren Stimmungen spielten.

Die Regeln des Kontrapunkts gipfelten in einer Technik, die namensgebend wurde: Die Kunst der Fuge. Dabei wurde dieselbe Melodie von allen Stimmen gespielt oder gesungen, aber zu einer verschiedenen Zeit. Wir hören also verschiedene Phasen derselben Melodie gleichzeitig.

Das strenge Prinzip ist der „Kanon”. Wir alle kennen ein „Volkslied”, „Hejo, spann den Wagen an. Denn der Wind treibt Regen übers Land.” Der strenge Kanon ist jedoch für Kunstwerke untauglich, weil es fast unmöglich ist, ein kompliziertes Werk nach so strengen Regeln zu schreiben und gut klingen zu lassen. Es gibt fast keine Melodie, die für einen vielstimmigen, langen und schönen Kanon taugt.

Deshalb setzte sich statt des Kanons die Fuge durch, bei der die Stimmen sich im weiteren Verlauf unterscheiden dürfen. Im Idealfalle sind die Unterschiede eher gering ‒ hier mal einen Halbton höher, dort ein wenig dem ursprünglichen Verlauf nacherfunden.

In der barocken Musikkunst, und ganz besonders bei der reinsten und schwierigsten Form des Kontrapunkts, der Fuge, haben wir keinerlei Schlagzeug mehr, das im Frühbarock (etwa Purcell) noch ab und an einzelne, sehr einfache, für uns „langweilig” simpel klingende Rhythmen einlegen durfte bei königlicher Musik. Alles wird nunmehr durch Harmonien und Stimmführung erreicht. Es ist eine sehr intellektuelle Musik, komponiert, erdacht, und schwierig.

Der Höhepunkt dieser Blüteform abendländischer Polyphonie, des Kontrapunkts, hat einen Namen: Johann Sebastian Bach. Kein Kenner bezweifelt, daß es keinen Komponisten vor, während seiner Lebenszeit oder nach Bach gegeben hat, der dermaßen kunstvolle, lange und dabei hervorragend klingende Fugen komponieren konnte.

So schöne Einfälle die anderen großen Barockmeister hatten: Vivaldi, Händel, Telemann, keiner konnte solche Fugen und solche einen komplexen Kontrapunkt schreiben. Für mich klingen andere Barockkomponisten im direkten Vergleich „flacher”, ihre Kompositionen durchsichtiger, weil die Stimmenführung einfacher und „gröber” ist.

Ein Hauptwerk Johann Sebastian Bachs, von dem leider keine Oper überliefert ist, nennt sich „Die Kunst der Fuge”. Eine dieser Fugen kann rückwärts gespielt werden und klingt dann auch wunderbar. Sie kann gespiegelt werden ‒ jede Bewegung zu höheren Tönen geht nach unten zu tieferen, und umgekehrt. Wieder klingt die Fuge wunderbar. Spaßeshalber kann die Fuge auch gleichzeitig rückwärts und gespiegelt gespielt werden. Wieder ergibt sich ein Meisterwerk.

Bach bearbeitete auch im anbrechenden Rokoko modern werdende chromatische Melodien und Tonfolgen, die damals als „empfindsam” galten, doch brach er die Fuge rasch ab, weil er wohl merkte, in welch dem Barock fremde Harmonien das führte. Zweihundert Jahre später nahm Reger die Fackel an der Stelle wieder auf, wo der Meister sie niedergelegt hatte, schuf chromatische Sätze mit „modernen” Harmonien.

Johann Sebastian Bach hat jemand eine Intelligenz wie Einstein nachgesagt. Ich habe keine Ahnung, ob etwas daran ist, aber wundern täte es mich nicht.

Georg Friedrich Händel mag am Hofe des Königs begeistert haben. Doch wenn es Engel gäbe, würden sie wohl Bach singen. Trotz des „mathematischen” Satzes sind seine Stücke musikalisch packend. Eine Empfehlung: „Schweig, schweig, aufgetürmtes Meer!” Die Arie ist lautmalerisch und packend, obwohl die Musikstimmen kunstvoller selbständig laufen als bei anderen.

Nach Bach war das Barockzeitalter beendet. Vom Gipfel des Kontrapunkts bewegte sich die Musik nun wieder hinab. Die strengen Formen lösten sich auf. Bereits die nächste Epoche, die Klassik, experimentierte mit vielen neuen Effekten. Wo in der Fuge selbständige Stimmen liefen, gab es nunmehr begleitende Stimmen, Wiederholungen. Andererseits wurde immer mehr möglich: Freier Fluß der Ideen, die nur der Intuition folgen, aber nicht den einst genauen Regeln. Immer mehr Intervalle wurden als akzeptabel empfunden.

Die Art der Komplexität von Musik änderte sich. Für Bach war die bereits aufkommende Frühmoderne „keine Kunst”, weil sie die Komplexität seines reinen Kontrapunkts aufgab. Aus Sicht heutiger Musiker hat die Komplexität zugenommen, weil nunmehr eine Vielzahl individueller Ausdrucksmöglichkeiten entstand, die uns im strengeren Kontrapunkt Bachs kaum möglich erscheint. Man könnte daher zu deuten versuchen, die „mathematischere” Komplexität des Kontrapunkts sei im Barock, besonders bei Bach, auf ihrem einsamen Gipfel angelangt gewesen, wogegen eine andere Komplexität im Sinne vielfältiger Ausdrücksmöglichkeiten seitdem enorm zugenommen habe.

Wir könnten aber mutmaßen, daß sich in dieser unterschiedlichen Deutung durch Bach und heutige Musiker eine Verschiebung von einem „abstrakten Regelwerk des Kontrapunkts” hin zu einem Individualismus ergeben habe, der musikalisch letztlich eine gesellschaftliche Entwicklung zu einer individualistischen, heute gar hedonistischen Gesellschaft widerspiegele. Die Lockerung der Regeln brachte zunächst die heute Klassik genannte Epoche, von vielen als eine Blütezeit gedeutet. Doch am Ende stand die Auflösung der Tonalität. Da jedes Intervall zu jedem Zeitpunkt zulässig war, verlor sogar die Tonart ihre Bedeutung. Wenn alles erlaubt ist, haben wir Beliebigkeit. Das ist anstrengend. Atonale, moderne Klassik tat sich schwer, Hörer zu finden. Klassische Musik verlor ihre Bedeutung, wurde zur Nischenerscheinung.

Weiter könnten wir spekulieren, daß wie in der Gesellschaft, so auch in der Musik gälte, daß die Aufhebung aller Regeln und ein grenzenloser Individualismus irgendwann zur Auflösung führt, ob der Gesellschaft, oder der Musiktradition.

Die meisten Menschen wechselten zu populärer Musik. In dieser nahm die Bedeutung des Rhythmus (z.B. des Schlagzeugs) immer weiter zu, der auf dem Höhepunkt des Kontrapunkts fast völlig vernachlässigt worden war, nur noch in Form von Takt und Melodie bestand.

Interessanterweise wurde neue Musik stark vom Jazz geprägt. Vom Dixieland, einer Frühform des Jazz, heißt es, er habe auch auf den Regeln des Kontrapunkts basiert, aber anderen Harmonien, mit „afrikanischen” Wurzeln. Das schließt an unsere Anekdote von vorhin an. Auch im Jazz lösten sich die Formen auf, er wurde später zum „free jazz”, der auf viele auch anstrengender wirkt als der frühe.

Einflüsse von Jazz, Swing, Blues, Zigeunermusik und andere ethnische Einflüsse schufen eine neue Musikrichtung und Entwicklung, in der Rhythmen immer tonangebender wurden, die Bedeutung von Harmonie und Mehrstimmigkeit abnahmen.

Die Beatles waren vielleicht deswegen so erfolgreich, weil ihre Lieder im Chorus noch leichte Ansätze von Mehrstimmigkeit hatten, die sie aus der Menge hervorhoben. Später wurde die noch melodiegetragene Musik der 1960er zunehmend von erst Diskorhythmen, dann Hiphop, House, Rave, Goa, Rap und anderen Richtungen verdrängt, in denen der Rhythmus das entscheidende ist, Melodie überflüssig, Beiwerk, oft nur in Bruchstücken oder gar nicht vorhanden ist.

Damit hat die Musik einen Schwenk von einem Extrem ‒ der Fuge und dem Kontrapunkt, reiner Melodie und Harmonie, zum anderen Extrem ‒ treibende Rhythmen ohne Melodie gemacht.

Kopflastige, mathematisch komponierte Musik wurde ersetzt erst durch Improvisition, dann durch gemischte Musik, die nicht mit Musikinstrumenten produziert, sondern beim Tanz elektronisch gemischt wird. „All you need is bass”, heißt die Schlagzeile auf einem beliebten T-Hemd der Szene, womit ein hämmernder Baßrhythmus gemeint ist, der nicht nur hörbar sein, sondern vom Körper gefühlt werden soll.

Manche haben die treibenden, entscheidenden Rhythmen von House, Trance, Rave oder Goa mit urzeitlichen, schamanischen Rhythmen verglichen, die angeblich der sozialen Organisation dienten. Ich weiß nicht, ob an solchen Spekulationen etwas dran ist. Ebensowenig wollen wir spekulieren, ob der Rückgriff auf schamanische Trancerhythmen etwas mit dem Zusammenbruch traditioneller Strukturen von Kultur und Zivilisation zu tun haben könnte. Bei diesem Deutungsmuster wären wir auf einen Zustand vor Entstehen der Zivilisation zurückgeworfen.

Die Musik ist im Laufe der Entwicklung unserer Zivilisation abenteuerliche Wege gegangen. Um die Weite dieses Weges zu ermessen, mag es gut sein, einmal bei Johann Sebastian Bach hineinzuhören.

19.04.2016

Wie unsere schiefe Wahrnehmung eine schiefe Lage erzeugt

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Wie unsere schiefe Wahrnehmung eine schiefe Lage erzeugt

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Heute zitiere ich von einer netten Frau. Alle Kritikpunkte richten sich gegen die Gesellschaft, nicht gegen eine Person. Es geht um unbewußte Vorgänge in uns, die wir uns bewußt machen müssen. Eine Frau schrieb mir:

„Denn matriarchaliche Manipulationsmaschinen gibt’s tatsächlich genug. Erlebe ich in meiner Familie zu Genüge. Aber ich will mich nicht einer verbissenen Ideologie hingeben, weder einer femistischen, noch einer Gegenbewegung. Einfach weil ich diesen Kampf satt habe.”

Selbst wenn Frauen wahrnehmen, daß etwas verkehrt läuft, sorgt unsere schiefe Wahrnehmung dafür, daß alles, auch Kritik, in den Bahnen der feministischen Gesellschaft im Sande verläuft. Es wird eine falsche Gleichsetzung gemacht von feministischer Ideologie und Kritik daran. Feministische Ideologie zerbricht weibliche Liebe, jeglichen Bezug der Geschlechter, und damit Kultur und Familie. Kritiker vertreten natürliche Liebe, Geschlechterbezüge und Familie. Kritiker versuchen, Ideologie zu überwinden, aus dem Käfig des geschlossenen Weltbildes herauszugelangen. Diese falsche Gleichsetzung ist sehr schädlich.

„Feminismus ist tatsächlich ein Problem. Wie wär’s mal einfach mit Gleichheit?”

Trotz falscher Gleichsetzung werden Feminismus und Kritiker von Ideologie extrem ungleich behandelt. Denn entgegen allen Gleichheitstiraden dürfen Feministen alles, Feminismuskritiker nichts. Was immer Feminismuskritiker sagen oder tun, stört, ist angeblich ‚falsch’, obwohl es wahr ist. Was immer Feministen sagen oder tun, wird akzeptiert und staatlich gefördert, obwohl es unwahr ist.

