Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Monat: September 2015

Jugendrebellionen gegen Feminismusfolgen

Jugendkulturen gegen Feminismusfolgen

Seit der Romantik überrollt uns eine Welle der Jugendkulturen nach der anderen. Warum seit der Romantik? Wieso hat seit jener Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts traditionelle Kultur keine Bindekraft mehr, schreckt Jugendliche eher ab und zwingt sie, sich außerhalb überlieferter Formen Identität zu suchen?

Die Frage läßt sich beantworten. Zunächst die falsche übliche Antwort: Gewöhnlich wird darauf verwiesen, daß schon im Tierreich unbeweibte männliche Jungtiere sich von Mutter und Vater lösen, um sich einen Platz in der Welt zu erkämpfen, beim Menschen zu erarbeiten. Die Rebellion gegen den Vater sei gewissermaßen Voraussetzung, selbst erwachsen und zum Mann zu werden.

Doch diese Erklärung zieht nicht. Als Väter stärker (oder weniger schwach als heute) waren, gab es solche Rebellion nicht. Kulturen gaben Jugendlichen die Mittel, erwachsen zu werden. Kulturen gaben Identität. Erst Mangel an oder Zerbröckeln von Identität löste Rebellionen aus. Alle Jugendbewegungen suchten nach Leitbildern, Antworten, Identität. Zwar ist die Zeit des Wechsels vom abhängigen Kindsein zum selbständigen Erwachsenen die Zeit der Rebellion, doch der Anlaß, sich neue Wege suchen zu müssen, statt komfortabel in ein kulturelles Angebot hineinzuwachsen, ist gerade das Fehlen männlicher, väterlicher und jungenhafter Identität. Dies verdeutlicht der Zeitpunkt, an dem die Urform der Jugendbewegungen, die Romantik, entstand.

«Krise im ausgehenden 18.Jahrhundert
… Vielleicht kann man die Romantik am besten als erste deutsche Jugend- und Protestbewegung verstehen… Herausragende Autoren waren an allererster Stelle Schelling mit seiner Naturphilosophie» (Peter Groth, http://www.in-output.de/AKE/akerom.html)

1800 ist die „Sattelzeit” nach Kucklicks Buch „Das unmoralische Geschlecht”.

«Das andere Geschlecht, das Bessere Geschlecht» (Erhard Valentin Sprengel, 1798, geheimer preussischer Kriegsrath, nach Kucklick)

«Kaum werden die Männer aus der Aufsicht der Frauen entlassen, kommt wieder das Tier zum Vorschein, das selbstsüchtige Wesen der Vorzeit. Getrennt von Frauen, so Alexander, werden Männer die „rohesten und unkultiviertesten aller Tiere”, sie vernachlässigen in jeder Hinsicht ihre Erziehung… Frauen dagegen, die von Männern getrennt leben, verlieren nichts … von ihrer Friedfertigkeit und Soziabilität.» (Kucklick, Das unmoralische Geschlecht, S. 83 – 84)

Paradox daran ist folgendes: In den von Moderne und Aufklärung weitgehend abgeschafften Ergänzungsstrukturen traditioneller Kulturen sind Menschen gerade nicht selbstsüchtige Wesen, sondern Teil eines Austauschs. Erst die „kapitalistische Moderne”, die Markt und Ökonomie zur alleinigen Macht erhoben, setzten menschlichen Egoismus bewußt als Organisationsprinzip ein, gerade indem alle Rücksicht auf „altbackene kulturelle Vorurteile” aufgehoben wurden. Es verhält sich genau umgekehrt: Je strukturarmer oder gar geschlechtsneutraler eine Gesellschaft, umso ungehemmter entfalten sich Egoismen, ja, lernen Kinder gar nicht erst, Teil eines verantwortlichen Füreinanders zu werden. Die Sicht der Moderne ist hier extrem schief, weil sie parteiisch ist, die uralte, natürlich gewachsene Kultur beseitigen will. Dazu bedient sie sich der Männerhasses, weil Männer die alte Gesellschaft repräsentieren, die sie verdängen wollen, und die Bezugnahme auf instinktive Hilfsbereitschaft für Frauen wird ausgenützt, indem Frauen als Opfer charakterisiert werden, was jeden „anständigen” Menschen dazu bewegen soll, die Ideologie der Moderne – oder später des Feminismus – zu unterstützen.

«In den Schriften der Aufklärer wurde die Grundlage dieses Denkens gelegt, die Grundlage der Negativen Andrologie. .. Etwas anderes als der grausame Mann und die tyrannisierte Frau taucht selten am Rand des Naturpanoramas auf.» (Kucklick, S. 56)

Zwar sind Männerhaß und überzogene Frauenbevorzugung älter. Meine Bücher und Blogartikel verfolgten die Spuren bis zur Zeit der Christianisierung, in die römische Antike. Band 4 „Zensiert” der Reihe „Die beiden Geschlechter” zitiert eine erste-Welle-Feministin, die sich auf die Minnezeit berief, das Ideal der Unterwerfung starker Ritter unter Frauen. Verstärkt seit der Frühneuzeit und Kolonialzeit wies ich anhand des Materials von Kucklick auf eklatante Verleumdung des „wilden” oder „fremden Mannes”, seine Abwertung zu einem abscheulichen Zerrbild hin, wobei gleichzeitig Frauen geradezu vergöttert und als Vorbild hingestellt wurden. Schon dadurch dürfte ein Druck entstanden sein, auch ein sexueller Druck, der bei Revolutionen wie der französischen Revolution als Antrieb nicht unterschätzt werden sollte. Wer das nicht glaubt, kann dies „Dantons Tod” von Georg Büchner entnehmen, der nach intensivem Quellenstudium unter anderem das Doppelgesicht vieler Revolutionen beschrieb: Auf der einen Seite die Verheißung neuer Freiheit für Männer niedrigen Standes oder Ranges (die Verlierer der Selektion), deren Schattenseite Laster ist, zum anderen neue Formen schärferer Unterdrückung als je zuvor, wie während des Schreckensregimes des Tugendterroristen Robespierre.

Doch so problematisch westliche Zivilisation aufgrund ihrer Achillesverse Männerhaß und Frauenvergötterung schon damals war, so war doch noch lange nicht das Ausmaß an Ungleichgewicht erreicht, das die Sattelzeit um 1800 schuf, wie „Das unmoralische Geschlecht” zeigte. Seit damals ist Männerhaß fest verankerter Baustein und Grundlage des Denkens westlicher Zivilisation, ebenso Frauenvergötterung.

So wie die Christen des alten Roms und später Germaniens heidnische Kultur verdrängen wollten, wobei der heidnische Mann in den Ruf des „grausamen, barbarischen Heiden” geriet, der gebändigt und bekehrt werden müsse, um zu einem guten und vertrauenswürdigen Menschen zu werden, so dient anscheinend die verächtliche Zuschreibung des „tyrannischen Mannes” der Überwindung des Naturrechts des Ancien Régimes.

«Die Tradition setzte eine an sich positive – weil von Gott geschaffene – Natur voraus und fürchtete deren Negation durch Männer. [etwa durch Heiden, Ungläubige] Um 1800 wurde dagegen die männliche Natur selbst negativ gedeutet – und erwartet wurde die Negation dieser Natur, um zu einem zivilisierten Menschen zu werden.» (Kucklick, S. 61)

Bereits vorher, zu Beginn des kolonialen Zeitalters, als europäische Schiffe Kolonien gründeten, wurden die Männer außereuropäischer Stämme als brutale Wilde dargestellt, die ihre Frauen tyrannisch unterdrücken würden, was offenbar ein moralischer Grund dafür war, diese als Kolonialmacht zu unterwerfen und zur „Zivilisation” und zum „Christentum” zu bekehren.

