Jan Deichmohle

Denker und Dichter

Kategorie: Literatur (Seite 1 von 2)

Fulminante Verlagsabsagen für Fulminantes Finale

Fulminante Verlagsabsagen für Fulminantes Finale

Folgende Absage nebst Kommentar hatte ich heute das Vergnügen, in den ersten Band des Buches einzufügen:

«Von: ███tina ███ <██verlag.██>
Gesendet: Donnerstag, 17. August 2017 19:23
An: Jan Deichmohle
Betreff: Re: hochaktuelles Buch über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration

Sehr geehrter Herr Deichmohle,
das wird Sie vermutlich frustrieren: Ich bin Feministin. Und ich Arbeitgeberin von Migranten.
Beides stark inspiriert durch selbstmitleidigem1 Blödsinn aus den Tasten und Federn weißer Männer in verquaster Tradition.
Bleiben Sie dran. Sie helfen mir.

Ihre Nicht-Verlegerin

Von: Jan Deichmohle
Gesendet: Donnerstag, 17. August 2017 19:19
An: ██verlag.██
Betreff: hochaktuelles Buch über männliche Verlierer von Feminismus und Massenmigration»

Madame Blitzbla­ma­ge gelang es, in weniger als vier Minuten (mein Buch hingeschickt: 19:19, ihre gehässige Antwort zurückgesendet: 19:23 selbigen Tages und Zeitzone) die Grund­re­gel des Fe­mi­nis­mus zu be­stä­ti­gen, daß im­mer das ge­naue Ge­gen­teil der Wahr­heit be­haup­tet, und al­len An­ders­den­ken­den vor­ge­wor­fen wird, was Fe­mi­ni­sten al­lein selbst tun.

In we­ni­ger als zwei Mi­nu­ten für das Buch war es ihr un­mög­lich, den Pro­blem­kreis sorg­fäl­tig zu durch­den­ken, selbst wenn sie es, ent­ge­gen „verquaster” fe­mi­ni­sti­scher „Tradition” be­ab­sich­tigt hät­te. Da­nn blie­ben ihr höch­stens zwei Mi­nu­ten, in ih­rer Wut, daß es Men­schen mit an­de­ren Mei­nun­gen gibt, „Blödsinn” ein­zu­tip­pen und über­eilt weg­zu­schicken, wo­durch uns ih­re ver­qua­sten Er­güs­se dan­kens­wer­ter Wei­se do­ku­men­tier­bar wur­den. In diesen insgesamt vier Minuten (wenn Sie denn sofort nach meinem Abschicken der Email zu lesen begonnen hätte, was unwahrscheinlich ist) ver­blieb ihr ge­ra­de ge­nug Zeit, so hochgeistige Argumente zu formulieren und einzutippen wie:

„Ich bin Feministin”

Gratuliere. Gäbe es den Feminismus nicht, so hätte der Spruch gute Aussichten beim Tunier der dümmsten Nichtbegründungen. Ihre ideologische Überzeugung ist weder ein sachliches Argument, noch ein Urteil über mein Buch oder dessen Inhalt. Was sie schreibt, ist reine Selbstbespiegelung. Sie do­ku­men­tiert ih­re Selbst- und Frauenbezogenheit, als es ih­re Auf­ga­be war, Ar­gu­men­te und ein Buch jen­seits des Kä­figs fe­mi­ni­sti­scher Haß­ide­o­lo­gie zu ver­ste­hen, ein Min­dest­maß mensch­li­cher Emp­a­thie zu ent­wickeln, zu der sie sich un­fä­hig er­weist.

Daß sie mich als „weißen Mann” ablehnt, ist nach feministischen Kriterien sowohl ‚sexistisch’ als auch ‚rassistisch’. Denn hätte ein Verlag ein Buch abgelehnt, weil es „Tasten und Federn” einer Frau entstammte, würden sämtliche Feministinnen weltweit einen riesigen Aufschrei und Aufstand lostreten. Würde ein Verlag es wagen, ein Buch abzulehnen, weil es „Tasten und Feder” eines schwarzen Migranten” entstammt, gäbe es einen Riesenaufschrei in sämtlichen Medien und Grundsatzklagen bis zu den Gerichtshöfen der EU und der UN.

Geht es aber gegen einen ‚weißen Mann’, ist alles bestens, und Feministinnen dürfen sich seit jeher erlauben, was sie anderen strengstens verbieten. Danke für die Klärung Ihrer feministischen Doppelmoral, für ihren unverschämten feministischen Machtmißbrauch, indem Sie Ihre Machtposition dazu mißbrauchen, diskriminierte Männer abermals zu diskriminieren, wenn diese über ihr Leiden an Diskriminierung berichten. Das ist absolut zynisch!