„Ich hab es so satt. Es herrscht nur noch Krieg zwischen Ländern, Ideen, Geschlechtern… das ist ja furchtbar. ”

Dies wird nicht Feministinnen gesagt, sondern jedem, der es wagt, die Ideologie zu kritisieren. Denn der freie Fall in den Abgrund findet ja seit 150 Jahren deswegen statt, weil nur Feministen sich äußern dürfen, Gehör finden, als schützenswerte Opfer gelten, wogegen die Gegenseite im voraus ‚unmoralisch’, ‚böse’, ‚finster’, in jeder Hinsicht anstößig, ‚peinlich’, tabu und verboten ist, mit persönlichen Tiefschlägen und Ausflüchten zu Untätigkeit und Schweigen verdonnert wird.

Zwar ist Feminismus eine gefühlsmäßige Verirrung, die weibliche Liebesfähigkeit zerstört und in Männerhaß und Kälte verwandelt, doch persönlich kritisiert werden nicht die Verbreiterinnen dieser Perversion, sondern ihre Opponenten, die natürliche Liebe und eine Kultur der Liebe retten wollen. Mit anderen Worten: Wie immer läuft alles exakt verkehrt herum. Die Perversion des Hasses und der Zerstörung ist über persönliche Kritik erhaben, wird beweihräuchert, die Vertreter von Liebe, Kultur, Familie und natürlichem Leben werden persönlich vermiest und niedergemacht.

„Aber mit so einer Versteifung auf die Problematik macht man sie selbst noch schlimmer.”

Gegen Feminismus darf niemand sein. Das wäre dann „Versteifung auf die Problematik”, die seit vielen Generationen systematisch verbreitet und aufgezwungen wird, inzwischen mit gesetzlichen, staatlichen Zwängen.

Jegliche Verantwortung der Frau lehnt unsere schiefe Wahrnehmung ab. Wohlgemerkt: Ich kritisiere keine Personen, keine Menschen, die nett und integer sein mögen, denen selbst gar nicht bewußt ist, was in unserem Unterbewußtsein von schiefer Wahrnehmung und einseitigen Verdrängungsprozessen angerichtet wird. Ich kämpfe gegen die Schiefheit unserer Wahrnehmung, nicht gegen Personen.

„Mach dir das nicht mit der selbstauferlegten Opferrolle kaputt.”

Darin drücken sich gleich mehrere Fehlwahrnehmungen aus.

1. Die weibliche Macht, Männer durch sexuelle und soziale Selektion zu diskriminieren, blendet ein Verdrängungsprozeß aus, nehmen wir nicht war.

2. Frauen haben ein Klagemonopol und werden als Opfer eingestuft. Männer dürfen nicht klagen und werden als Täter fehlwahrgenommen.

Also dürfen Feministinnen seit 150 Jahren die gesamte Kultur, Zivilisation, Geschlechterbeziehungen, Familie kaputtmachen und Männern das Leben zur Hölle machen. Ihre haarsträubend falschen Vorwürfe wurden von Medien sofort aufgegriffen, berichtet, zur Staatsraison. Ihre selbstauferlegte, angemaßte und falsche Opferrolle wird akzeptiert.

Feminismuskritik oder gar kritische Männer wurden dagegen eisern totgeschwiegen, verächtlich ignoriert von Medien – ebenfalls seit über 100 Jahren, seit vor dem Ersten Weltkrieg!

So schief war und ist die Lage! Doch auch darauf dürfen Männer nicht hinweisen, denn ihnen wirft man vor, sich etwas mit „selbstauferlegter Opferrolle kaputtzumachen”.

Das ist die übliche Verdrehung aller Tatsachen ins exakte Gegenteil durch die Sicht feministischer Epoche, die wir uns alle unbewußt zu eigen gemacht haben. Denn die Opferrolle feministischer Welle war zu allen Zeiten selbstauferlegt und falsch, was jedoch kaum registriert und nicht systematisch zurückgewiesen wurde.

Doch bei Männern läuft es genau umgekehrt: Ihnen wird strikt und in allergrößter Schärfe verweigert, auf tatsächliches Opfersein hinzuweisen.

Sexuelle (beim Menschen auch soziale) Selektion ist eine Tatsache der Biologie und Evolution. Sie ist eine Grundkraft des Lebens, die auch aus dieser Debatte spricht. Denn Frauen können jederzeit das Gespräch abbrechen, oder sich zu lesen weigern. Damit liegt das Problem allein bei Männern, die weiterhin diskriminiert, sexuell und sozial von Frauen ausselektiert werden. Doch darüber wird nicht geredet! Weil Frauen jedes Ansinnen, darüber zu reden, oder daß Frauen sich ändern müssen, entrüstet ablehnen. Frauen – und die Gesellschaft – gucken einfach weg, wenn es ihnen unbequem wird, womit sich das Problem aus ihrer Sicht gelöst hat, denn haben tun es dann allein betroffene Männer, die eisig totgeschwiegen werden.

Frauen brechen meist das Gespräch einfach ab. Womit sie soziale Selektion ausüben, den von der Selektion abhängigen Mann in sein Problem zurückwerfen. Denn genau umgekehrt zur falschen feministischen Analyse hat das weibliche Geschlecht die Selektionsmacht, die strukturelle Macht. Seit Generationen hat Feminismus das biologisch mächtigere Geschlecht zur Kulturrevolution gegen das biologisch durch Selektion diskriminierte, mit männlichen Pflichten belastete Geschlecht getrieben. Es war eine Revolution der Unterdrückerinnen gegen die Unterdrückten, die zu einer Sklaverei geführt hat, die das Familienunrecht deutlich zeigt: Aus dem Leben geworfene Zahlsklaven, deren Lebensinhalt juristisch fürderhin ist, Unterhalt und Alimente an jene zu zahlen, die sie aus ihrem Leben ausschließen.

Jegliche Verantwortung von Frauen für die Schäden, die Feminismus und davon beeinflußte Frauen angerichtet haben, wird von unserer schiefen Wahrnehmung geleugnet.

„Zur Not sollen ja im Nachleben paar hübsche unkomplizierte Jungfrauen warten. Hab ich mal so gehört.”

Diese Tirade zeigt sehr schön, wie sich Frauen – und die Gesellschaft insgesamt – aus der Verantwortung stehlen. Sexuelle Selektion und daraus entstehende Diskriminierung von Männern wird geleugnet und als „Gefühl” (subjektive Wahrnehmung) abgestempelt.

„Was deine Theorie der sexuellen Selektion angeht, werde ich dir nie zustimmen können.”

„Ansonsten ist das ein Teufelskreis: Gefühl der sexuellen Selektion/tatsächliches Erlebnis eben jener”

Das zeigt die genaue Umkehr aller Tatsachen ins genaue Gegenteil, sogar in eigentlich netten Äußerungen „netter und verständiger” Menschen: Feministische Sicht war falsche, gefühlte Fehlwahrnehmung, wurde aber als Staatsdoktrin etabliert. Sexuelle Selektion ist eine biologische Tatsache und menschliche Universalie, wird aber als „Gefühl” abgetan, von dem Männer ‚mal eben runterkommen’ sollen.

Dann wird auf den Tod vertröstet. Das bedeutet: Sie stehlen sich aus der Verantwortung für ihr Handeln, und wenn Männer eher vergreisen und verrecken, als eine Besserung zu erleben, weil alle Frauen unbequeme Gespräche einfach abbrechen und verweigern, sich und ihr Verhalten zu ändern, dann wird auf ein mythisches, frei erfundenes „Nachleben” im ‚Paradies’ vertröstet. Das ist eine Art zu sagen: ‚Sterbt doch endlich, damit ihr nicht mehr darüber jammern könnt, ausgeschlossen und schlecht behandelt zu werden.’

Ach ja, wundert sich noch jemand darüber, daß in der feministischen Epoche sich extremistische Terrorgruppen verbreitet haben, die eben das frustrierten, betrogenen Männern versprechen? ‚Jungfrauen gibt es im Paradies. Also sprengt euch doch selbst mal eben in die Luft, dann wird euch eine komische Phantasiegestalt 72 Jungfrauen herbeizaubern, die euch euer ganzes Leben lang nur verarscht und diskriminiert haben. Viel Spaß. Aber aus unsrer Hölle könnt ihr euch nicht mehr fortbomben, wenn ihr es nicht mehr aushaltet. Hier schmort ihr ewig.’

Wie zynisch der Verweis auf ein Jenseits aus dem Munde derer klingt, die ein Vorrecht auf ausschließende Diskriminierung haben, ist weder Frauen noch der feministischen Gesellschaft bewußt.

‚Einfach die Bücher nicht lesen, die Thematik ignorieren, Kopf in den Sand stecken. Dann wird schon alles wieder gut.’ So verfahren Medien, seit es Feminismuskritik gibt, seit Generationen. Wir sind niemals zu Wort gekommen. Wir altern und sterben irgendwann, ohne uns je auch nur in der Öffentlichkeit äußern zu können. Wir waren unser Leben lang ausgeschlossen von der Debatte.

Und nun, nachdem unser ganzes Leben lang Feministinnen die Debatte allein hatten, wir ohne ein richtiges Leben alt geworden sind, werden wir noch verhöhnt, nun hätten die Frauen aber den Geschlechterkrieg satt und wir sollten aufhören, uns zu beschweren. Feminismus sei ja blöde, aber Protest dagegen genauso.

Kein Verständnis dafür, daß feministische Ideologie alles fest im Griff hat, von frühester Kindheit an, in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Politik und Beruf, allen Medien, sogar unserer Unterhaltung, rund um die Uhr ohne Unterlaß indoktriniert.

Das wird ausgeblendet. Die unbequeme Feminismuskritik soll einfach aufhören. Weil Frauen das Thema leid sind. Doch das sagen Zeitgenossen nicht der machthabenden, diktatorischen Ideologie. Sie sagen es den Kritikern.

Für einen tieferen Einstieg empfehle ich diese Bücher.

16.04.2016

Der Fall Böhmermann: Was uns der Rummel um ein Nichts verrät

Filed under: Uncategorized — Schlagwörter: , , , , , , , — Jan @ 14:54

Der Fall Böhmermann

Die überzogene Aufmerksamkeit für ein schlechtes Schmähgedicht ist paradox wie vielsagend auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

1. Das bevorzugte und das verunglimpfte Geschlecht

Als Pussy Riot unflätig und geschmacklos über Putin herzog, übten feministische Regierungen und Gesellschaften des „Westens” Druck aus, obszöne Schmähungen seien als „freie Meinungsäußerung” oder „Kunstwerk” zu schützen. Denn Pussy Riot ist weiblich und feministisch, der Geschmähte „nur ein Mann”.

Böhmermanns Schmähung richtet sich von Mann zu Mann. Vorhersagbar waren die Meinungen deshalb geteilt: Manche begeistert, manche empört, viele im Zweifelsfall eher für freie Rede, auch wenn sie geschmacklos und unhaltbar ist.

Einem Mann darf erniedrigender Unsinn vorgehalten werden, besonders wenn es von Frauen geschieht und feministisch ist. Mann gegen Mann neutralisiert ein wenig. Zwar ist der Mann bei weitem nicht so schützenswert wie eine Frau, doch immerhin kann innerhalb des gleichen Geschlechts der Ruf nach „Menschenwürde” erhoben und sinnlose Erniedrigung auch gescholten werden.

Undenkbar ist der Fall, in dem ein Mann eine Frau mit völlig sinnfreien obszönen Beleidigungen gleicher Primitivität schmäht, wie es Böhmermann in seiner Schmähung Erdogans getan hat. Dann wäre  die Teuflin los, feministische Hysterie am Überkochen.