«Mehr als die Hälfte des Globus ist von Wilden bewohnt; & bei all diesen Völkern sind die Frauen sehr – unglücklich. Der wilde Mann, zugleich grausam und gleichgültig, aktiv aus Notwendigkeit, aber unwiderstehlich zur Trägheit neigend, ohne Ahnung von der Beschaffenheit zur Liebe, & ohne irgendwelchen moralischen Vorstellungen, die allein das Reich der Gewalt besänftigen könnten, die er als das einzige Gesetz der Natur erachtet, befehligt er despotisch jene, die ihm die Vernunft zu Gleichen macht, aber die Schwäche ihm unterwirft.» (Thomas 1773, 6f; Kucklick, S. 49)

Mögen solche Anfeindungen ursprünglich als schwarze Propaganda in Machtkampf und Eroberungskrieg erscheinen, so werden sie in der Sattelzeit endemisch, fest verankert in unserer Zivilisation. Es klingen bereits wesentliche Vorwürfe des späteren Feminismus an, der solche Schiefsicht und Verleumdung weniger erfunden, als vielmehr geklaut und dann extremistisch, haßvoll zu einem militanten Ideologie- und Unterdrückungssystem ausgebaut hat. Doch die Bausteine prägen die Gesellschaft seit der Sattelzeit.

Daher dürfte es kaum ein Zufall sein, daß während der Sattelzeit, oder unmittelbar danach, mit der Romantik die erste schwärmerische Jugendrebellion ausbrach. Jungen mußten sich eine neue Identität suchen, weil die alte männliche Identität verunglimpft worden, als „böse”, „egoistisch”, „tyrannisch”, sprich „unterdrückerisch” hingestellt worden war. Der Bezug zwischen den Geschlechtern war beschädigt von solch systematischer Misandrie des zeitgenössischen Denkens. Kulturelle Strukturen hatten begonnen, sich aufzulösen, trugen die Heranwachsenden nicht mehr, konnten ihr Lebensglück nicht bereitstellen. Deshalb benötigten die Liebesgefühle Jugendlicher ein neues Ventil – schwärmerisch und romantisch brach es sich durch, mit einem Ruf „zurück zur Natur”, der noch für viele spätere Jugendbewegungen typisch werden sollte.

«Das romantische Projekt war die erste Gegenbewegung gegen die entzaubernde Wirkung der Moderne. Die Romantiker setzten gezielt Weiblichkeit als Protestform ein, diese Verkoppelung hat dann Schule gemacht in vielen Protestbewegungen, vor allem im Feminismus, weshalb die Romantik Relevanz und Strahlkraft bis in den Postfeminismus besitzt. [17, Klinger 1992]» (Das unmoralische Geschlecht, Kucklick, S. 197)

Damit wurde das Gift zur Problemlösung, denn die Moderne beruhte ja bereits auf männerfeindliche und Frauen idealisiernder Sicht. Gegen solche Schiefsicht darf natürlich nicht mit Weiblichkeit rebelliert werden – sonst entsteht Feminismus, eine Ideologie, die Probleme, Schäden und Ungleichgewicht vergrößern muß, weil sie die geschädigten Opfer als Täter hinstellt und die Bevorzugten als Opfer, also alles genau verkehrt herum deutet.

Der erste-Welle-Feminismus beschädigte nochmals kräftig die verbliebenen Geschlechterbezüge, den Rest an Ergänzung und Tausch der Geschlechter. Wen wundert es, daß die nächste große Jugendbewegung nach der Romantik ab der Jahrhundertwende von 1900 „Jugendstil” und „Wandervögel” wurden? Wieder gab es einen Versuch schwärmerischen Neubeginns, gerade auch der geschädigten Geschlechterbeziehungen.

«Etwa 3000 Jugendliche unterschiedlichster Organisationen, Verbände und Institutionen fanden sich am 12. und 13. Oktober 1913 zusammen, um dort den Ersten Freideutschen Jugendtag zu feiern.

Die Grundgedanken, Ideen und Ziele, die 1913 auf dem Hohen Meißner verkündet wurden, haben das Selbstverständnis späterer Generationen von Jugendbewegten beeinflußt» (http://www.umweltunderinnerung.de/index.php/kapitelseiten/lebensweisen/63-das-jugendtreffen-auf-dem-hohen-meissner)

Für damalige Zeitgenossen gehörte der veränderte Umgang von Jungen und Mädchen zu den wichtigen Erfahrungen. Eigenes Liedgut, Zeltlager und Wanderfahrten weisen Parallelen auf zu Festivals und Asienreisen der Blumenkinder in den 1960ern. Barfußgehen war in beiden Bewegungen und Epochen beliebt. Quellen aus den USA führen die Ursprünge der Hippies zu einem guten Teil auf deutsche Einwanderer zurück, die um oder kurz nach 1900 ihre Ideen nach Kalifornien mitbrachten.

«„Die gemeinsame Wurzel war der Hohe Meißner” – 100 Jahre Jugendbewegung
Ein Gespräch mit Prof. Bernhard Vogel über den Bund Neudeutschland

Im Oktober 1913 versammelten sich zwei bis drei Tausend Jugendliche auf dem Hohen Meißner bei Kassel zum ersten „Freideutschen Jugendtag“. Es war die Geburtsstunde der deutschen Jugendbewegung. Aus ihr ging im Juli 1919 auch der Bund Neudeutschland hervor, eine vom Kölner Erzbischof Felix Kardinal von Hartmann kurz vor seinem Tod gegründete, katholische Jugendorganisation. Nach wenigen Monaten hatte der Bund bereits 10.000 Mitglieder in 100 Ortsgruppen. Nach einem Jahr belief sich die Mitgliederzahl auf 25.000. Zu ihnen gehörten im Lauf des 20. Jahrhunderts auch viele prominente christlich-demokratische Politiker wie Josef Rommerskirchen, Ernst Majonica, Hans Katzer, Alois Mertes, Adolf Süsterhenn und Rainer Barzel. … In der katholischen Kirche ist vieles von dem, was in der Jugendbewegung begann, durch das 2. Vatikanische Konzil Allgemeingut geworden. » (http://www.kas.de/wf/de/71.12696/)

Entgegen ihrem Ruf wurden die Wandervögel von einem breiten politischen und religiösen Spektrum aufgesogen. Von katholischen und evangelischen ging es bereits bis zu spirituellen oder esoterischen Strömungen; von katholisch-konservativen über christdemokratische Strömungen bis zu den sich später gründenden Jungfaschisten; aber auch das linke Spektrum von Sozialdemokraten bis zu kommunistischen Anhängern der Oktoberrevolution bediente sich an Zügen der Jugendbewegung, prägte später das Umfeld der Hippies.

Ein bekannter Politiker der frühen BRD erzählte, zeitlebens denen vertraut zu haben und ihnen verbunden gewesen zu sein, die er beim Treffen ihrer Bewegung auf dem Hohen Meißner 1913 getroffen hatte. Es war so eine Art deutsches Woodstock der Wandervögel gewesen.

Die nächsten Wellen der Verunglimpfung und Überlastung des Mannes brachten die Hippies, Blumenkinder, Acid Heads und Liebesgeneration hervor. Von Liedern wie

«It’s been a hard day’s night
And I’ve been working like a dog …
You know I work all day
To get you money to buy you things» (The Beatles, A Hard Day’s Night)

bis zu vielen anderen Bluesballaden vom harten Leben rangniederer Männer, oft entrechteter schwarzer Männer, handelten viele frühe Lieder von den Schwierigkeiten männlicher Verlierer mit Frauen.

«Wenn jemand sich ergriffen fühlte, würde er einen Vers singen. Jeder Bluesvers über die schmerzhaften Wechselfälle, in die Frauen Männer versetzen, wurde gesungen. Es wurde zum Wettbewerb zu sehen, wem am meisten Unrecht durch eine Frau geschehen war, und zugleich zur Bestätigung unsrer Männlichkeit, daß wir es wählten, uns mit Frauen abzumühen und darüber Lieder zu schreiben.» (Melville Bishop, Hippie Picaresque: On the Road Meets the Summer of Love, 1967, geschrieben 69/70 in Berkeley)1

Auch die Gegenkultur der Gurus und Saddhus in Indien dürfte etwas mit dem auf Männern lastenden Druck zu tun haben. Sind die Kinder alt genug, sich selbst zu ernähren, konnte traditionellerweise ein Mann der Brahmanenkaste Haus, Frau und Familie verlassen, lieber arm aber frei barfuß durch indische Dörfer pilgern, als sich Streß und Pflichten länger auszusetzen.