Sie sind die Täterin. Sie sind die Unterdrückerin. Begriffen haben Sie gar nichts. Wahrscheinlich sind Sie mitschuldig daran, daß wir von einem millionenfachen Männerüberschuß überflutet und verdrängt werden – Ihnen ist das egal, denn leiden tun darunter ja vor al­lem Männer, so wie unter Generationen feministischer Gesinnungsdiktatur, Kulturrevolution und feministischem Haß, den ich in meinen Büchern ebenso dokumentiere wie Ihre totale Unfähigkeit zu Empathie mit Männern.

Ihre absolute Unfähigkeit zu Mitgefühl und Empathie für die von Ihnen seit Generationen diskreditierten eigenen Männer (Schimpfbezeichnung ‚weiße Männer’) haben Sie deutlich zum Ausdruck gebracht, obendrein noch Hohn und Spott draufgesetzt.

Hier ein paar Bilder von Ihren Gesinnungsgenossen:

 

 

 

Fußnote

1 sic (-m statt -n)

Nein! – Ergänzung

Nein! – Ergänzung

Das Buch Nein! beschreibt systematische Diskriminierung einheimischer Männer, die ausgenützt, abgezockt, verhöhnt und bekämpft werden. Toleranz oder Anteilnahme gibt es für die eigenen Männer nicht, sondern Unfähigkeit zur Empathie für die Verdrängten. Umso mehr werden deren Verdränger bevorzugt.

«Hel­fe­rin­nen ha­ben Sex mit Mi­gran­ten als Zei­chen der ‚To­le­ranz’»0

Üb­ri­gens sieht ein Hi­sto­ri­ker die leich­te Ver­füg­bar­keit west­li­cher Frau­en für Ori­ën­ta­len als ei­ne der Ur­sa­chen von Ra­di­ka­li­sie­rung von Mus­li­men zu Ter­ro­ri­sten an. Weib­li­ches Ent­ge­gen­kom­men schä­digt al­so nicht nur die dis­kri­mi­nier­ten ein­hei­mi­schen Män­ner – die be­nach­tei­ligt wer­den, de­nen So­li­da­ri­tät und Emp­a­thie ver­wei­gert wird, um sie statt­des­sen il­le­gal ein­drin­gen­den In­va­so­ren zu schen­ken, und ge­biert so­dann statt ein­hei­mi­schen Kin­dern mus­li­mi­sche Misch­lin­ge, son­dern könn­te, wenn der Hi­sto­ri­ker recht hat, so­gar Ter­ror­ge­fah­ren her­an­züch­ten.

«Leich­te Ver­füg­bar­keit von Frau­en als Schwä­che des We­stens
Der bri­ti­sche Hi­sto­ri­ker J.B. Kel­ly schreibt laut dem Öko­nom Dee­pak Lal (In Praise of Em­pires), daß ein Fak­tor für die Kon­ver­tie­rung von Mus­li­men zu Ter­ro­ri­sten in ih­ren Er­fah­run­gen mit Frau­en be­steht, die sie bei ih­ren Rei­sen in den We­sten ma­chen.
„Und wenn sie selbst, was vie­le bei ih­ren Rei­sen in west­li­che Län­der nun ge­tan ha­ben, die leich­te Ver­füg­bar­keit von west­li­chen Frau­en er­le­ben, dann wird ih­re Ver­ab­scheu­ung des west­li­chen Chri­sten­tums als ei­ne Zi­vi­li­sa­ti­on, die ih­re Frau­en so ge­ring ach­tet, daß sie ih­nen er­laubt, sich Män­nern von ei­ner frem­den Eth­nië und ei­nem feind­li­chen Glau­ben an­zu­bie­ten, ab­so­lut.” (S. 93).»1

In links­grün­fe­mi­ni­sti­scher Sze­ne schmücken sich Frau­en seit Jahr­zehn­ten gern mit Mi­gran­ten, die ih­nen das bie­ten, was sie ein­hei­mi­schen Män­ner streng­stens ver­bie­ten. Nach­dem die ei­ge­nen Män­ner über­flüs­sig und ka­putt ge­macht wur­den, ih­re un­ter­drück­ten weib­li­chen In­stink­te nicht mehr an­spre­chen kön­nen, sucht fe­mi­ni­sti­sche Per­ver­si­on das Feh­len­de bei ag­gres­si­ven In­va­so­ren, die sie da­her auch aus Ei­gen­in­ter­es­se her­ein­las­sen. Nicht nur wol­len sie Ver­bün­de­te ge­gen den ge­mein­sam ge­haß­ten ‚wei­ßen Mann’ ge­win­nen, son­dern auch ih­re un­ter­drück­ten In­stink­te, Lü­ste und Ge­füh­le durch ih­ren Ver­rat be­frie­di­gen.