2. unterschwellig grassierende Männerfeindlichkeit

Gegen einen Mann wird die Misandrie nicht einmal bemerkt.

Wer sich den primitiven Schmähungen wie „Ziegenficker” aussetzt, die in schlechtem Versmaß mit ebenso wertlosen Reimen beschämend primitiv zusammengeflickt wurden, kann feststellen, daß jede Zeile und jede Schmähung ein männerfeindliches Klischee ist, eines von vielen, die unsere Gesellschaft verseuchen, die im Zuge der viralen Verbreitung feministischer Ideologie sich in allen Schichten unseres geistigen Gewebes und Bewußtseins festgesetzt haben. Nur eine kranke Gesellschaft kann so viele misandrische Tiefschläge, die gegen Männlichkeit zielen, in so wenig Sätzen unterbringen.

3. Totaler Absturz im Niveau der Medien

Ohne Erdogan als Politiker zu bewerten, und auch ohne die Weise zu beurteilen, mit der Politiker möglicherweise versuchen, Kritik mundtot zu machen, was undemokratisch ist – hier handelte es sich in keinster Weise um Kritik, sondern um eine bodenlos obszöne Schmähung, die viel darüber aussagt, wie tief unsere Medien gesunken sind. Obszöne Dummheit erhält prominenten Sendeplatz, wogegen seriöse, sachliche Feminismuskritik, die nicht auf Menschen zielt, sondern aufklärt, Liebe, Familie und Kultur verteidigt, seit mehreren Generationen so total verschwiegen wird, daß die Öffentlichkeit noch heute nicht einmal davon weiß, daß ihr etwas verschwiegen wurde.

Sogar meine Zensurbeweise werden seit einer Generation zensiert.1 Zensur gegen nicht etablierte Feminismuskritik ist so massiv, daß sogar das alternative Medium COMPACT in seinem Sonderheft über zensierte Autoren nur ehemalige Etablierte erwähnt, aber die seit Jahrzehnten zensierten Werke, Autoren, und die ebenfalls seit Jahrzehnten vorhandene Dokumentation feministischer Zensur abermals verschweigt, womit sich faktisch die Zensur bis in Zensurberichte ‚alternativer Medien’ verlängert! Ausgerechnet der jahrzehntelange Aktivist gegen Zensur wurde übergangen. Sogar ‚Berichte über Zensur’ sind damit Selbstbespiegelung eines alternativen Medienestablishments geworden, das selbst zensiert.

4. Bühne für Pseudokritik, die Gesinnungszensur verbirgt

Eilig meldeten Medien die Reaktionen Erdogans, politischen Druck aus der Türkei, wobei vielfach auf „demokratische und freie Medien” verwiesen wurden, die nicht vor zensorischem Druck einknicken dürften.

Man feierte das Funktionieren freier Medien und präsentierte sich als Kämpfer gegen Zensur. Das ist bemerkenswert. Denn die Medien stehen wegen lautstarken Vorwürfen, massiv zu zensieren und zu verdrehen, unter starkem Druck. Unlängst war der auf Demonstrationen vielfach gehörte Ruf „Lügenpresse”, der regelmäßig von Demonstranten skandiert wurde, zum „Unwort” des Jahres gekürt worden, wohl in der Meinung, die in dem Begriff ausgedrückte Kritik damit als „inseriös” abtun zu können.

Damit etwas zensiert werden kann, muß es eine Aussage haben. Herrn Böhmermanns Schmähgedicht enthält allerdings keine einzige Aussage, sondern nur Beleidigungen, von denen keine einzige ernsthaft behauptet werden könnte. Damit handelt es sich um einen vollkommen inhaltslosen Wortsalat. Was keinerlei Inhalt besitzt, kann auch nicht zensiert werden. Denn eine Entfernung läßt keine einzige Aussage, kein Argument, kein Faktum, nicht einmal eine Behauptung verschwinden.

Wir stellen also fest, daß hier Spiegelfechterei vorliegt: Medien feiern sich selbst als Helden im Kampf gegen Zensur, indem sie unsere Aufmerksamkeit auf eine völlig inhaltlose, nicht berichtenswerte Anhäufung obszöner Beleidigungen lenkt. Aus einem Nichts wird ein Medienereignis gemacht. Damit lenken sie von zahlreichen Themen ab, über die dringend zu berichten wäre, die aber seit Jahrzehnten, ja sogar einigen Generationen vollkommen totgeschwiegen werden. Sie lenken damit von massiver Zensur durch absolutes Totschweigen ab, wohl in der Hoffnung, daß betrogene und belogene Generationen nachwachsen, die niemals erfahren werden, daß es totgeschwiegene Themen gibt.

Sie lenken auch davon ab, daß sie massiven Gesinnungsterror durch Verdrehen betreiben, indem alle Feminismuskritiker auf persönlicher Ebene kaltgestellt werden, indem jeder abtrünnige Gedanke in die „rechte Ecke” gestellt, oder als „Verschwörungstheorie”, oder als „zurückgeblieben” oder gar „frauenfeindlich” verunglimpft wird.

Der Begriff „Lügenpresse” mag unglücklich gewählt sein, doch übertrieben ist er nicht. Im Gegenteil. Es ist sogar schlimmer. Denn die Medien lügen nicht einfach nur, was leichter erkennbar und durchschaubar wäre. Sie manipulieren uns, indem sie aus nichts Themen machen, die wir nach Jahren der Indoktrination für den Nabel der Welt halten. So wurden uns feministische Erfindungen, an denen nichts dran ist, als Dauerthema vorgegeben und einmanipuliert.

Tatsächlich zentrale Themen des Lebens wurden uns dagegen so systematisch durch Verschweigen und Verächtlichmachen ausgetrieben, daß wir gar nicht mehr merken, wie enorm wir durch Verschweigen betrogen und belogen werden.

Jegliches nichtfeministisches Denken, alles ideologiefreie Leben, wurde ausgeblendet, nicht nur in Nachrichten, Berichterstattung, Debatten, sondern auch in Unterhaltung, Filmen, Romanen, Büchern und sämtlichen offiziellen Medien. Das Ausmaß der Manipulation von Menschen, indem sie mit tendenziöser Unterhaltung gefüttert werden, die bereits in der Auswahl der Themen feministisch ist, übertrifft alle früheren Diktaturen, die es je gegeben hat, ist radikaler indoktrinierend als in DDR oder dem faschistischen Staat.

Die Zensur noch der Zensurdokumentation und des Aktivisten gegen Zensur ist nur eine kleine Fußnote dieses umfassenden Prozesses, mit dem Medien verdrehen und zensieren.

Da kommt die „Causa Böhmermann” gerade recht, damit Zensoren sich wegen einer läppischen Obszönität als „Kämpfer gegen Zensur” inszenieren können.

5. Rückgratlosigkeit der Politik

Skurril ist zunächst, daß ein Gesetz angewendet wird, dessen Abschaffung gleichzeitig beauftragt wurde.

«Fall Böhmermann: Dieser Paragraph soll jetzt abgeschafft werden
Von Vanessa Steinmetz
Gegen Jan Böhmermann darf nach Paragraf 103 StGB ermittelt werden – auch wenn die Regierung die Vorschrift abschaffen will. Was das Gesetz besagt und wie es in der Vergangenheit angewandt wurde: der Überblick.» (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-boehmermann-das-besagt-der-paragraf-103-a-1087478.html)

Paragraph 103

Noch absurder freilich ist, daß es im Gesetzestext ausdrücklich heißt „Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt, oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, …”

Damit wird der Fall Erdogans, der sich offenbar während des Vorfalls in der Türkei aufhielt, ausdrücklich ausgeschlossen. Wenn es Juristen gelingen (oder gelungen sein) sollte, diese klare Regelung so zu verdrehen, daß eine Verfolgung möglich wird, werden Zweifel am Rechtssystem geweckt.

«Im Kanzleramt wurde unter anderem mit Präzedenzfällen wie dem der ehemaligen Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey argumentiert. Sie war von einem in Deutschland lebenden Schweizer im Internet beleidigt worden und berief sich ebenfalls auf den Paragraf 103 StGB. Gegen den Mann wurde auf Grundlage dessen 2007 ein Strafbefehl erlassen, was einem Urteil gleichkommt, teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE mit. Er musste demnach 50 Tagessätze zu je zehn Euro zahlen. Einspruch legte der Mann nicht ein.» (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-boehmermann-das-besagt-der-paragraf-103-a-1087478.html)

Ein im rechtmäßigen Verfahren offenbar vorgesehener Bericht wurde nicht abgewartet, womit abermals ein rechtsstaatliches Verfahren gebrochen wurde, aus Ungeduld, Druck aus dem Ausland zu willfahren.

«17.04.2016 16:22 Uhr
Merkel traf Entscheidung ohne vorgesehenen Bericht der Staatsanwälte
Vor dem Beschluß im Fall Böhmermann hätte ein Bericht der Staatsanwälte vorliegen sollen. Angela Merkel wollte darauf offenbar nicht warten.
von Jost Müller-Neuhof» (http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-satiriker-boehmermann-merkel-traf-entscheidung-ohne-vorgesehenen-bericht-der-staatsanwaelte/13459332.html)

Das Kanzleramt hat sich durch einen weiteren dubiosen Akt abermals ins Zwielicht gesetzt, sogar Erstaunen innerhalb der regierungstragenden Parteien ausgelöst. Denn eine Entscheidung, bei der Koalitionspartner nicht übergangen werden sollten, fiel gegen das Votum der Koalitionspartner, sogar gegen Stimmen der eigenen Partei.

Viele werten es als rückgratlosen Kotau vor einer fremden Regierung, die gerade in der durch andere krasse Fehler erst richtig angeheizten Flüchtlingskrise gebraucht wird, um die eigene Bevölkerung kurz vor den Neuwahlen zu beruhigen. Nach einer Wiederwahl würde die jetzige wie frühere Regierungen dann tun, was sie will, den Willen der Wähler wie üblich in die Tonne treten.

Dabei ist dieser rückgratslose Kotau winzig im Vergleich zu anderen, mit denen seit ungefähr 1968 wesentlich größere und irreparable Schäden angerichtet wurden. Doch das zu vertiefen würde zu weit führen und wäre zu politisch inkorrekt. In unserem Zusammenhang interessieren vor allem schlechte Gesetzesänderungen, die unsere Republik über das Familienrecht in einen „Faustrechtsstaat” verwandelten (siehe: „Beziehungsentzug” Band 3 der Serie „Weibliche Wahlmacht”), sowie fatale Gesetzes- und Grundgesetzänderungen, die Ideologie verbindlich vorschrieben.

Fußnote

1siehe Bücher wie „Die Unterdrückung der Männer”, „Die Genderung der Welt”, „Feminismuskritik” oder „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft

15.04.2016

Ausgenutzt und übergangen: Die totale Verarschung ganzer Männergenerationen Teil 1: Betrug um ein erfülltes Leben

Ausgenutzt und übergangen: Die totale Verarschung ganzer Männergenerationen
Teil 1: Betrug um ein erfülltes Leben

 

Ganze Generationen von Männern sind ausgenutzt und verarscht worden: Stark bevorzugte Frauen, die Männer sexuell diskriminieren, erlagen einem Mißverständnis und einer Fehlwahrnehmung: Sie hatten einen narzistischen Neid auf Männlichkeit, wollten sie selbst für sich, nahmen so Männern alles weg, was Frauen von ihnen verlangen. Eine führende Feministin sagte selbst „Wir sind selbst die Männer geworden, die wir einst heiraten wollten”. Damit wurde es immer schwieriger, weibliche Anforderungen zu erfüllen.