«Gequälte Ehemänner entkamen oft dem Zuhause, um eine Pause zu machen, Rat zu holen, oder sich anzuvertrauen. Wer immer kam, wurde willkommen geheißen, sich auf die Pritsche zu setzen.» (Ananda Brady, Ten Years on the Hippie Trail)2

Lenore Kandel, „die der Haight-Ashbury zu lieben lehrte”, sprach sich gegen eine unmännliche Welt, insbesondere unmännliche Berufswelt aus.

«Die Gesellschaft ist nicht gerade auf Männer ausgerichtet, wirklich. Arbeitsstellen und die Art der Arbeiten sind nicht sehr männlich... Die Kultur zerfällt schneller und schneller.»3 (Lenore Kandel, bekannte Autorin der Szene, in: Leonard & Deborah Wolf, Voices From The Love Generation, S. 19, 1967)

Es handelte sich also ursprünglich um eine Rebellion gegen Feminismusfolgen, wie frühere Jugendbewegungen auch, die später dann von einer neuen feministischen Welle tragischerweise überrollt und in ihr Gegenteil umgedreht wurde; andere waren geistig durchgehend geprägt vom feministischen Geist, der die Probleme und Identitätskrisen auslöste, gegen die sie rebellierten: Eine verblendete Rebellion sozusagen, die an ihrer Blindheit scheitern mußte, das Problem in sich trug, an dem sie litten und wogegen sie zu rebellieren versuchten.

Nach dem Umdrehen der Blumenkinder in feministische „lila Pudel” oder 1968er Linksradikale folgten Punks als Sammelbewegung für Protest. Zahlreiche Moden von Heavy Metal über Rave und Goa bis Rappern lockten mit Gegengemeinschaft und Identität. Hinzu kamen Neonazis, zuletzt der Islamische Staat. Alle diese Jugendbewegungen hatten eins gemeinsam: Sie versuchten, Jugendlichen eine (Ersatz-) Identität zu bieten, nachdem natürliche und kulturelle Identität von feministischen (oder protofeministischen) Wellen zerstört und verunglimpft worden war. Sie versuchten, die gestörten Beziehungen der Geschlechter auf eine neue Basis zu stellen.

«„Der IS ist ein Stück weit Jugendkultur

„Wer früher provozieren wollte, wurde Punk. Heute geht er zum IS.” Diese Aussage stammt von Politologe Peter Neumann. …

Neumann kennt dadurch die Persönlichkeitsprofile der Jihad-Reisenden sehr genau: „Der islamistische Terrorismus ist eine Jugendkultur.” Längst nicht alle sind perspektivlose Jugendliche aus Vorstädten. Das möge für Deutschland und Frankreich grösstenteils stimmen, so Neumann, in England seien aber sehr viele Studenten dabei. „Universitäten sind klassische Rekrutierungsorte für Islamisten.” Man ist in einer neuen Stadt, an einer neuen Schule, kennt niemanden und wird primär als Muslim wahrgenommen. Da sei es schnell attraktiv, wenn jemand auf einen zukomme: „Ich verstehe genau, wie es dir geht, komm mal vorbei, wir trinken Tee und diskutieren.”

Viele Kämpfer sind jung, Anfang bis Mitte zwanzig. Das sei ein Alter für rebellische Phasen, so Neumann. „Und was ist das Verrückteste, was du heute machen kannst? Womit du alle Autoritäten gegen dich aufbringst? Vor 30 Jahren wärst du vielleicht Punk geworden, vor 20 Jahren Neonazi, heute wirst du Islamist.” (ofi)» (http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Der-IS-ist-ein-Stueck-weit-Jugendkultur–26152491)

Islamistische Terrorgruppen hängen mit Entwurzelung durch feministische Agenda und Gender-Mainstreaming zusammen, wie Band 3 „Die Genderung der Welt: Wie Feminismus weltweit Kulturen zerstört” der Reihe „Die beiden Geschlechter” nachweist. Demnächst wird das Buch in einem Verlag erscheinen.

Vor 50 Jahren wären sie vielleicht Hippies geworden, Rebellen der Liebesgeneration. Mädchen aber wurden seit mindestens 50 (wenn nicht 150) Jahren von Feministen aufgesogen; der Druck feministischer Wellen läßt Gegenbewegungen entstehen, die Desorientierten, Entwurzelten Identität und Orientierung versprechen.

Es ist eure Aufgabe, dieses Wissen zu vermitteln, damit die nächste Jugendbewegung nicht so blind und unwissend ist wie frühere, den feministischen Spuk wegfegt und überwindet, auf Liebe gründet wie die Liebesgeneration, nicht aber auf stumpfer Radikalität pseudo-politischer oder pseudo-religiöser Extremisten.

Dies war ein Auszug aus Band 4 „Zensiert” der Reihe „Die beiden Geschlechter”, der sowohl seit Jahrzehnten zensierte, von der Öffentlichkeit ignorierte, weiterhin unbekannte Argumente und Fakten enthalten wird, als auch neueste Ergebnisse.

Einige Zitate entstammen Band 3 „Die Genderung der Welt”, das demnächst in einem Verlag erscheinen wird.

Fußnoten

1«Whenever anyone felt moved, they would sing a verse. Every blues verse about the painful changes women put men through was sung. It became a contest to see who had been most wronged by a woman, and at the same time an affirmation of our maleness that we choose to hassle with women and live to sing about it.» (Melville Bishop, Hippie Picaresque: On the Road Meets the Summer of Love, 1967, geschrieben 69/70 in Berkeley)

2 «Harried husbands

would often get away from the household to take a break, get advice, or confide. Whoever would turn up was made welcomed to take a seat on the cot.» (Ananda Brady, Ten Years on the Hippie Trail)

3«society isn’t very male directed, really. Jobs and way of jobs aren’t very manly... The culture is crumbling faster and faster.» (Lenore Kandel, bekannte Autorin der Szene, in: Leonard & Deborah Wolf, Voices From The Love Generation, S. 19, 1967)

Buchbesprechung „Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur”

Buchbesprechung von „Ideologiekritik am Feminismus:

Krieg gegen Mann, Natur und Kultur“

Erstrebenswert ist, ungewöhnliches zu tun, denn was bereits gesagt wurde, ein zweites Mal zu schreiben, wäre Zeitverschwendung, die zu schade wäre für das kurze Leben. Bei mir geht es um neues.

Viele sind versucht anzunehmen, ein Buch mit feminismuskritischem Inhalt könne wieder nur ein „peinliches Buch” voller „Vorurteile” sein und wollen es nicht anfassen, um nicht mit „blamablem” in Berührung zu kommen, oder sie halten es vorab für „uralte, sattsam bekannte Klischees”. Wieder andere sind so übermäßig von sich selbst überzeugt, daß sie glauben, alles zum Thema schon zu wissen, oder alles wichtige sei längst gesagt. :roflmao

Dabei entgeht ihnen eine neue, unbekannte, wissenschaftlich gut abgesicherte und völlig vorurteilsfreie Argumentation. Das Buch öffnet Pforten zu neuen Denkweisen, Sichten, Erkenntnissen. Wer sich das Lesen versagt, verschließt sich neue Erkenntnisse, bleibt unwissend. Peinlich ist auf lange Sicht nicht, ein solches Buch zu lesen, sondern solche Bücher nicht zu lesen und unwissend zu bleiben.