Des­halb sind sie be­reit, ih­re ei­ge­nen Män­ner, ein­hei­mi­sche Kin­der und de­ren Zu­kunft zu ver­ra­ten. Sie re­den von ‚Gleich­heit’, was be­deu­tet, Deutsch­land zum So­zi­al­amt und in­ver­sen Puff der gan­zen Welt zu ma­chen, weil wir je­den da­für be­zah­len und mit prak­tisch le­bens­lan­gem Blei­be­recht be­loh­nen, der il­le­gal mit fal­scher An­ga­be sei­ner Iden­ti­tät ein­dringt. Doch nicht ein­mal ei­ne sol­che selbst­mör­de­ri­sche gren­zen­lo­se ‚Gleich­heit’ mei­nen sie ernst, son­dern be­nach­tei­li­gen sy­ste­ma­tisch die ei­ge­nen Lan­des­kin­der.

«Mar­xi­sti­sche Fe­mi­ni­stin­nen er­zo­gen Män­ner als Frau­en – be­grü­ßen mus­li­mi­sche Ma­chos
17. Ja­nu­ar 2016 von An­ders
… ob der fe­mi­ni­sti­sche Krieg ge­gen Männ­lich­keit die zu­grun­de lie­gen­de Ur­sa­che der Schwä­che der eu­ro­pä­ischen Kul­tur sein könn­te …

Die ame­ri­ka­ni­sche Au­to­rin Su­zan­ne Ven­ker sagt, daß Män­ner ih­re man­geln­de Lust zum Hei­ra­ten mit der Be­ob­ach­tung er­klä­ren, daß „Frau­en kei­ne Frau­en mehr sind”. Der Fe­mi­nis­mus hat die Frau­en da­zu pro­gram­miert, Män­ner als Fein­de zu se­hen.
Als Er­geb­nis sind Män­ner in post­mo­der­ner west­li­cher Kul­tur über­flüs­sig ge­macht wor­den.»2

Abend­län­di­sche Män­ner wur­den nicht nur struk­tu­rell über­flüs­sig ge­macht von fe­mi­ni­sti­scher Eman­zi­pa­ti­on, son­dern ih­nen al­les ge­nom­men, was Frau­en er­seh­nen, und Män­ner da­her be­nö­ti­gen, um für Frau­en in­ter­es­sant zu sein. Auch die zer­stör­te kul­tu­rel­le Ge­schlech­ter­er­gän­zung fehlt ih­nen. Da­her un­ter­wer­fen sich vie­le Fe­mi­ni­stin­nen auf­grund ih­rer Per­ver­si­on am En­de frei­wil­lig Is­la­mi­sten und der von ih­nen ver­brei­te­ten ra­di­ka­len, ag­gres­si­ven Zerr­form von Kul­tur, statt zur Ver­nunft zu­rück­zu­keh­ren, die von ih­nen zer­stör­te abend­län­di­sche Kul­tur wie­der auf­zu­bau­en.

( Be­ten vor dem Kanz­le­rin­nen­amt)

«Fe­mi­nis­mus-Kri­ti­ke­rin: Un­ter­wer­fung eu­ro­pä­ischer Frau­en hat längst be­gon­nen

… In die­sen Se­mi­na­ren wer­de auch ver­mit­telt, daß man in Deutsch­land Frau­en oh­ne Scheu auf Sex an­spre­chen kön­ne, da Frau­en hier­zu­lan­de of­fen da­für sei­en. Das rich­ti­ge Ver­wen­den von Kon­do­men wer­de da­bei an Pla­stik­pe­nis­sen ge­übt und schließ­lich be­kommt man dann auch noch Kon­do­me mit auf den Nach­hau­se­weg. All dies selbst­re­dend auf Ko­sten des Steu­er­zah­lers.»3

Gleich­zei­tig in­dok­tri­nie­ren fe­mi­ni­stisch ge­schul­te Er­zie­he­r*In_n­nen, de­ren Lehr­plä­ne, Schul­bü­cher, Me­tho­den und Zie­le seit Jahr­zehn­ten stän­dig ge­nau ge­prüft wer­den, ob sie auch fe­mi­ni­stisch, ge­schlechts­neu­tral, um­gen­dernd ge­nug sind, in Früh­se­xu­a­li­sie­rung nicht­he­te­ro­se­xu­el­le Agen­da und Le­bens­wei­sen schmack­haft ma­chen, ge­nüß­lich un­se­re Kin­der.