Steinem We are the men we wanted to marry

Männer wurden als Feind bekämpft. Die wahldominanten Frauen, die Männer diskriminieren mit ihrer Selektionswahl, in jeder Lebenslage bevorzugt, mit mehr Verständnis und Rücksicht behandelt, wähnten sich als Opfer, gründeten eine Ideologie auf genauer Umkehrung aller Tatsachen, Ausbeutungs- und Opfer-Täter-Verhältnisse, auf Lügen, die sich jetzt fest im Bewußtsein eingebrannt haben.

Sie schmissen Männer und Väter aus Ehe, Beziehungen und Familie, zockten ihren Besitz ab und ließen sich fürderhin von ihnen alimentieren. Von ihrem Leben ausgeschlossene Zahlsklaven mußten für sie frönen. So will es „Familienrecht”. Denn es ist der Mann, der sich um Zugang mühen muß. Frauen haben Zugang durch weibliche Geburt.

Feminismus setzte der Ausbeutung des gegen die Tatsachen zum „Ausbeuter” erklärten Mannes durch bevorzugte Ausbeuterinnen noch einen drauf.

Die sexuelle Revolution setzte der Diskriminierung des biologisch von weiblicher sexueller Selektion abhängigen Mannes noch einen drauf. Denn Feminismus und Erstarken sexueller Selektion, die allein bei der Frau liegt: „Mein Körper, mein Leben!”, verschärfte die Diskriminierung von Männern, denen Femanzipation alles weggenommen hatte, was Frauen von ihnen verlangen, um Interesse zu zeigen.

Im 19. Jahrhundert war diese geistige Verirrung und gefühlsmäßige Perversion als „Hysterie” bekannt, für die damalige Feministinnen berüchtigt waren. Später kamen Freud und die Psychologie. Kürzlich erschien ein Artikel, der diese Verhältnisse mit einer weiblichen Neigung zu Narzismus erklärt. Die Erklärungen mögen wechseln, der Kern bleibt der gleiche: Völliges Mißverstehen und Umdrehen der Tatsachen durch alle feministische Wellen, wodurch eine gefühlsmäßige Krankheit, wütender Männerhaß, Kälte und Anteilnahmslosigkeit gegenüber Männern entstehen, womit die kulturelle Gegenseitigkeit, die geschlechtliche Arbeitsteilung der Geschlechter zerbrochen wurde.

Dies ist die Vorgeschichte. Nun kam zu dieser Form der Verarschung ganzer Generationen von Männern, zur totalen Zerstörung menschlicher Kultur, noch die sexuelle Revolution. Mädchen und junge Frauen lebten dank von Männern erfundener Verhütung und dem geistigen Umbruch ein vorher undenkbares leichtes Leben. In einem heute unvorstellbaren Rausch neuer Freuden zogen sie umher, flirteten, hatten nach Lust und Laune hemmungslos Sex, Abenteuer, Beziehungen, wonach ihnen gerade zumute war. Das Intimleben war grenzenlos – für Frauen. Aber nicht für Männer, denn diese unterliegen weiblicher Diskriminierung.

Während ich all das „süße Leben”, das damals Mode war, in nächster Umgebung ansehen durfte, war ich von Frauen ausgeschlossen, diskriminiert. Denn ich hatte nichts, ihnen zu gefallen. Ich war der schmächtige, muskellose Junge, der lieber las, träumte, als Nerd in der Ecke saß, nachdachte und grübelte. Ich war der Gehänselte, schon als Kind Ausgelachte, der nicht mit den anderen spielen durfte, weil ich nicht war wie sie. Ich hatte nicht das Selbstvertrauen des körperlich Starken, war dünn, schmächtig. Vor lauter veralteter Vornehmheit hatten meine Eltern weder Fernseher noch Auto, obwohl sie sich beides leichter hätten leisten können als all die anderen, die beides hatten.

So stand ich in der Grundschule in den Pausen rum, während die anderen Szenen aus Kindersendungen nachspielten, die ich nicht kannte, von denen ich nicht einmal den Namen wußte. Schon als Kind war ich der, über den gelacht wurde. Also war ich für Mädchen Luft. Ich hatte nichts, was sie hätte beeindrucken oder mich interessant machen können. Keine Muskeln, kein Ansehen, ihre vom Fernsehen geprägten Spiele und Witze waren mir unbekannt.

Bald waren andere Jungen erfahren; ich war weiterhin – zu meinem allergrößten Bedauern – mit Mädchen und sexuell unerfahren. Und je mehr es nicht klappte, umso stärker geriet ich auch noch in Verruf bei Mädchen. „Bei der hat es nicht geklappt, die wollte ihn auch nicht, und jetzt soll ich das nächste Opfer sein?” tuschelten sie beim Ansprechen.

Denn so schief und falsch, wie menschliche Wahrnehmung ist, wird immer die Frau als Opfer eingestuft, nicht der scheinbar mächtigere Mann. Daß Frauen massiv bevorzugt werden und Männer durch Selektion diskriminieren, ist uns nicht bewußt, ja, wollen wir keineswegs wahrhaben.

Ich war in einer radikal diskriminierten Männergeneration vermutlich der am radikalsten und dauerhaftesten Diskriminierte. Jahrzehntelang hatte ich keine Chance. Keine. Ich ging zu Institutionen wie Pro Familia, wo mich feministisch gesinnte Frauen wegschickten. „Wir sind hier Frauen und beraten Frauen.” Überall hingen feministische Plakate, darunter radikalfeministische vom „Frauenhaus”.

Wenn ich darüber redete, wurde ich ausgelacht. Ein Mann, der kein Gewinner ist, ist einfach lächerlich, hat biologisch kein Recht darauf, sich zu beschweren. Das dürfen nur Frauen und Kinder, aber nicht Männer. Wenn ich Freunde, Bekannte, Mädchen, Frauen darauf ansprach, gab es die gleiche Reaktion: Spott, Hohn, im freundlichen Falle ironische Floskeln. Ernst nahm es niemand, und schon gar nicht glaubten Frauen, irgendwie gefragt zu sein, etwas zu ändern. Das Ändern ging nur in Gegenrichtung: die feministische, die einer narzistischen Hysterie, die alles mißverstand, diskriminierte Männern zu Tätern erklärte und die Männer diskriminierenden Frauen zu Opfern umdefinierte.

Als ich darüber Bücher schrieb, wurde ich erst recht ausgelacht, verhöhnt, verspottet, ignoriert und abgewiesen. Den Markt flutete feministischer Müll, ohne inhaltlichen oder literarischen Nährwert, doch Frauen haben angeboren ein Klagerecht, über noch so eingebildete und falsche Dinge; sie dürfen „hysterisch” oder „narzistisch”, wie immer der Begriff der Zeit lauten mag, die Liebesfähigkeit der Frau zerstören, die Grundlage der Geschlechterbeziehungen zerbrechen, die gesamte Kultur und Zivilisation mitsamt Familie zerschlagen, ja das dürfen sie. Weil Menschen angeboren voreingenommen sind, und diese Voreingenommenheit von feministischer Hysterie noch übersteigert wird.

Aber Männer, die darunter leiden, dürfen nichts sagen. Sie sollen verstummen. Sie sollen ihren Schnabel halten, sich damit abfinden. Männer, die darüber reden, sind lächerlich. Sie werden verhöhnt, verspottet, beschuldigt „selbst schuld zu sein”. Ihrer „Psychologie” wird etwas angedichtet, denn eins ist klar: „die Männer müssen schuld haben, sonst würden Frauen sie ja wollen”. Nun sagen Feministinnen selbst, daß bei freier Wahl alle Frauen dieselben höchstens 20 Prozent Männer wollen, falls Feminismus beeinflußbare Frauen nicht obendrein lesbisch gemacht hat, was erklärtermaßen einige radikale Feministinnen beabsichtigen, die übrigen mindestens 80 Prozent Männer aber von keiner Frau gewählt würden. Wie gesagt, das ist Originalton aus feministischen Kreisen.

Ich war der schmächtige, muskellose, grüblerische und seit der Kindheit ausgelachte Nerd. Ich hatte nie eine Chance, zu den 20 Prozent zu gehören. Ich hätte auch zu den ersten 99 Prozent nicht gehört. Aber das scherte die Gesellschaft nicht. Das versteht keiner. Alle wollten mir die Schuld geben. So wie man Männern immer die Schuld gibt. Das muß aufhören. An alle, die sachliche Argumente mit persönlichen Tiefschlägen beantworten und uns die Schuld zuweisen wollen: Eure Vorurteile sind der Fehler; ihr müßt euch ändern: die Gesellschaft und die Frauen; euer Feminismus hat den Schaden verursacht; ihr müßt euch besinnen und zur Vernunft kommen; ihr seid Teil des Problems.

Diskriminiert und ausgeschlossen mußte ich mir die Lockungen der sexuellen Revolution anschauen, während meine Jugend ungenutzt verstrich. Bald brach die Freizügigkeit zusammen unter den männerhassenden Anfeindungen feministischer Hysterie, die überall ein frei erfundenes „Patriarchat” am Werk witterte und eine ebenso frei ersponnene „sexualisierte Gewalt gegen Frauen”.

Wie immer verdreht Feminismus jeden Sachverhalt zuverlässig ins genaue Gegenteil. Frauen sind es, die biologisch Männer diskriminieren. Viele Männer. Die allermeisten Männer. Frauen haben sexuell die Macht. Die Gesellschaft prägt – was eine biologische Tatsache ist – sexualisierte Diskriminierung von Männern. Die feministische Behauptung entsprang falscher, schiefer und „hysterischer” oder „narzistischer” Wahrnehmung. Was ich schreibe, ist biologische Tatsache. Punkt.

Doch der Zeitgeist sieht alles wie der Feminismus: genau verkehrt herum.

Niemand kann es sich vorstellen, was für eine ungeheuerliche seelische Grausamkeit es ist, als hochsensibler Junge, mit starken Träumen, sowohl sinnlich, sexuell wie romantisch, auf dem Höhepunkt der sexuellen Revolution ausgeschlossen, verlacht und diskriminiert dazustehen, nicht dabei sein zu dürfen. Jahrelang. Jahrzehntelang. Bis sich ein finsteres Zeitalter des Männerhasses über die Welt legte. Heute ist alles von Männerhaß durchdrungen. Sogar Jugendliche ticken nicht mehr ganz richtig. Neulich ist ein unschuldiger Mann gelyncht worden von Jugendlichen. So tief haben sich krankhafte, negative Männerbilder unter dem Druck des Feminismus eingebrannt.

Mann zu sein in dieser Epoche ist wie jüdisch zu sein in der Frühphase des Faschismus.

Alles Augenmerk, alle Aufmerksamkeit von Gesellschaft und Staat galten nun allein Frauen. Frauen bezogen sich auf Frauen, definierten sich durch Frauen, was Männer logischerweise ausschließt, zu Randfiguren oder ganz überflüssig macht. Auch das ist: eine neue Form des Faschismus. Doch der Staat hat es in Gesetz, Verfassung oder Grundgesetz vorgeschrieben, im Glauben, damit „etwas Gutes zu tun”. Nun ist es also Vorschrift, zuwiderdenken nahezu gesetzeswidrig. Ein unhaltbarer Zustand!

Das alles, weil menschliche Wahrnehmung in Bezug auf die Geschlechter schief ist, wie moderne Evolutionsbiologie begründet, und weil eine von Anfang an verfehlte Ideologie mit krankhaften Antriebskräften uns seit dem 19. Jahrhundert falsche Wahrnehmung und falsche Prinzipien einhämmert, was sich von Generation zu Generation immer tiefer festgefressen hat.