Sperrig an dem Buch ist, daß es Lesern den Boden unter den Füßen wegzieht, das Gebäude von Annahmen, Überzeugungen, begrifflichen und thematischen Prägungen. Das ermöglicht jedoch, dem Kerker des in sich geschlossenen feministischen Weltbildes zu entkommen. Dabei wird auch die begriffliche Grundlage gelegt, die Welt neu und wissenschaftlich treffender wahrzunehmen. Ein Lernprozeß wird ausgelöst, bei dem Leser sich selbst ändern. Das mag manchem anfangs unbequem erscheinen, nützt aber sehr.

Ob Menschen, die mit dem Thema wenig vertraut sind, oder vom Feminismus beeinflußte Frauen und Männer (zu denen auch die Gleichheitsfeministen der sogenannten „Männerbewegung” zählen) – sie alle können neues lernen, wenn sie es nicht vorab abtun, was genau dem Prinzip „Vorurteil” entspräche: nämlich etwas abtun, ohne es kennen.

Andreas Lange von Nicht-feminist.de schrieb mir in einer Email:

„Ich halte dieses Buch für sehr empfehlenswert und Jan Deichmohle für einen der wichtigsten und gleichzeitig unverstandensten Feminismuskritiker …
Dein Text ist der beeindruckendste, den ich bis jetzt zur Männerbewegung gelesen habe. Ich muß ihn mindestens zweimal lesen, dann nachwirken lassen.”

Weiter beschrieb er die Wirkung des Buches auf ihn als Leser.

„Mit dieser Erwartung ging ich nun ans Werk bei Jan Deichmohle. Doch hier passierte etwas, was als Idealfall bei der Rezeption von Literatur angesehen werden kann: das Lesen dieses Buches hat mich verändert. Der Text ging nicht butterweich durch meine Synapsen, um sich als Argumentationsreservoir irgendwo im Hirn abzulegen. Der Text sperrte sich. …
Vielleicht kennt der eine oder andere dieses Phänomen: ein Autor schreibt verständliche Sätze, aber als Leser hat man das Gefühl, das wesentliche zunächst nicht verstanden zu haben. Wenn man jedoch dem roten Faden auf die Spur kommt, dann verwandelt sich der Text von einer beliebigen Beschreibung eines Sachverhalts zur Realität.”

Ein gutes Buch wirkt bewußtseinsverändernd. Feministen beiden Geschlechts werden wünschen, daß dieses Buch nicht gelesen wird, weil es das Denken verändern und feministischer Ideologie den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Auch Leser können im ersten Moment den Eindruck gewinnen, daß ihnen begrifflich der vertraute, feministisch geprägte Boden unter den Füßen weggezogen wird. Das mag zunächst unbequem erscheinen, ist jedoch gerade ein Qualitätsmerkmal, das sonst oft fehlt. Danach betreten Leser festen, ideologiefreien Boden.

Das vermögen Bücher mit tiefer Feminismuskritik. Pseudokritik der gleichheitsfeministisch geprägten „Männerbewegung” vermag das nicht; sie stärkt die Ideologie eher noch. Dies ist auch ein Grund, warum meine Bücher 30 Jahre lang nicht gedruckt wurden, Bücher der gleichheitsfeministischen Fraktion dagegen schon.

Ideologiekritk am Feminismus: Krieg gegen Mann, Kultur und Natur” ist der zweite Band der Reihe „Die beiden Geschlechter” und inzwischen im Schäfer Verlag erschienen. Das Buch stützt sich auf wissenschaftliche Resultate von Band 1 „Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen” der gleichen Reihe.

Weibliche Wahlmacht und die erste feministische Welle

Weibliche Wahlmacht und die erste feministische Welle

Verschärfung weiblicher Dominanz durch alle feministischen Wellen.

Wie Frauenbevorzugung übersteigert und die Gesellschaft ganz
aus dem (bereits schiefen) Gleichgewicht gekippt wurde.

Die biologische weibliche Wahl ist folgenreich; sie läßt Arten entstehen, bestimmt ihre Entwicklungsrichtung, läßt Geschlechtsunterschiede entstehen und prägt diese, ebenso soziale Strukturen wie Familie und die der Kultur. Siehe Nachweise in Band 1 „Kultur und Geschlecht”.

«sexual selection dealt with variations between individuals, male and female, of the same species» (nach Darwin, Erika Lorraine Milam, Looking for a Few Good Males, Female Choice in Evolutionary Biology, p. 13)

Die biologische weibliche Wahl kann Arten in Sackgassen befördern und aussterben lassen wie jene eiszeitliche Hirschart mit Riesengeweih, die schließlich nicht mehr lebensfähig war in sich wandelnder Umwelt.

Weibliche Wahl, gesicherte Mutterschaft, leichterer Zugang zur Fortpflanzung geben dem weiblichen Geschlecht biologische Dominanz.

Weibliche sexuelle Selektion kann von erfülltem Leben, Fortpflanzung und Fortleben von Genen ausschließen.

Was immer die Lebensträume der Männer gewesen sind – eine bestimmte, geliebte Frau zu haben, eine Welt der Liebe zu gründen und in ihr zu leben, eine Welt sozialer und freier Liebe zwischen den Geschlechtern, wie auch ihr Lebenstraum aussehen mag, so wird dieser vielfach unmöglich gemacht, ihr Traum zerstört von weiblicher Wahl durch sexuelle Selektion, die auch soziale Folgen hat.

Männliche Vertreter fast aller Arten tragen nahezu allein die Last der Evolution. Denn „unbeliebte” Gene verschwinden nicht, indem Frauen und Männer mit solchen „unerwünschten” Genen sich seltener fortpflanzen, sondern indem Frauen, auch jene, die selbst das „unerwünschte” Gen tragen, sich fortpflanzen, Männer mit demselben Gen, das sie selbst haben, ausschließen aus Fortpflanzung, Geschlechtsleben, erfülltem Liebesleben, die Lebensträume der Männer zerstören durch ihre abweisende Wahl.

Daher verschwinden „unerwünschte” Gene nur langsam; Frauen pflanzen sie fort; entsteht so ein Sohn, wird dieser später von Frauen mitsamt seinem Gen diskriminiert, ausgeschlossen von Liebesleben und damit Fortpflanzung, davon, eigene Kinder zu haben. Geht das unerwünschte Gen der biologisch wahldominanten Frau dagegen an eine Tochter, so wird diese keineswegs geschnitten, sondern ist wahldominant wie ihre Mutter, selektiert Männer aus und diskriminiert sie, die das gleiche Gen tragen wie sie.

Das ist als wissenschaftliche Tatsache durch genetische Studien eindrucksvoll belegt; empfundene „Behauptungen” des Gegenteils durch „bewegte Frauen” sind falsch. Kultur war niemals „frauendiskriminierend”, sondern allenfalls eine notwendige Verringerung des unmenschlichen Grades biologischer Männerdiskriminierung, die Fakt ist. Auch Kulturen bevorzugten Frauen. Feminismen aller Wellen vergrößerten elementare Ungleichheit.

vo 8000 Jahren, Frühzeit

Die Last der Selektion trägt großteils der Mann. Männer müssen unter dem Druck der sexuellen Selektion erfolgreich sein, nach unerfindlichen und oft sehr wandelbaren Maßstäben weiblicher Wahlmoden, die beim Menschen sich sehr rasch wandeln können. Wer nicht mit der Mode Schritt hält, wird aussortiert, diskriminiert, ausgeschlossen. Was gestern hui war, kann heute pfui sein. Was gestern begeisterte, kann heute verspottet und verachtet werden.

Deshalb ist der genetische Druck auf Männer groß. Männer wandeln sich viel rascher als Frauen aufgrund dieses evolutionären Drucks, sind das Experimentierstudio der Natur. Darum ist die Varianz zwischen Männern größer, gibt es dieses und jenes Extrem, das vielleicht zum Stern am Himmel des Prozesses der Männerdiskriminierung werden kann, die sexuelle Selektion ist, oder ein Totalversager. Frauen sind, statistisch gesehen, daher eher mittig, dem Durchschnitt näher, aber seltener an den Enden zu finden.

Ein Zeichen für den Druck, den weibliche Wahl ausübt, ist das von Genetiker festgestellte deutlich größere Alter der genetischen „Ur-Eva”, auf deren Erbanlagen heutige Frauen zurückgehen, gegenüber dem deutlich geringeren Alter des genetischen „Ur-Adams”, von dessen Erbanlagen heutige Männer abstammen. Denn Männer mußten sich aufgrund des Drucks weiblicher Wahl sehr viel rascher ändern. Dies ist genetisch über mehr als hunderttausend Jahre zurückverfolgbar.

Das ist die Bedeutung der Tatsache, daß Männer die Last der Evolution tragen. Diese einseitige Wahl ist biologisch angeboren, aber höchst ungerecht. Sie bremst sogar die Evolution; denn unterlägen auch Frauen sexueller Selektion, würden „unerwünschte” Gene binnen einer Generation vollständig verschwinden. So aber dünnen sie sich nur aus, können theoretisch von Frau zu Frau übertragen zwar seltener werden, sich aber über lange Zeiträume weiter halten – und es trifft die Last, später diskriminiert zu werden, den Sohn, nicht die Tochter.

Weibliche Wahl ist die folgenreichste Wahl überhaupt. Männer haben von Natur aus keine solche Wahl, und hatten auch auf anderen Gebieten nie eine vergleichbar folgenreiche Wahl. Nur eigene männliche Stärken, Tauschgaben, Machtbereiche können Männer so anziehend werden lassen, daß sie auch eine Wahl haben – abgesehen von jenen etwa 20 Prozent (der Prozentsatz wurde von Feministinnen genannt, siehe Band 1; obiges Schaubild belegt die Behauptung) der Männer, die Gewinner weiblicher Wahl sind und daher eine sekundäre Wahl auf Kosten einer männlichen Mehrheit, oder den männlichen Verlierern haben.

„Erika Lorraine Milam, Looking for a Few Good Males, Female Choice in Evolutionary Biology” Der Buchtitel verrät dies ebenso wie Zitate von Feministinnen in Band 1, die von 80% Männern sprechen, die Frauen bei „freier Wahl” nicht wollen und die sich „gefälligst damit abfinden sollen, nicht erwünscht zu sein”.

Da es mehr heterosexuelle Frauen gibt als Männer, die den diskriminierenden Ansprüchen von Frauen genügen, gibt es zwar immer männliche Verlierer, deren Leben verpfuscht ist, aber auch eine Anzahl Gewinner, um die sich mehr Frauen reißen, als es von ihnen erwünschte Männer gibt.

Solcher Druck wird zu sozialem Druck, der sich auch in einer hohen Selbstmordrate niederschlägt.

Selbstmorde nach Geschlechtl

Nehmen wir als Beispiel das Phänomen „Boygroup”, deren bekanntestes Vorbild die Beatles waren. Der picklige, durchschnittliche gleichaltrige Junge von nebenan, unerfahren und linkisch, wird vermutlich diskriminiert oder gar ausgekichert, gehässig behandelt. Von seiner Art gibt es Millionen. Doch dafür rannten Teeniemädchen alle Polizeisperren am Flughafen um, wenn die vergötterten Helden der Band, etwa der „Fabulous Four”, der Beatles, in ihrer Stadt zum Konzert eintrafen. Die Popstars sind selektiert von weiblicher Selektion.

Der linkische, mangels Erfahrung ungeschickte Junge von nebenan wird diskriminiert. Da es sehr viel mehr „Mädchen und Jungen von nebenan” gibt als die vier Beatles, besteht nun eine sekundäre Wahl der selektierten Beatles, die bei ihren Konzerten – wenn sie denn wollten – aus einer großen Schar kreischender Mädchen wählen konnten, die nichts besseres wünschten, als bei ihrem „Star” zu sein, den sie anhimmelten, und mit dem viele gern schlafen wollten. Ehemalige Beatles berichteten von Frauen, die später stolz darauf waren, bei solch einem „Groupie”-Zusammentreffen von einem Beatle geschwängert worden zu sein, einen kleinen „Beatle” zu haben; ähnliches galt früher für Könige, etwa August den Starken von Sachsen, dem 100 leibliche Kinder nachgesagt wurden; oft aber gilt das Interesse junger Frauen asozialer Berühmtheit; sogar inhaftierte berühmte Massenmörder sind sehr begehrt, werden mit weiblicher Fan-Post über­schüt­tet und gern hinter Gittern geheiratet. Was bedeutet das für den menschlichen Genpool, und wer trägt die Verantwortung dafür? Feministinnen sind aufgefordert, diese Fragen zu beantworten.

Der Junge von nebenan hat dagegen erhebliche, abfällig „pubertär” genannte Probleme, die es jedoch in jedem Alter gibt, weil Männer jeden Alters von sexueller Selektion diskriminiert werden.

Weibliche Wahlmacht schadet folglich nicht nur der von ihr ausgeschlossenen Mehrheit männli­cher Verlie­rer, sondern schafft über die sekundäre Wahl der kleinen Gruppe männlicher Gewinner einen sekundären Wett­bewerb der wahldominanten Frauen um die von ihnen selektierte Minderheit, was eine Studie als Grund für die sich heute verbreitende Neigung zu weiblicher Unzufriedenheit mit ihrem eigenen Körper sowie Eßstörungen nennt. (siehe Band 1) In traditionellen Kulturen gibt es solche Unzufriedenheit und psychischen Störungen selten, weil der Druck weiblicher Wahl auf beide Geschlechter verringert wird. Weibliche Wahlmacht schadet folglich Männern, den wählenden Frauen selbst, der Gesell­schaft und dem Genpool, in dem sich Veranlagungen wie der oben genann­ten berühmten Mörder aufgrund ihrer Beliebtheit bei manchen Frauen verbreiten.

Weibliche Wahl ist die Urform jeglicher Diskriminierung; sie ist 750 Millionen Jahre alt, so alt wie die Zweigeschlechtlichkeit. Geschlechtliche Diskriminierung ist aus biologischen Gründen seit jeher weiblich. Was feministische Wellen „fühlten”, war deswegen hanebüchener Unsinn. Frauen diskriminieren seit jeher, nicht Männer, die biologisch sehr viel weniger wählerisch sind. Männer werden – auch sozial – ausgeschlossen von Zugang, um den sie sich bemühen müssen, nicht Frauen.

«Followed consistently across several generations, a matrilocal rule of marriage results in the coresidence of a continuous line of mothers, sisters, and daughters. Husbands become the outsiders; it is they who feel isolated and who must cope with a united front of members of the opposite sex who have been living together all their lives. Where matrilocality prevails, therefore, women tend to take control of the entire domestic sphere of life. Husbands become more like visitors than permanent residents and divorce is frequent» (Marvin Harris, Our Kind: Who We Are,, http://www.amazon.com/Our-Kind-Where-Came-Going/dp/0060919906)

Matriarchate haben die Tendenz, Männer zu einem Gast zu degradieren, Feministinnen haben sie in vielerlei Hinsicht ausgeschlossen, wogegen Frauen aufgrund ihrer Fruchtbarkeit auch sozial immer bei allen Kulturen im Mittelpunkt und zugehörig sind – Feministinnen haben die Fakten völlig falsch gefühlt und fehlgedeutet. Dominant ist biologisch die Frau, der Mann mit Pflichten benachteiligt, durch Arbeit und Lasten ausgebeutet, unterdrückt von weiblicher Wahl und ungerechter schiefer Wahrnehmung in Geschlechterfragen.