Wehe, wenn ein Mann sich über die sein Leben lang erlittene schlechte Behandlung beschwert! Die persönlichen Diffamierungen, Verhöhnungen und Beschuldigungen nehmen kein Ende. Darin geben Männer Frauen heute nichts nach; einige der schlimmsten Tiefschläge kamen von Männern.

Jahrzehntelang wurden überall Frauen gefördert, bevorzugt, quotiert, ihre „Sichten” und „Gefühle” zu Weltsicht erklärt, die der Männer vollständig unterdrückt. Doch ich muß Frauen in Schutz nehmen vor ihrer feministischen Vereinnahmung: Denn keine all der „weiblichen Sichten” der vergangenen Jahrzehnte ist die Sicht einer gesunden Frau! Keine! Es waren nur feministische, verdrehte, kranke Sichten, die als „weiblich” zu bezeichnen eine Beleidigung der Frau wäre.

Freilich bemühten Feministinnen sich, mit ihrer radikal verirrten Ideologie alle zu verführen, erst Frauen, dann Kinder; und jetzt sollen Männer folgen. Doch nur die dümmsten Kälber wählen sich ihre Schlachter selber.

Die Diskriminierung von Männern ist schlimmer geworden in den letzten Jahrzehnten, ebenso ihre Entrechtung, ihre Verunglimpfung. Die Unterdrückung männlicher Sexualität nimmt ständig zu, wird von jeder Gesetzesnovelle zum Thema verschlimmert, wie jüngst nach der „Silvesternacht”. Damit kommen wir zur nächsten Verarschung einer ganzen Generation Männer.

Wer geglaubt hätte, jahrzehntelange totale feministische Entrechtung des männlichen Geschlechts sei nicht mehr überbietbar, hatte zu wenig schlechte Phantasie. Es ist ihnen gelungen, noch eines drauf zu setzen. Die feministische totale Kulturzerstörung, die Ausbeutung entsorgter Männer als oftmals lebenslängliche Zahlknechte, die Entrechtung von Männern, wann immer sie mit Frauen zu tun haben, hatte die Geschlechterverhältnisse so radikal vergiftet, daß immer mehr Männer in den Zeugungsstreik1 traten, sich nicht via Alimente und Unterhalt versklaven lassen wollten, keine Lust mehr hatten, ausgenutzt und als „Belästiger” hingestellt zu werden.

So sehr Männer Frauen liebten, sagen sich immer mehr von einem Zusammenleben los, das durch Feminismus unerträglich geworden war. Wie reagiert die feministische Regierung?

«Welt.de 14.10.14
Europa wird Ansturm aus Afrika bewältigen müssen …
EU sollte Einwanderung aus Drittstaaten fördern
Gerade Deutschland drohe in den kommenden Jahren eine zunehmende Personalnot. Derzeit zieht das wirtschaftsstärkste Land der EU zwar viele Migranten aus anderen europäischen Ländern an. Doch da die Bevölkerung des gesamten Kontinents in den nächsten Jahrzehnten schrumpft, sollte die EU die Einwanderung aus Drittstaaten viel gezielter als bisher fördern, so die Autoren.
Noch gibt es in Deutschland nur relativ wenige Migranten aus Afrika oder dem Nahen Osten. Von rund 16 Millionen hier lebenden Menschen mit ausländischen Wurzeln stammen lediglich 3,4 Prozent aus Afrika und knapp drei Prozent aus dem Nahen Osten.» (http://www.welt.de/politik/deutschland/article133275860/Europa-wird-Ansturm-aus-Afrika-bewaeltigen-muessen.html)

Studien forderten mehr Einwanderung aus Nahost und Afrika, die Politik hörte hin und lieferte.

«Nach bisherigen Einschätzungen, dürfte die Zuwanderung aus Afrika nach Europa weiterhin vor allem zum Zweck des Familiennachzugs und der Ausbildung erfolgen. Auch dürfte die Arbeitsmigration Qualifizierter nach Europa aufgrund von staatlichen Anwerbemaßnahmen und Einreiseerleichterungen ansteigen.» (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Susanne Schmid, Vor den Toren Europas?, August 2009, S. 188)

Die Regierung läßt nicht geborene Kinder, zeugungsunwillige, feminismusgeschädigte Männer durch andere Männer anderer Völker und Glaubensrichtungen ersetzen, die meist weniger unterdrückt und zeugungswilliger sind.

«Merkel will in Afrika für Einwanderung nach Deutschland werben
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 08.11.15 00:22 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt ihre Politik der offenen Arme fort:
Beim Afrika-Gipfel der EU will sie mit den Staatschefs darüber sprechen, wie man „junge Afrikaner legal in Deutschland aufnehmen” kann. Außerdem will sie den Staaten Afrikas „neue finanzielle Mittel anbieten”.» (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/08/merkel-will-in-afrika-fuer-einwanderung-nach-deutschland-werben/)

Frau Merkel soll laut Zeitungsbericht in Afrika für mehr Immigration geworben haben. Nahe liegt, daß ein Beweggrund ist, den Schwund der Bevölkerung durch Immigranten zu ersetzen. Da diese keine Hemmungen haben, sich zu vermehren, wird so auch der Zeugungsstreik gedämpft. Der Austausch der (langfristig aussterbenden) einheimischen männlichen Bevölkerung durch eine andere begann.

Sie öffnete die Grenzen ganz für eine Millionenmassenflucht, die sie durch Äußerungen selbst beflügelt hatte. In weiten Teilen der Welt wird diese Handlungsweise als verrückt und gefährlich angesehen; nur bei uns verbieten Gesinnungszwänge, das Ausmaß der Verirrung zu erkennen.

«14.10.15
Merkels Willkommensruf hallt bis nach Westafrika
Deutsche Willkommenskultur wirkt in Mali sogar bei denen, die bisher gar nicht weg wollten. TV-Bilder freundlicher Menschen mit Gastgeschenken locken die Migranten. Deutsche Visa kann man kaufen.» (http://www.welt.de/politik/ausland/article147568341/Merkels-Willkommensruf-hallt-bis-nach-Westafrika.html)

Das paßt zur feministischen Linie, die seit Jahrzehnten gegen den „toten weißen Mann” wettert, für den lebenden „weißen Mann” nur Verachtung übrig hat. Nicht einmal ein Zeugungs- und Liebesstreik kann den „weißen Mann” noch vor feministischer Hysterie retten, weil er ganz einfach ausgetauscht wird durch willige Einwanderer.

Dadurch tritt zu all den Verarschungen diskriminierter Männer noch eine weitere hinzu. Wie muß folgendes auf den jahrzehntelang ausgeschlossenen, diskriminierten Mann wirken, der als ratsuchender, verzweifelter Junge von Pro Familia abgewiesen wurde?:

«Er blickt sie an, dann wieder weg. Sie blickt ihn an. Hoffentlich merkt er es nicht. Ihre Blicke treffen sich – kurz, intensiv – dann schnell wieder in den Boden gestiert. Anbahnungen amouröser Art sind so schon eine schwierige Angelegenheit, selbst wenn beide aus dem gleichen Dorf kommen. Was aber wenn der eine aus Syrien ist oder Afghanistan? Mehr als 17 000 junge Flüchtlinge, meistens Jungs, wohnen derzeit in Bayern. Zu ihren Bedürfnissen gehören nicht nur ein Dach über dem Kopf oder warme Mahlzeiten. Sie wollen Mädchen kennen lernen, knutschen, sich verlieben.

Doch deutsche Mädchen sind irgendwie anders. … Der Sexualpädagoge Christian Zech arbeitet für profamilia in Ingolstadt und hört solche Fragen oft. Er geht seit etwa zwei Jahren in Wohngruppen und redet mit Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien oder Eritrea über Sex oder aber wie man ein Mädchen anspricht. … „Denen muss man sagen: Hey, du darfst das”, sagt Zech.
… „Sie sind interessanter, gerade, weil sie anders sind”, sagt Zech.» (http://www.sued­deut­sche.de/bay­ern/sexualpaedagoge-was-fluechtlinge-ueber-deutsche-frauen-lernen-muessen-1.2906368)

Daß auch sie interessanter waren, habe ich jahrzehntelang gemerkt: nicht nur für Mädchen und Frauen interessanter, sondern für Medien, Politik und Beratungsstellen, die mich fortschickten, Migranten geduldig helfen. Medien berichten über Migranten; ich rannte mir zeitlebens, jahrzehntelang, den Kopf blutig an den Mauern der Medien, die unsere eigenen Männer und mich eisig ignorierten, wie auch die Politik. Uns hämmerten feministische Medien jahrzehntelang täglich ein: „Du darfst das nicht! Wenn du uns nervst, sperren wir dich ein! Dein Leben und Ruf ist ruiniert, wenn du uns in die Quere kommst!”

Das ergibt eine zynische Lektion: Wir waren dumm, weil wir uns vom Feminismus unterdrücken, entrechten, entmännlichen und schwächen ließen. Die Gefühle und Bedürfnisse unserer schwachen Generationen von Männern zählen überhaupt nicht, werden in öffentlicher Wahrnehmung verdrängt, unterdrückt, wir werden von Medien geschmäht und als böses, dummes Zerrbild dargestellt. Sehr viel mehr beachtet werden dagegen Gefühle und Bedürfnisse starker, durchsetzungsfähiger, weniger kaputtfemanzipierter Kriegs- und Armutsflüchtlinge, die eher als wir in der Lage und willens sind, sich bei Bedarf zu beschweren, aggressiv, lautstark, fordernd zu werden, zu protestieren, zu Mitteln wie Unruhe oder gar Gewalt zu greifen. (Das soll keine Verallgemeinerung von einigen Flüchtlingen auf alle sein und richtet sich nicht gegen Immigranten, sondern gegen die schändlich schlechte Behandlung unserer eigenen Männer, Jungen, und männlichen Jugendlichen. Dies ist auch kein Aufruf zu irgendwas schlechtem oder verbotenem, sondern eine Feststellung von Tatsachen.)

Doch weil ich ein „weißer Jugendlicher”, nur leider nicht auch noch „toter weißer Mann” war, wurde ich von Pro Familia fortgeschickt. Keine Sympathie. Es war den feministisch gesinnten Damen völlig wurscht, wie es ihren Männern ergeht. Was für Probleme sie Männern bereiteten, oder gar Jungen, die sie nicht zum Mann aufwachsen lassen wollten, das war ihnen vielleicht nicht nur gleichgültig, sondern eine gelungene „Rache” an vollständig eingebildeter Unterdrückung. Gegen uns, Männer, Jugendliche und Kinder, hatten sie gekämpft, Kulturrevolution gemacht. Uns haben sie das Leben sauer gemacht oder zerstört. Und wenn wir darüber redeten, wurden wir erst recht verhöhnt. Dann hatten wir „einen kleinen Penis”, waren eben „nicht gut genug” und eine lächerliche Figur, wurden als „Chauvi”, „Reaktionär”, „Rechter” und so weiter diffamiert.