Die heutigen Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau gehen nicht auf ein frei erfundenes „Patriarchat” und ebenso frei angedichtete „Männermacht”, sondern auf weibliche Selektionsmacht zurück, die Geschlechtsunterschiede bei Tier und Mensch entstehen läßt, außerdem Familie, Arbeitsteilung der Geschlechter, die Grundlagen von Kultur – und allesamt von Feministen fälschlich Männern angelastet. (siehe Band 1)

Weibliche Wahlmacht zerstört Lebensträume. Der literarische Zyklus „Die Wahlmacht der Frau” beschreibt, wie ein Jüngling, der von einer Welt der Liebe, verläßlicher Liebe für alle, oder freier Liebe für alle, von einer Philosophie der Liebe träumte, diskriminiert und ausgeschlossen wurde. Sein Lebenstraum war zerstört. Nie konnte er leben, was er von frühester Jugend an ersehnte. Ein Philosoph der Liebe scheiterte an weiblicher Wahl, die ihn nicht wollte. Spott, Hohn, Gelächter und Verachtung folgten dem Gekicher hinterdrein. Denn es gibt, ebenfalls aus evolutionären Gründen, kein Mitgefühl für männliche Verlierer, denen die Schuld gegeben wird, denen man vorwirft, „eklige Kerle” zu sein oder „übelste Chauvinisten”, worin sich zusätzlich feministische Indoktrination ausdrückt. Was für eine unmenschliche Verachtung jeder erfährt, der es als Mann wagt, sich zu beklagen – klagen ist ein Vorrecht weiblicher, selektionsdominanter Frauen -, was für gehässige, gefühlsfaschistische Ausfälle Opfer der Diskriminierung noch erhalten, wenn sie über ihre Diskriminierung sprechen, ist im Buch „Nein!” mit dem unrühmlichen Ausfall des Blaulicht Verlages dokumentiert, einer Antwort, die symptomatisch für die Gehässigkeit vieler, einer ganzen Gesellschaft steht.

In solchem Männerhaß, der Diskriminierung vieler Männer verteidigt, stimmen geistig verirrte Männer mit Feministen beiden Geschlechts überein:

«He believed that the first step in social progress was to lift persons of lower social status to equal economic opportunity. Only then would evolution through sexual selction be able to act effectively. It maky be takes as certain, therefore, that when women are economically and socially free, numbers of the worst men among all classes who now readily obtain wives will be almost universally rejectedwe shall set free a power of selection» (nach Wallace, Kollege Darwins, Erika Lorraine Milam, Looking for a Few Good Males, Female Choice in Evolutionary Biology, p. 21 – 22)

Bei Wallace findet sich die für unsere Zivilisation typische Männerverachtung und Frauenverherrlichung. Männer werden als möglicherweise „diseased”, „weak”, „idle” oder „selfish” angesehen, zwischen ihnen wird gewählt. Zwischen Frauen findet keine solche Wahl statt! Solche „Logik” ist natürlich schief, denn derartige Auswahl würde bedeuten, daß Männer Stärken nur in geringem Maße entfalten können, weil sie von weiblicher Wahl abhängig sind. Frauen aber, die keiner solche Wahl unterliegen, können logischerweise alle jene schlechten Eigenschaften in viel höherem Grade besitzen, trotzdem Mütter werden, und ihre schlechten Gene weitergeben, weil sie ja nicht der sexuellen Selektion unterliegen, die bei ihnen selbst liegt. Logik würde daraus folgern, daß demnach Frauen in deutlich höherem Maße „diseased”, „weak”, „idle”, „selfish” oder was auch immer sein müßten – wenn wir der Argumentationslinie folgen, sie nicht ganz zurückweisen.

Das ist genau, was ich seit dem 1980er Zyklus „Die Wahlmacht der Frau” beschrieben habe. In einem strukturlosen Chaos, unter nur scheinbar formal „Gleichen”, herrscht die absolute Tyrannei allmächtiger weiblicher Wahl durch sexuelle Selektion, was viele männliche Verlierer schafft, das ganze männliche Geschlecht versklavt. Nicht „gute” Männer, sondern oftmals albernste modische Qualitäten werden dabei bevorzugt, häufig „Gangstertypen”, kaputte und sich asozial verhaltende Gecken, die weniger „langweilig” sind. Das Buch „The Tyranny of Matriarchy” (2015) nennt solche Gewinnertypen sogar „thugs” und stellt einen Zusammenhang mit Schulversagen vieler Jungen her, weil diese vor der Wahl stehen, entweder brav zu lernen und von Mädchen geschnitten zu bleiben, oder eine asoziale modische Laufbahn zu nehmen, die bei Mädchen beliebter ist.

«Wenn ein Mann eine Freundin möchte, dann muß er ‚das Spiel spielen’ und der reflexartigen weiblichen Bevorzugung für Strolche und Trottel nachgeben. Alternative ist ein Leben wie von James Holmes, der dem ‚intellektuellen’ Pfad folgte und nur unfreiwilliges Zölibat erlebte für seine Bemühungen. Es braucht nicht viel Hellsicht, um zu merken, daß die dysfunktionale weibliche Partnerwahl Hauptgrund männlichen Versagens bei der Ausbildung im angelsächsischen Raum ist.»1 (Stephen Jarosek, Tyrants of Matriarchy, 2015)

Weibliche Wahl ist dysfunktional und schadet der Gesellschaft.

«I will examine the evolution of sexual selection … This refutes the intuitive notion that selection will necessarily favor mating preferences for male genotyles that are superior under natural selection (e.g., Trivers, 1972; Zahavi, 1975). There are in fact situations where if a mutant that decreases male viability appears, it will rapidly sweep through the population to fixation despite the presence of a stronger mating preference for a more viable alternative male phenotype.» (Mark Kirkpatrick, EVOLUTION, International Journal Of Organic Ecolution, Vol. 36, 1982 , p.2)

Solche schädliche Wahl ist heute zu beobachten (siehe Jarosek, 2015) und wirft, im Verein mit feministischer Verziehung, Generationen junger Männer aus der Bahn.

Weibliche Wahl wurde schon von den Feministinnen der ersten Welle radikalisiert, gesteigert statt abgeschafft. Hätte nicht weibliches Gerechtigkeitsempfinden sich empören müssen über die ungerechte Dominanz des Weiblichen? Ja, eigentlich! Aber weit gefehlt! In allen feministischen Wellen wurde weibliche Dominanz in zentralen Bereichen des Lebens weiter übersteigert, was das Gleichgewicht zusammenbrechen ließ, wie schon im Band 2 dokumentiert wurde:

«Von den Frauen wird das neue sexuelle Sittengesetz kommen, nach dem sich künftig Männer zu richten haben.»(Lindsey, Die Revolution der modernen Jugend, S. 95, Übersetzung von: The Revolt of Modern Youth, 1925)

Band 2 dokumentiert Folgen der ersten feministischen Welle für die damalige entwurzelte Generation Jugendlicher, die vielen Ersatzideologien in die Arme laufen sollten.

«Diese angriffslustige, fordernde, geistige Haltung der Mädchen … ist in den letzten Jahren immer allgemeiner und unverhüllter geworden… So findet sich mancher Liebhaber in diesem Punkt von seiner Liebsten mit kritischen, wenn nicht geringschätzigen Blicken betrachtet. Für manche Leute ist diese kühle Berechnung bei den Mädchen etwas Schreckliches.» (Lindsey a.a.O., S. 94, 1925)

Niemand hat geschildert, wie viel unnötiges menschliches Leid durch feministische Ideologie verursacht wurde.

«Daher fragten mich die 60 Schülerinnen auch nicht danach, was die Jungen tun sollten. Es war klar, daß sie alles für die Jungen mit entscheiden würden, wenn sie nur erst selbst genau ihren Weg wüßten.» (Lindsey a.a.O., S. 94-5, 1925)

Schon in den 1920er Jahren nahm die Einseitigkeit aufgrund der ersten feministischen Welle extreme Formen an.

«ja, der Knabe oder Jüngling zählt überhaupt kaum.» (Lindsey a.a.O., S. 94, 1925)

Am schlimmsten trifft es jene männlichen Verlierer, die überhaupt nicht mehr in Betracht kamen für Mädchen und junge Frauen.

Weibliche Wahl ist mächtiger als jede andere Wahl. Doch verbissen fordern Feministinnen sie für sich allein: „Unser Körper, unser Leben!” Der Mann hat keine solche Wahl. Über sexuellen Zugang, Fortpflanzung oder Abtreibung entscheidet die Frau; Männer hängen von ihrer Entscheidung ab, ohne sie selbst zu haben. Männer haben kein moralisches Recht auf Liebe, keines auf Fortpflanzung, kein Recht auf Abtreibung, wenn sie nicht Vater werden wollen.

«Bei den Naturvölkern bildet samt und sonders das Mehrbegehrtwerden der Frau die Basis der sexuellen Werbekampfes Auslese. Ein Maori-Sprichwort heißt: „Ein Mann Kann noch so schön sein, er wird nicht begehrt, eine Frau mag noch so gewöhnlich sein, so wird der Mann begierig nach ihr verlangen.”

Indem die Fortpflanzungsmöglichkeit auf eine Institution gestellt wurde, die mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Mannes steht und fällt, wurde die Fortpflanzung selbst Sache der sozialen Kalküls bei Mann und Weib und hörte auf, eine Erscheinungsform der Zuchtwahl zu sein.» (Grete Meisel-Heß, Die sexuelle Krise, 1908)

Im ersten-Welle-Feminismus wurde gegen die Ehe eingewendet, sie ermögliche nicht genug Zuchtwahl des Mannes! Es wurde also ausdrücklich gefordert, den Druck sexueller Selektion auf Männer, den es auf fruchtbaren Frauen nicht gibt, weiter zu erhöhen, was mehr Männer zu unerwünschten und von Fortpflanzung ausgeschlossenen Entrechteten macht. Sie wehrten sich deswegen gegen die Ehe, die einen gewissen Ausgleich schafft. Überspitzung weiblicher Macht war bereits damals Ziel.

«Was diesem Minnedienste, diesem Ideal der Ritterlichkeit zugrunde lag, war das Prinzip der freiwilligen Unterordnung des stärkeren Geschlechts unter das schwächere… Die Vorsorge des Mannes für das Weib ist übrigens schon der höheren Tierwelt eigen. Unter den Menschen ist sie tief begründet durch die leichtere physische, moralische und seelische Verletzlichkeit … der Frau, durch ihre biologische … Schwäche, durch ihr bedeutend verfeinertes und daher leichter lädierbares Gefühlsleben. Und an diesem Standpunkt muß unter allen Umständen und bei allen Veränderungen der Formen sexuellen Lebens und vor allem angesichts der Frauenbewegung festgehalten werden. Das Ideal der Ritterlichkeit hat dieses Prinzip zur höchsten Blüte entwickelt… Die Ritterlichkeit von einst wurde zur Galanterie von heute. Und der Epigone des einstigen Ritters ist der moderne Gentleman. Er beobachtet auch tatsächlich die Formen und mehr noch die Formeln des einstigen Ritterdienstes … aber zumeist nur soweit die Kontrolle der Gesellschaft reicht.» (a.a.O., Die sexuelle Krise)

Darin steckt bereits die Forderung nach Kontrolle der Gesellschaft, um den Mann zu noch mehr Minnedienst und Frauenbevorzugung zu zwingen, als es angeboren schiefe Wahrnehmung und unsere schieflastige Zivilisation ohnehin bereits hervorbrachten.

«So erhielt, wie in einem Aufsatz von Hermann mitgeteilt wird [5], Graf Johann IV. von Habsburg einen Korb von seiner Braut, Herzland von Rappoltstein, „nachdem er schon ein halbes Jahr die nächtliche Probezeit mit ihr gehalten hatte, da sie ihn der Unmännlichkeit beschuldigte” – Diese Tauglichkeitsproben waren zur Sicherung des Erbganges historisch in der Entwicklung des Erbrechts durchaus nötig, scheinen aber auch aus rassehygienischen und individuellen Gründen gerechtfertigt» (Die sexuelle Krise, 1908)

Wieder wird Zuchtwahl durch Wegselektieren von Männern propagiert, diesmal mit rassistischen Motiven: „Rassehygiene”. Solche Zeitgenossinnen oder Angehörige des ersten-Welle-Feminismus fanden es selbstverständlich, daß die Frau gefährdet und Opfer sei, der Mann für sie sorgen und sich als Stärkerer unterwerfen müsse, daß Frauen keinerlei Zuchtwahl unterliegen, wohl aber der Mann. Sexuelle Selektion, eine weibliche Dominanz, wurde als Recht der Frau nicht nur verteidigt – von Gleichheit keine Spur! – sondern Verschärfung gefordert und betrieben. Eine ganze „Besserung” der „Rasse” wurde darin gesehen, unter Männern nur die Stärksten und Tüchtigsten auszuwählen, die anderen auszuschließen, eine solche Wahl aber nicht bei Frauen zu betreiben.

Fazit

Zu Beginn der ersten feministischen Welle gab es jahrzehntelang massiven Widerstand einer Mehrheit von Frauen, mehr als von Männern, die instinktiv spürten, wie etwas verkehrtes das Gleichgewicht der Geschlechter in den Zusammenbruch trieb. Zwar wurden die biologischen und wissenschaftlichen Zusammenhänge nicht deutlich erkannt, waren Argumentation und Ziele unklar, doch gefühlt wurde die nahende Katastrophe schon – daher der anfangs zähe Widerstand.

Wohlgemerkt, ich behaupte nicht, Argumente oder programmatische Ziele damaliger Feminismusgegner wären nach heutigem wissenschaftlichen Stand zutreffend gewesen, sondern beweise, daß damals faktisch das Gleichgewicht folgenreich gekippt und zerstört wurde, alle feministischen Behauptungen ebenso falsch waren wie die eingeschlagene Richtung. Auch die erste feministische Welle beschädigte Leben, Gesellschaft und Kultur, vergrößerte das Ungleichgewicht, verschärfte weibliche Dominanz, baute weibliche Dominanzbereiche systematisch aus, zerstörte männliche Gegengewichte und machte Gegenwehr gegen weitere feministische Wellen so gut wie unmöglich.

Nachdem eine lautstarke, radikale Minderheit anfänglichen Widerstand der Mehrheit einmal gebrochen hatte, gab es kein Halten mehr; künftige feministische Kampagnen und Wellen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer rasch und ohne ernstlichen Widerstand in der gesamten Gesellschaft. Die Balance war so vollständig umgestürzt, daß es keinen Widerstand mehr geben konnte. Die gesamte Zivilisation war auf eine schiefe Ebene geraten und rutschte in sich beschleunigendem Tempo in den Abgrund. Wer sich widersetzen wollte, wurde überrollt und geplättet.

Dies war eine Kurzfassung aus dem Buch Die Unterdrückung der Männer”, Juwelen Verlag 2016.

Wichtige Fakten werden in den Bänden 1 „Kultur und Geschlecht. Feminismus: Großer Irrtum – schwere Folgen”, Band 2 „Feminismuskritik: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur” (demnächst im Juwelen Verlag) und Band 3 „Die Genderung der Welt: Wie Feminismus weltweit Kulturen zerstört“ dieser Reihe bewiesen.

Fußnoten

 

 

Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur. Auszug aus dem Kapitel über Objektivität

Ideologiekritik am Feminismus:

Krieg gegen Mann, Natur und Kultur

Auzug aus dem Kapitel über Objektivität

Band 2 der Reihe „Die beiden Geschlechter” von Jan Deichmohle

Mißbrauch von Hochschulen, Forschungsstätten, Justiz und Macht für Subjektivität und bewußt ten­denziösen Kampf sind weder eine Entgleisung noch Übereifer Einzelner, sondern geplantes femi­ni­stisches Vorgehen, das in der feministischen Literatur offen beschrieben wurde. Es handelt sich nicht um „vereinzelte radikale” Schriften von „Außenseiterinnen”, sondern die zentralen, gründenden theoretischen Schriften und Methoden, die bis heute institutionalisiert fortwirken bis in Begriffe, Definitionen, Ansätze und Themen, was Objektivität zusammenbrechen ließ in allen Bereichen der Wissenschaft, die sich mit Menschen beschäftigen…

Schauen wir uns an, was aus den Grundprinzipien von Wissenschaft, Gesetzgebung, Rechtsprechung, Regierung und öffentlichen Aufgaben geworden ist.