«RE: Kon­tro­ver­ses, neu­ar­ti­ges Buch Nein!
Von: blau­licht-ver­lag@free­net.de 18.01.2015 um 04:01 Uhr
Hallo Herr Deich­moh­le,
wir ha­ben kein In­ter­es­se ihr Buch zu ver­öf­fent­li­chen. … Nein, das Haupt­pro­blem ist, dass ih­re The­sen und An­sich­ten nur ei­nen Schluss zu­las­sen:
Sie ha­ben ent­we­der ei­nen un­heim­lich klei­nen Pe­nis»

«Gesen­det: Frei­tag, 30. Ja­nu­ar 2015 um 22:41 Uhr
Von: J■■ <■■@jml­press.com>
Betreff: Re: Bahn­bre­chen­des Buch: Fe­mi­nis­mus. Gro­ßer Irr­tum – schwe­re Fol­gen
Das ein­zi­ge, was die­ses Buch be­weist, ist ver­mut­lich Ih­re gei­sti­ge Rück­stän­dig­keit. Und dann müs­sen Sie auch noch ‚Män­ner­haßʼ aus­hal­ten, Sie ar­mes Schwein. Als Mann ha­ben Sie da wirk­lich mein gros­ses Mit­leid.
Be­hel­li­gen Sie mich nicht mit sol­chen idi­o­tis­chen spam mails.» [sic, Schreib- und Denkfehler beibehalten]

Doch Millionenfluten (90 Prozent Männer) werden nun mit der Aufmerksamkeit bedacht, die wir niemals erhielten. Diese schnappen nun Verlierern, die bereits seit Jahrzehnten diskriminiert sind, nicht zum Zuge kamen, auch noch Frauen weg.

Wir sind verarscht worden, unser ganzes Leben lang, total verarscht worden, und immer wieder auf neue Weisen zusätzlich!

Noch heute liest niemand meine Buchreihe über die erlittenen Abfuhren und Erniedrigungen. Das Thema „Flüchtlinge” ist in aller Munde. Sogar für jene, die Massenmigration eigentlich ablehnen ist dieses Thema wichtiger, als wie es unseren eigenen Jungen, Männern, Jugendlichen ergeht. Noch immer werden wir und unsere Bedürfnisse abgeblockt, keiner Aufmerksamkeit wert, lächerlich, verhöhnt und als „nerviger Mann”, „Chauvi”, als negativ wahrgenommener und medial dargestellter Mann verspottet.

Es hat sich nichts gebessert. Alles, was sie tun ist, darauf zu warten, daß ich endlich verrecke, sterbe, tot bin, damit sie meine Klagen los sind, ohne sich jemals zu meinen Lebzeiten darum gekümmert zu haben. Scheißleben in einer feministischen Gesellschaft.

Dies war ein kürzlich hinzugefügtes Kapitel aus dem Buch „Anmache”, Band 2 der Reihe „Weibliche Wahlmacht”, dessen Kern aus den 1980er Jahren stammt.

Fußnote

1 «By Matt Blake
Published: 13:11 GMT, 21 August 2013
German population plummets as QUARTER of men say ‘no’ to kids
Germany lost 1.5 million inhabitants in its most recent census
The population is predicted to fall by 19 per cent to 66 million by 2060
Policy makers are throwing money at families in bid to stem the birth dearth
Experts say it needs to welcome immigrants and encourage mums to work
Germany’s birth rate has fallen by 11% since 2000, while UK rose by 4.1%»
(http://www.dailymail.co.uk/news/article-2398796/German-population-shrinks-QUARTER-men-say-kids.html)

 

13.04.2016

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge. Teil 3: der seit 30 Jahren zensierte Aktivist gegen Zensur

Feministische Zensur und politische Gesinnungszwänge

Teil 3: der seit 30 Jahren zensierte Aktivist gegen Zensur

Vor kurzem veröffentlichte COMPACT ein Sonderheft über «“Zensur in der BRD” und präsentiert die “Schwarze Liste der verbotenen Autoren”».1 Aufgeführt werden jedoch nur ehemals Etablierte, die sich in den letzten Jahren vom Konsens lossagten.

Anders als die „gefallenen Etablierten” erleide ich Zensur nicht seit kurzem, sondern seit 30 Jahren, in viel schärferer Form, weil nämlich überhaupt nichts verlegt und schon gar nicht über meinen Fall berichtet wurde. Außerdem bin ich derjenige, der seit zwanzig Jahren Zensurbelege der letzten dreißig Jahre gesammelt hat und versuchte, im Internet auf diese Zensur hinzuweisen. Meine Sammlung feministischer Zensurfälle war in den 1990ern die erste ihrer Art und ist bis heute die umfassendste.

Es ist also ausgerechnet der zum Thema seit Jahrzehnten tätige Aktivist vergessen worden, der selbst die krasseste und langfristigste Zensur durch Verschweigen erlebte.

Dieses Verschweigen verlängert sich nun noch in alternativen Medien, die gegen Zensur protestieren wollen!

Selten sind Stimmen, die nicht Buch und Argumente empört zurückweisen, sondern Angst vor den Folgen einer Veröffentlichung von Inhalten haben, die dem stillschweigenden Konsens der Gesinnungsmedien widersprechen.

«Und wenn wir das Buch machen, fallen die Feministinnen über uns her.» (Lektorin bei Herbig, Frankfurter Buchmesse 2014)

Meist wird bewußt und empört alles unterdrückt, was der eigenen, feministisch geprägten, Ansicht zuwiderläuft. Die Intoleranz ist immens. Wurden schon seit dem Mittelalter protofeministische Werke geschrieben, selbstverständlich veröffentlicht und bis heute bewahrt, was für erstaunliche Toleranz spricht, so reagieren Feministen aller Wellen gegenteilig, wollen alle ihnen ungenehmen Äußerungen unterdrücken, mit pseudoreligiösem Eifer ausrotten. Keine Erinnerung soll bleiben an zerstörtes natürliches Leben, Kultur, und gute nichtfeministische Argumente.

Das erklärt die Häme vieler Antworten.

«Na, da sind Sie bei uns ja genau richtig, sehr geehrter Herr „Deichmohle” – der Campus Verlag wird ganz sicher kein tendenziöses „Werk” veröffentlichen, das auf den Verirrungen des sogenann­ten Historikers Van Creveld aufbaut, der im Übrigen lieber weiter mit Waffen spielen sollte.» (Christina ■■, Campus Verlag, 13.6.2014 um 10:08 Uhr)

Schon im Vorfeld soll Indoktrination ab früher Kindheit verhindern, daß unbequeme Gedanken sich überhaupt bilden können; schon zarte kindliche Ansätze zu nichtfeministischem Denken und Leben werden in Erziehung, Betreuung und schulischer Ausbildung Kindern ausgetrieben. Gegendert und im Denken beeinflußt werden sie in KiTa, Kindergärten, Schulen und Universitäten, wo femi­ni­sti­sche Ideologie alle Fächer überrollt und objektives, wertfreies Forschen so weit es geht beseitigt hat. So können Bücher, die sie fürchten, meist gar nicht erst entstehen.

Gibt es doch einmal den „Unglücksfall”, daß ein Mann ihrer Manipulation entkommt und kritische Bücher schreibt, dann wird mit eisigem, jahrzehntelangem Verschweigen reagiert. Läßt sich ein Kritiker oder Werk jedoch nicht mehr durch Verschweigen vorenthalten, so wird gehässig persönlich diffamiert, nach Vorwänden gesucht, um mit aus dem Zusammenhang gerissenen und falsch verstandenen Zitaten oder Bruchstücken die unbequemen Argumente im Vorfeld so gründlich zu diskreditieren, daß die Öffentlichkeit davon abgeschreckt wird, sich damit zu beschäftigen oder es gar zu lesen.

«AW: Kontroverses, neuartiges Buch NEIN! über weibliche Wahlmacht – Der Abgewimmelte
Sehr geehrter Herr Deichmohle,
danke für Ihr Exposé des Manuskriptes „Nein!”. Ehrlich gesagt gefallen mir weder das Thema noch der Inhalt und deshalb wird es auch keine Veröffentlichung im Stieglitz Verlag geben.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte» (Stieglitz Verlag, 28.10.2014 um 10:08 Uhr)

Selten einmal eine lobende Wendung, die aber trotzdem einer Absage angehört.

«RE: Kontroverses, neuartiges Buch NEIN! über weibliche Wahlmacht – Der Abgewimmelte
Der Stil ist gut, wenn auch stellenweise recht eigenwillig… Der Inhalt, nein, die Inhalte bereiten mir dagegen mehr Probleme!» (Verlagsabsage, 27.10.2014 um 14:50 Uhr)

Manche Verlage verraten dem Verfasser vieler Bücher nicht einmal, welches Buch sie denn abgelehnt haben.

«Leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß eine solche Veröffentlichung bei uns unter keinen Umständen möglich sein wird.» (Kremayr & Scheriau, 18.11.2014, Absage ohne Buchnennung, auch aus Betreff nicht ersichtlich)

Was immer geschehen mag, der Verlag wird keine Feminismuswiderlegung veröffentlichen, ebensowenig feminismuskritische Belletristik.

«Gesendet: Freitag, 10. Juli 2015 um 11:26 Uhr
Von: “Christina ■■” <■■■@campus.de>
Betreff: Re: Nachweisbare Fakten über “Die Genderung der Welt”
Herr Deichmohle,
bei uns sind Sie mit Ihren „nachweisbaren Fakten” zum „Genderwahn” leider, leider denkbar falsch: Der Campus Verlag wird nicht nur von einer dezidiert feministisch gesinnten Frauschaft ge­führt, überdies arbeiten hier auch vorwiegend KollegINNEN, die garantiert kein Interesse ver­spü­ren, den Vertrieb Ihrer Werke zu befördern. ..
Mit feministischem, ja geradezu gegendertem Gruße
Christina ■■
Wer stellt die Weichen in Wirtschaft, Gesellschaft, Management und Wissenschaft? …
Assistenz der Programmleitung
Campus Verlag GmbH»

«Gesendet: Donnerstag, 09. Juli 2015 um 16:18 Uhr
Von: “Seismo Verlag” <buch@seismoverlag.ch>
Betreff: Re: Nachweisbare Fakten über “Die Genderung der Welt”
Sehr geehrter Herr Deichmole
Wie Sie unserem Ver­lags­pro­gramm leicht ent­neh­men kön­nen, tei­len wir Ihre Auf­fas­sun­gen vom „Gen­der­wahn” in kein­ster Wei­se. Wir bit­ten Sie, uns in Zu­kunft kei­ne Ih­rer mi­so­gy­nen Schrif­ten mehr zu schicken.
Freundliche Grüsse
Barbara ■■
Seismo Verlag
Sozialwissenschaften und Gesellschaftsfragen
Zähringerstrasse 26
CH-8001 Zürich»

 Diffamierung und Beleidigung statt Auseinandersetzung mit Sachargumenten ist genauso typisch wie beim Umgang mit Feministinnen, die jene Gesinnungszwänge verbreiteten.

«RE: Kon­tro­ver­ses, neu­ar­ti­ges Buch Nein!
Von: blau­licht-ver­lag@free­net.de 18.01.2015 um 04:01 Uhr
Hallo Herr Deich­moh­le,
wir ha­ben kein In­ter­es­se ihr Buch zu ver­öf­fent­li­chen. … Nein, das Haupt­pro­blem ist, dass ih­re The­sen und An­sich­ten nur ei­nen Schluss zu­las­sen:
Sie ha­ben ent­we­der ei­nen un­heim­lich klei­nen Pe­nis»

«Gesen­det: Frei­tag, 30. Ja­nu­ar 2015 um 22:41 Uhr
Von: J■■ <■■@jml­press.com>
Betreff: Re: Bahn­bre­chen­des Buch: Fe­mi­nis­mus. Gro­ßer Irr­tum – schwe­re Fol­gen
Das ein­zi­ge, was die­ses Buch be­weist, ist ver­mut­lich Ih­re gei­sti­ge Rück­stän­dig­keit. Und dann müs­sen Sie auch noch ‚Män­ner­haßʼ aus­hal­ten, Sie ar­mes Schwein. Als Mann ha­ben Sie da wirk­lich mein gros­ses Mit­leid.
Be­hel­li­gen Sie mich nicht mit sol­chen idi­o­tis­chen spam mails.» [sic, Schreib- und Denkfehler beibehalten]

Manche deuten unsagbare Gründe der Ablehnung an, die deutlicher zu nennen für den Verlag vermutlich bereits zu gefährlich wäre.