«Für Frauen kommt eine fundamentale universelle Position nicht in Frage. Frauen können sich ein­mal in das Recht hinein- und dann wieder herausdefinieren; denn einen Zwang zur Folgerich­tigkeit, wie in der – kosmopolitischen männlichen universellen – Wissenschaft gibt es nicht. Aporien lösen sich nur im Prozeß aus. (vgl. Smaus 1989).»1 (Marlis Krüger {Hrsg}, Was heißt hier eigentlich feministisch?, 1993, S. 281, Band 1 von Feministische Bibliothek) [grundlegende feministische Schrift, keine Satire, völlig ernst gemeint]

Die vom Feminismus gegründete Frauenforschung widerspricht im Ansatz Kriterien sachlicher Wissenschaft und Objektivität. Parteilichkeit und subjektive Gefühle von Betroffenheit aufgrund ideologischer Einstellung begründeten die Richtung. Später wurde das ganze Hochschul- und Forschungswesen, Öffentlichkeit, und das gesamte Staatswesen von dieser antiwissenschaftlichen Methode überrollt, angesteckt, und in Brutstätten ihres feministischen Ideologievirus umgewandelt. Seitdem produzieren Staat, Schulen, Hochschulen und Forschungsinstitutionen statt objektiver Wissenschaft den in sie eingeschleusten Virus feministischer Ideologie.

«Die Einbeziehung der persönlichen Betroffenheit in den Forschungsprozeß ist ein unverzichtbares Element feministischer Wissenschaft. Ähnlich verhält es sich mit dem Prinzip der Parteilichkeit

Bewußte Parteilichkeit ist somit die soziale und gleichsam politisch gewendete Dimension von Betroffenheit. Sie produziert eine Nähe über Ähnlichkeit mit der anderen Frau bzw. mit anderen Frau­en…

Autonomie

Aus den Grundprinzipien von Betroffenheit und Parteilichkeit ergeben sich Forderungen für die feministische Forschung selbst, nämlich die Forderung nach Autonomie…
Feministische Familiensoziologie als offen gelebte, parteiliche Wissenschaft wird auch auf der politische Ebene nicht nachlassen...

Dabei ist die Anbindung an die Frauenbewegung, insbesondere die autonome Frauenforschung und -praxis … unverzichtbar.» (Brigitte Brück u.a., Feministische Soziologie, 1997)

Radikale, parteiliche Propaganda, die alle Zusammenhänge zwischen den Geschlechtern zerreißt, Männer anfeindet, entrechtet, ist keine ausgefallene neue Verirrung, sondern zentrales Prinzip seit Grün­dung, wird mit massiver staatlicher Finanzierung und Unterstützung betrieben.

«Formuliert wurde dieses Grundgerüst von Maria Mies 1977 in den „Methodischen Postulaten zur Frauenforschung» (Christa Damkowski, Psychologie heute, Sept. 1988)

Dabei handelt es sich (leider) nicht um Auswüchse einzelner ExtremistInnen, sondern Grundprinzipien, auf denen die Ideologie ebenso beruht wie ihre Kampagnen, ihr Vorgehen in allen Bereichen der Gesellschaft, insbesondere feministisch gesinnter Pseudoforschung in allen Fächern, die entfernt mit Menschen zu tun haben.

«Maria Mies‘ „Methodische Postulate zur Frauenforschung” (1978) gaben die wissenschaftstheoretischen Grundlagen dazu an.» (Vera Konieczka u.a., Feministische Wissenschaft, S. 11)

Feministische Literatur macht deutlich, wie bedeutsam methodische Postulate wie die von Maria Mies für feministische „Wissenschaft” und Methodik gewesen sind und als „Grundlage” weiterhin sind; denn Begriffe, Ansätze, Fragestellungen, Methoden, das ganze feministische Gebäude ist auf solchen Postulaten und falschen feministischen Voraussetzungen begründet. Es hilft daher nichts, sich mit Jahrzehnten Verspätung von falschen Voraussetzungen und Methoden partiell distanzieren zu wollen, aber das ganze darauf errichtete Lügengebäude stehen zu lassen.

Eine ganze Generation hat solche Ideologiewissenschaft angesteckt, in ihrem Kauderwelsch „sensibilisiert”.

«Wenn Wissenschaftlerinnen ihre eigene subjektive Betroffenheit zum Ausgangspunkt und zur Richtschnur ihrer Forschung machen, dann werden sie zunächst einmal sensibilisiert» (bei­träge zur feministischen theorie und praxis, 11, 1984, S. 11)

Solche Subjektivität kann alles beweisen und von allem das Gegenteil, besonders wenn folgende „methodischen Postulate” beachtet werden:

«Methodologische Postulate
1. Das Postulat der Wertfreiheit, der Neutralität und Indifferenz gegenüber den Forschungsobjekten – bisher wichtigster Maßstab für Objektivität – wird ersetzt durch bewußte Parteilichkeit» (beiträge zur feministischen theorie und praxis, 11, 1984, S. 12)

«3. Die kontemplative, uninvolvierte ‚Zuschauerforschung’ wird ersetzt durch aktive Teilnahme an emanzipatorischen Aktionen und die Integration von Forschung in diese Aktionen» (beiträge zur feministischen theorie und praxis, 11, 1984, S. 13)

In der Medizin werden sogar Doppelblindstudien verwendet oder vorgeschrieben, bei denen nicht einmal der Arzt wissen darf, ob er ein Plazebo oder ein Medikament verabreicht, damit Einbildung (Subjektivität) keine Auswirkung haben kann auf den Krankenverlauf, die Studie und daraus entstehende Statistik. Denn sogar wenn nur der Arzt weiß, was er in der Hand hält, ist eine unbewußte Übertragung möglich, die zu falschen Aussagen über die Wirksamkeit eines Medikaments führt. Die beschriebene kämpferische Einmischung war ein weitverbreitetes feministisches Leitbild, das ihre Behauptungen ebenso erklärt wie die schrägen „Statistiken”, mit denen solche Kampagnen und Behauptungen unterfüttert wurden. Es handelt sich bei den theoretischen Aussagen keinesfalls um Spin­nerei weniger ExtremistInnen, sondern um ein grundlegendes Motiv und eine zutreffende Beschreibung, wie Feminismus entstand und auf welchen Methoden er gründete.

Seit Jahrzehnten wird mit falschen feministischen Statistiken hantiert.

«Wie ich über die Jahre fest­stell­te, ge­hö­ren die von fe­mi­ni­sti­schen Pro­fes­so­ren ver­brei­te­ten fal­schen Sta­ti­sti­ken zu den am schwer­sten be­kämpf­ba­ren.»2 (Christina Hoff Sommers, Per­sistent Myths in Femi­nist Scholar­ship)

Mit Falschbehauptungen und extrem schiefer Sicht wurde sodann Wut und Hysterie geschürt; das Modell der WutbürgerIn entstand.

«Falsche Statistiken feministischer Gruppen führen zu Hysterie und Männerhaß»3

Das war ein Auszug aus dem Kapitel „Objektivität” des Buches „Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur”, Band 2 der Reihe „Die beiden Geschlechter” von Jan Deichmohle.

1 Die Nachweise entstammen meinem Manuskript „Die beiden Geschlechter” aus den 1990er Jahren, doch war es damals unmöglich, ein solches Projekt verlegen zu lassen.

2«But, as I have discovered over the years, among false statistics the hardest of all to slay are those promoted by feminist professors.» (Christina Hoff Sommers, Persistent Myths in Feminist Scholarship, http://www.catholiceducation.org/en/controversy/feminism/persistent-myths-in-feminist-scholarship.html)

3«False Statistics by Feminist Groups Lead to Hysteria, Misandry» (http://patch.com/california/petaluma/false-statistics-by-women-s-groups-lead-to-hysteria-misandry)

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