«Ge­sen­det: Don­ners­tag, 20. No­vem­ber 2014 um 17:05 Uhr
Von: Lek­to­rat <lek­to­rat@pe­ri­pla­ne­ta.com>
Betreff: Ma­nu­skript­ein­sen­dung Nein!
Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,
vie­len Dank für Ihr In­ter­es­se an un­se­rem Ver­lag und Ih­re Ma­nu­skript­ein­sen­dung. Ob­wohl Ihr Werk ein ge­wis­ses Po­ten­ti­al hat, kön­nen wir es nicht ver­le­gen. Bit­te ha­ben Sie Ver­ständ­nis da­für, dass wir die Grün­de an die­ser Stel­le nicht nä­her aus­füh­ren kön­nen.
Wir wün­schen Ih­nen für Ihr wei­te­res li­te­ra­ri­sches Fort­kom­men viel Glück und Er­folg.
Mit freund­li­chen Grü­ßen
Das Lek­to­rat
pe­ri­pla­ne­ta»

Das völlige Verschweigen aller Feministen ungenehmen Positionen nimmt vielfältige Formen an:

«Mit ihrem neuesten Buch allerdings hat sie die Todeszone betreten, das ewige Eis stiller Ablehnung, die komplette Echo-Losigkeit… Sie hat sich mit einem mächtigen Feind angelegt: der Frauenbewegung» (Matthias Matussek, Der entsorgte Vater, Spiegel 47/97, S. 104, über das Buch „Der gebrauchte Mann. Abgeliebt und abgezockt – Väter nach der Trennung” von Karin Jäckel)

Zuweilen wird darauf verwiesen, alle Mitarbeiter seien weiblich, die Leserschaft ebenfalls weitgehend. Wären es umgekehrt Männer, würden Feministen sofort eine Revolution beginnen. So kraß ist ihre Doppelmoral.

«After conferring with senior members of the agency, I regret to inform you we are going to have to pass on this project. As an exclusively female agency that caters to a largely female readership, we do not seem to be the right fit for you project» (T.N., Literaturagentur aus dem englischen Sprachraum, 10.06.2014)

Seit 30 Jahren werden Argumente verschwiegen, die Feminismus grundsätzlich widerlegen. Damals lebte eine schweigende Mehrheit, die solche Argumente gebraucht hätte, sowie Menschen, die noch ein Leben ohne moderne Ideologien (Feminismus, Faschismus, Kommunismus) kannten, ein Wissen um natürliches Leben hatten, das heute ausgestorben ist.

Brecht die Zensurmauer des Totschweigens, lest meine Bücher, besprecht sie im Internet, verlinkt meinen Blog!

 

Fußnote

1 https://juergenelsaesser.wordpress.com/2016/03/28/compact-spezial-nr-9-zensur-in-der-brd/

Feministische Gesinnungszensur und „politische Korrektheits”zwänge – Teil 2: Feministische Wellen verbreiten Zensur

Feministische Gesinnungszensur und „politische Korrektheits”zwänge

Teil 2: Feministische Wellen verbreiten Zensur

Zensorischer Druck feministisch gesinnter Kräfte auf die Medien wird bereits 1913 erwähnt.

«Wenn jedoch die Irreführung aufgedeckt wird,… dann greifen die Apostel des Feminismus, männlich wie weiblich, einstimmig zum Boykott. Unfähig, auch nur eine plausible Antwort zu geben, versuchen sie die Verbreitung unbequemer Wahrheit, die so gefährlich für ihre Sache ist, zu verhindern, indem sie ignorieren, was sie nicht beantworten können. Der Druck der einflußreichen Schwesternschaft auf Herausgeber und Redakteure ist wohlbekannt.» (Ernest Bax, Der Betrug des Feminismus, S. 1-2, 1913)

Spätestens seit den 1960ern werden feminismuskritische Bücher massiv behindert, wie meine Recherchen seit Jahrzehnten nachweisen.

«Vor zwanzig [inzwischen 45] Jahren, erreichte S. Goldberg von der New Yorker Universität einen ‚Guinnes Buch’ würdigen Rekord: die größte Zahl (69) von Verlagen, die ein Buch ablehnten, das schließlich doch gedruckt wurde. Seine gelehrte Untersuchung der Befunde von 1400 menschlichen Gesellschaften … wird systematisch unterdrückt von feministischen „Gelehrten”. Ebenso, vielleicht sogar noch gründlicher, das zwar schwer zu lesende, aber wichtige Buch von Ivan Illich aus dem Jahre 1982. Die „Entschuldigung”, jene Verfasser seien Männer, kann schwerlich für Goldberg’s Nachfolgerin, Anne Moir behauptet werden (die Doktorin der Genetik ist).

Ihr Buch „Brain Sex” bringt jenes Bild auf den neuesten Stand, das zu veröffentlichen Goldberg in den späten 1960ern so viel Schwierigkeiten bereitet hatte.

Dieses Buch beansprucht einen anderen Titel: die kürzeste Zeit im Druck! Als uns Rezensionen erreichten, konnte das Buch nicht mehr gekauft werden. Doch Frauen skandieren, „Frauen sind machtlos”, obwohl tatsächlich ihre Ideologie seit Dekaden Medien im Würgegriff hält, wenigstens Schlüsselfakten erstickt, die ihre Ideologie nicht vertragen kann.» (Robert Mann & Andrew Macfarlane, NZ Envir. 68 12 – 14 (Dec 1991) )

Schon in den 1960ern wäre ein interkultureller Vergleich, der menschliche Universalien herausarbeitet, die feministischer Ideologie im Wege stehen, fast nicht gedruckt worden.

«In den achtziger Jahren mußten … Aktivistinnen wie Susanne Steinmetz und Erin Pizzey, die auf den hohen Anteil männlicher Opfer bei häuslicher Gewalt aufmerksam machten, mit Bombendrohungen leben. Auch ihre Kinder wurden zur Zielscheibe erklärt … Dr. Karin Jäckel drohte man nach mehreren feminismuskritischen Veröffentlichungen mit Mord, Entführung und Brandschatzung. Und noch im Februar 2010 mußte Professor Gerhard Amendt, Professor für Geschlechterstudien an der Universität Bremen … ebenfalls wegen Gewaltdrohungen ebenfalls mit Leibwächtern zu einem wissenschaftlichen Kongreß für Männerforschung anreisen.» (Chri­stoph Altrogge, Das Männerhaßbuch 2010)

Meist handelte es sich bei Kritikern um Frauen, die sich eher äußern dürfen als Männer, zudem oft feministisch geprägtem Umfeld entstammten, aber einzelnen Dogmen widersprachen. Bereits das reichte für massive und teils gewaltsame Unterdrückung. Eine Widerlegung der Ideologie selbst schien vollständig undenkbar.

Zahlreiche weitere Fälle sind bekannt.

«Neil Lyndon: … Als er wenig später ein Buch zu demselben Thema herausbrachte, “No More Sex Wars”, erklärten AkademikerInnen, das Buch solle verbrannt und Lyndon erschossen werden. In erster Linie attackierten ihn Menschen, die das Buch nicht gelesen hatten… Infolge dieser ständigen öffentlichen Attacken zerbrach seine Ehe.» (Arne Hoffmann, der Fall Eva Herman)

Wer Feminismus grundsätzlich widerlegt, statt nur in einzelnen Punkten zu widersprechen, wird vollkommen totgeschwiegen, mit persönlichen Tiefschlägen vermiest, dessen Argumente dringen nicht an die Öffentlichkeit vor, werden nicht nüchtern überdacht, sondern ignoriert und allenfalls flüchtig und verständnislos überflogen mit dem erklärten Ziel, einen Grund zum Verreißen zu finden.

Jahrzehntelang wurden auch meine Zensurbeweise verschwiegen und zensiert.

Viele der wenigen namhaften Feminismuskritiker wurden seit den 1970ern mit Mord bedroht, zusammengeschlagen und in die Emigration gezwungen wie Esther Vilar, oder einem familiären Terror ausgesetzt, der zum Zerbrechen von Ehe und Familie führte, oder durch Diffamierungen ruiniert. Dabei stellten diese Kritiker feministische Annahmen nicht grundsätzlich in Frage; kritische Frauen sahen sich wie Esther Vilar selbst eher als „bessere Feministinnen”.

Genauso gefährlich leben Genderkritikerinnen heute, die sich selbst ebenfalls innerhalb des feministischen Weltbildes verorten. An den Grundirrtümern der Ideologie rütteln sie leider nicht. Doch ihre ehrenwerte Dissidenz reicht bereits, um sie unfairen Beschimpfungen, Drohungen bis hin zu Gewalt auszusetzen.

Ähnlich werden als Kritiker politischer Gesinnungszwänge einstige Etablierte gefeiert, die später aufgrund ihrer Dissidenz in Ungnade fielen. Kürzlich erschien ein COMPACT Artikel, der eine vollständige Liste zensierter Personen vorstellen will – ein ehrenwertes Unterfangen, doch werden leider nur ehemalige Angehörige des Establishments aufgeführt.

«Das System schlägt erbarmungslos zu gegen politisch unbequeme Journalisten und Publizisten! Getroffen hat es ganz unterschiedliche Leute, sie alle werden in COMPACT-Spezial vorgestellt»2 [Nicht alle! Ausgerechnet der zensierte Aktivist gegen Zensur fehlt!]

Wesentlich radikaler unterdrückt und zahlreicher sind jene Feminismuskritiker, die in den vergangenen zwei Generationen keine Chance hatten, in Medien wahrgenommen zu werden, eine Karriere an Hochschulen oder in der Forschung zu beginnen.

Ein Mann, der gar Feminismus mitsamt allen Annahmen widerspricht, ist noch viel weniger erlaubt, zulässig, vorstellbar, wird noch viel massiver unterdrückt. Ohne sich zu verbiegen wird er an keiner Universität mitarbeiten können, keine einzige Veröffentlichung in etablierten Medien erhalten. Die seit 30 Jahren dokumentierte Gesinnungszensur meiner Bücher fehlt anscheinend in „Die schwarze Liste der zensierten Autoren”, oder den meisten Berichten dieser Art. So verlängert sich das Totschweigen bis in alternative Medien. Das dürfte unabsichtlich sein, doch sind die vielen Argumente, Bücher und Kritiker, die aufgrund solcher Gesinnungszwänge niemals bekannt und etabliert werden konnten, ein noch viel größeres Problem als „abtrünnige Etablierte”, so lobenswert ihre Bekehrung zu partieller Einsicht auch ist.

Feministische subjektiv-frauenbezogene Subjektivität und Parteilichkeit haben politische Korrektheit in der Gesellschaft etabliert. Der bereits biologisch durch starke Tabus und schiefe Wahrnehmung geprägte Bereich der Geschlechter ist Kernpunkt politischer Korrektheitsideologie. Die Verdrängung ist so massiv und wirksam, daß sie nur an den Rändern bröckeln kann: Bei der Euro- und Finanzkrise, der Flüchtlingswelle, und anderen Bereichen, die nicht dem Kern feministischer Unterdrückung und ihres Gesinnungsterrors angehören.

Wir reden über wichtige Argumente in guten Büchern, die neues zeigen.

„Auf Empfehlung eines Bekannten habe ich Ihr obengenanntes Buch bestellt (Ihr Brief vom 16.5.1998) und gelesen. Ich sehe darin eine geistige Pionierleistung” (T.1, Brief vom 19.6.1998)

„Meine Hochachtung, Sie haben da ein Wespennest voll vom Ast gehauen.” (G., Brief vom 26.05.1998)

„Bin begeistert!!!” (G. Hanenkamp, Brief vom 27.7.1997)

Der Betreiber des Gabnets schrieb drei Rezensionen. „für mich eine völlig neue Buch­er­fahrung…”

„Es freut mich, daß Sie … Interessenten gefunden haben; ich sehe keinerlei Grund, daß Ihre Bücher nicht in den großen Taschenbuchverlagen erscheinen sollten… Sie haben völlig recht, daß die Wirkungen des Feminismus weit über das Väter/Kinder-Problem hinausreichen…” (Dr. A.)

Schauen wir uns nun an, wie diese Argumente und Bücher seit Jahrzehnten von Verlagen und Medien abgewimmelt werden. Nur wenige gaben sich die Blöße, ihre wahren Beweggründe zu zeigen. Fast alle versteckten sich hinter Formbriefen, Floskeln, die jeder gleichlautend erhält, oder verzichteten ganz auf Antwort. Nur wenn Empörung, Wut und Unterdrückungswillen emotional so aufstachelten, daß sie die Kontrolle über sich verloren, kamen entlarvende Absagen zustande. Diese entlarvenden Entgleisungen habe ich 30 Jahre gesammelt und stelle sie hiermit vor.

«Betrifft: Die ätzende Macholektüre, die ich hier zurückschicken darf» (Pahl-Rugenstein)

«Sie erhalten daher Ihren Papierberg in der Anlage zurück.» (1980er Jahre)

«Guten Tag. bin hier im Moment für den Versand zuständig und habe zufällig ein bißchen in deinen Texten rumgelesen. Zum Kotzen!Jedes Stück Papier scheint mir zu schade für deine Wahrheiten , die Du mit spätpubertärem Gesabbel wohl eher an den Mann bringen willst.
Antipatriarchale Grüße Mami (im Versand)» (Pahl-Rugenstein)

«Ich habe Ihr Buch, zumindest teilweise, gelesen und muß Ihnen mitteilen, daß … Ihre Vorstellungen … zwar unser Mitleid erregen, uns aber nicht zu einer Veröffentlichung … geeignet erscheinen.» (Europa Verlag 1993)

«in Anbetracht der Tatsache, daß Bestellungen seitens des Buchhandels zu 85 % durch Sortimenterinnen erfolgen, sehen wir leider keine Möglichkeit, Ihr Werk für eine Veröffentlichung … vorzusehen» (Ullstein)

Da ich damals bereits begann, die Zensur in meinen Büchern zu dokumentieren, wurden Verlage bereits Anfang der 1990er sehr vorsichtig bei ihren Absagen.

Ich werde das Ihnen gleich ohne Begleitbrief zurückgeben. Damit spare ich mir die Gefahr, von Ihnen zitiert zu werden.” (Ullstein, Buchmesse)

«Man kann den Feminismus nicht widerlegen; man kann ihn nur erweitern.» (Beltz-Verlag 1998)

«Wir haben feministische Bücher (‚Frauen’bücher) gemacht. Ich glaube kaum, daß wir so etwas in unserem Programm unterbringen können… Unsere Lektorin ist Feministin.»

Jahrzehnte später bleibt die Reaktion von Buchverlagen gleich:

«AW: Kontroverses, neuartiges Buch NEIN! über weibliche Wahlmacht – Der Abgewimmelte
Moin Herr Deichmohle,
wie kommen sie eigentlich darauf, dass wir bereit wären, ein Werk, welches in allen Ansätzen unseren Ansichten widerspricht, in unserem Programm aufzunehmen, weil es uns Aufmerksamkeit verschaffen könnte und gute Absatzmöglichkeiten bietet? Geschmeichelt fühlen wir uns ganz sicher nicht, aber sicher werden Sie es nicht schwer haben, jemanden zu finden der sich die Mühe macht. Ich habe keinerlei Zweifel, dass sie diese Abwimmelung durch eine Frau und Feministin verkraften werden.
Mit unfreundlichem Gruß
Karin B.» (Edition Narrenflug, 19.10.2014 um 16:41 Uhr)

Brecht die Zensurmauer des Totschweigens, lest meine Bücher, besprecht sie im Internet, verlinkt meinen Blog!

Fußnoten

1Wenn Namen abgekürzt werden, so geschieht das mit Rücksicht auf die Verfasser wegen der Brisanz des Themas.

2 (https://juergenelsaesser.wordpress.com/2016/04/07/zensur-in-der-brd-beliebter-radiomoderator-gefeuert/)

12.04.2016

Feministische Zensur, Teil 1: Heute laufende feministische Kampagne

Filed under: Allgemein,Uncategorized — Jan @ 14:43

Artikelserie:

Feministische Zensur, Teil 1: Heute laufende feministische Kampagne

Diese Artikelserie wird feministische Zensur vorstellen. Dieser erste Teil dokumentiert eine seit Tagen laufende feministische Kampagne, alle wichtigen feminismuskritischen Seiten auf Facebook zu schließen, jedenfalls die in englischer Sprache. Dieser Artikel dient zur Warnung und rät Vorsicht an, kritische Daten zu sichern, falls Seiten unwiderruflich gelöscht werden, wie es bereits manchen passierte.

Teil 2 wird aus 30 Jahren feministischer Zensur berichten. Dokumentationen, die bis 1913 zurückreichen, findet ihr in meinen Büchern.

In sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Youtube haben feministische Kräfte Meldeknöpfe durchgesetzt. Mit diesem „trojanischen Pferd” haben sie nun bequeme Möglichkeit, durch einen Maus- oder Tastendruck ihnen mißliebige Seiten zu melden. Das ging auch ohne solche Petzknöpfe, doch erforderte das immerhin ein wenig Arbeit und Nachdenken, etwa das Erfinden einer plausibel klingenden Begründung, weshalb eine gegnerische Seite gesperrt werden solle.

Die Petzknöpfe verlangen keine geistige Mühe. Vorgefertigte Begründungen können aus einer Liste ausgewählt werden, können haarsträubend falsch sein: Meist hat niemand Zeit, das zu überprüfen. Eine ausreichend hohe Zahl falscher Meldungen sperrt in sozialen Netzwerken oft automatisch. Außerdem sitzen überall feministisch gesinnte Kräfte, ebenso wie Richtlinien feministisch gefärbt sind. Das bedeutet: Feministinnen können fast beliebig und grenzenlos Männerhaß verbreiten, über das Ermorden von Männern dozieren, debattieren, (etwa eine „Reduzierung” auf 10 Prozent oder 1 Prozent der Bevölkerung) und das im Falle von Protest als „Humor” ausgeben, – es wird niemanden interessieren. Sie dürfen nackte Haut zeigen, was ja manche Feministinnen à la Femen als „Befreiung” feiern.

Bei Feminismuskritikern läuft es umgekehrt. Sie brauchen keine nackte Haut zeigen, werden aber trotzdem leicht wegen angeblicher „Nacktheit” gesperrt, die es niemals gab. Feminismus zu widersprechen gilt bereits als Beweis von „Haß”, was als Rechtfertigung zur Sperrung oder Löschung ausreichen kann. Echter Männerhaß von Feministinnen, die Männer quälen, versklaven, finanziell ausplündern, kastrieren oder sonst was wollen, geht durch. Feministinnen dürfen fast alles. Männer oder Kritiker dürfen fast nichts. Das ist keine rhetorische Übertreibung, sondern erlebbare Tatsache in dieser Gesellschaft, z.B. auf Facebook.

Solche Tatsachen nützen Feministinnen zu regelrechten Treibjagden aus, wie in den letzten Tagen im englischen Sprachraum. Alle antifeministischen oder nichtfeministischen Seiten sollen aus dem Verkehr gezogen werden, so der feministische Traum. Sichert alle wichtigen Daten, denn sie können jederzeit weg sein.

Opferliste, nächste AVfM

Die Dame findet sich in Behandlung, erhält ärztliche Betreuung, die sie offenbar ignoriert, um ungebremst Jagd auf Andersdenkende zu machen. Freilich ist auch das nichts neues; frühere feministische Wellen waren genauso irrational (siehe Buchreihe „Die beiden Geschlechter”)

 

ill herself

 

Ihre Form der „Selbsttherapie”, Andersdenkende zu zensieren und nichtfeministische Stimmen auf Facebook auszulöschen, war in den letzten Tagen sehr „erfolgreich”:

 

anti deleted

 

Manchmal senden sie vorsichthalber keine Beweisbilder, anhand derer sich feststellen ließe, wer die Sperrung veranlaßt habe. In den letzten Tagen wurden viele bekannte Seiten betroffen, gesperrt, dauerhaft gelöscht, oder waren zeitweise gesperrt. Oft jedoch prahlen die Zensorinnen mit ihren Taten und senden selbst die Vollzugsmeldungen, mit denen Facebook auf ihre falsche Beschuldigung geantwortet hat.

 

Clementine Ford

 

Seit dem 9. April sind alle bekannten feminismuskritischen Seiten unter feministischem Sperrbeschuß. Die Szene selbst redet von einem „Krieg”.

 

Krieg gegen Nichtfeministen

 

„We are waging war on all anti feminist” – „Wir führen Krieg gegen alle Antifeministen”

Es wird angekündigt, das bekannte Sprachrohr A Voice for Men solle nächstes Ziel sein.

 

Rose S Garston

 

Siehe da, der Ankündigung folgten Taten, sogar AVfM wurde von Facebook gesperrt, das offenbar vorher nicht einmal überprüft, ob es überhaupt einen Grund gab für die Meldung, oder einfach nur – wie üblich – eine große Zahl hysterischer Feministinnen kollektiv gleichzeitig auf Meldeknöpfe drückt, um eine automatische Reaktion auszulösen. Diese Vorgehensweise ist ähnlich irrational und hysterisch wie schon im 19. Jahrhundert.

 

Rose S Garston 2

 

Der Kniff besteht offenbar darin, AVfM – oder wen immer sie gerade erledigen wollen – wahllos aus verschiedenen Gründen zu melden. Der Vorwurf von „Nacktheit” ist unsinnig, doch darauf kommt es nicht an. Bei feministischen Schlammschlachten bleibt etwas hängen, auch wenn es völlig unwahr gewesen ist. So funktionieren ihre Kampagnen auch auf anderen Gebieten …

 

Rose S Garston 4

 

Andere feminismuskritische Seiten werden genauso behandelt. Zufrieden lächelt sie in die Kamera.

 

Rose S Garston 5

 

Noch ein dritter Angriff auf A Voice for Men, mit der dritten falschen Begründung. Zum Glück ist wenigstens diese Seite wieder freigegeben. Wer gelöscht wurde, hat seine Daten verloren, sofern keine Sicherungen existieren.

 

gegen Männer ist gut

 

Echter Haß, wie in Feministinnen häufig gegen Männer zeigen, weil er eine Grundkraft ihrer Ideologie ist, wird kaum je beanstandet. Das ist nicht nur, wie manche voreilig schreiben, ein „Doppelstandard”, sondern schlimmer: Feminismus gründet auf Haß und Irrtümern, durfte Haß und Irrtümer ungestraft verbreiten, wurde dabei staatlich gefördert. Feminismuskritik wendet sich gegen Haß und will die durch Haß gefährdete natürliche Liebe zwischen den Geschlechtern retten – doch ihnen wird vorgeworfen, was bei ihnen nicht stimmt, wohl aber auf Seiten feministischer Ideologie.

Feminismus ist eine Verdrehung aller Tatsachen in ihr Gegenteil.

Schaut mal in meine Bücher mit tiefergehenden Analysen und Beweisen, und verlinkt diesen Blog. Einen schönen Tag noch …

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