( Leh­re­rin freut sich dar­über selbst­ge­fäl­lig)

Da­zu zählt nun Ge­wöh­nung un­se­rer Kin­der an Is­la­mi­sie­rung. Gan­ze Schul­klas­sen wer­den ge­zwun­gen, sich in Mo­sche­ën zu ver­beu­gen. Auf­nah­men sich im Ge­bet nie­der­wer­fen­der Kin­der zei­gen, wie Leh­re­rin­nen da­bei zu­frie­den strah­lend Bil­der der sich is­la­misch zu Bo­den wer­fen­den Schü­ler auf dem Ge­bets­tep­pich der Mo­schee auf­neh­men. (Das ara­bi­sche Wort für ‚Schü­ler’ lau­tet üb­ri­gens ‚Ta­li­bun’. Da­her wä­re es sprach­lich kor­rekt, von Ta­li­ba­ni­sie­rung un­se­rer Töch­ter und Söh­ne zu spre­chen.)

Übt sich früh Ver­beu­gung blon­der Mäd­chen vor Mus­li­men?

Wes­sen Kind nicht dar­an teil­nimmt, ist schon da­für be­straft wor­den. Fra­ge: Wie vie­le Kir­chen gibt es in Sau­di Ara­bi­ën? 0. Ist dort der Be­sitz ei­ner Bi­bel er­laubt? In wie vie­len is­la­mi­schen Län­dern ist bei­des ver­bo­ten? Ist je­mals von mus­li­mi­schen Kin­dern ver­langt wor­den, zu Un­ter­richts­zwecken ei­ne Kir­che zu be­su­chen, um To­le­ranz zu ler­nen? Wur­den je­mals mus­li­mi­sche Kin­der da­zu auf­ge­for­dert, in Kir­chen oder Sy­na­go­gen zu be­ten oder sich mit be­ten­der Ge­ste zu ver­beu­gen, um sie zu re­li­gi­ö­ser To­le­ranz zu er­zie­hen? Nein? Wie­so nicht? Wes­halb sol­che Ein­sei­tig­keit? War­um wer­den je­ne, die Ter­ror­an­schlä­ge her­vor­brin­gen, nicht von Kind­heit an zu To­le­ranz er­zo­gen, statt­des­sen je­ne, die kei­ne At­ten­ta­te auf An­ders­gläu­bi­ge ma­chen, zu To­le­ranz ge­gen­über de­nen, die mit re­li­gi­ö­sem Ter­ror ‚be­rei­chern’?

Wie in al­len fe­mi­ni­sti­schen Wel­len üb­lich, läuft al­les aus­schließ­lich exakt ver­kehrt her­um.

Deut­sche Kin­der stö­ren nun in Deutsch­land, laut An­schrei­ben der „Ak­ti­on Fa­mi­lie & Kind”. Kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de sind ge­nau dann freu­dig zu ak­zep­tie­ren, wenn es um ‚In­te­gra­ti­on’ il­le­gal ein­drin­gen­der Mas­sen­in­va­si­on geht; so­bald es sich um deut­sche Kin­der han­delt, wer­den de­ren kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de zum aus­zu­schlie­ßen­den Stör­fak­tor. Die lo­gi­sche Struk­tur des Ar­gu­ments be­deu­tet, daß die­ser Staat ei­nen Kul­tur­krieg ge­gen sein ei­ge­nes Ur­spungs­volk führt, des­sen kul­tu­rel­le Ei­gen­art im Streit­fal­le als stö­rend ab­ge­lehnt wird, die­ser Kul­tur­krieg je­doch für die meist il­le­ga­len Ein­wan­de­rer ge­führt wird, de­ren kul­tu­rel­le Ei­gen­art im Kon­flikt­fal­le als hin­zu­neh­men ge­bo­ten wird.

Dem kön­nen wir ent­neh­men, daß die be­spro­che­ne Por­no­gra­phie­pro­pa­gan­da et­was in Staat und Ge­sell­schaft vor­han­de­nes wi­der­spie­gelt und zy­nisch aus­nützt, aber nicht er­fin­det.

Fußnoten

0 https://www.unzensuriert.at/content/0024202-Schweden-Helferinnen-haben-Sex-mit-Migranten-als-Zeichen-der-Toleranz

1 https://feuerbringer.wordpress.com/2011/04/20/sollten-frauen-sex-mit-muslimen-haben/

2 https://new.euro-med.dk/20160117-europas-unheil-marxistische-feministinnen-erzogen-manner-als-frauen-begrussen-muslimische-machos-nun-werden-frauen-freiwild.php

3 https://www.unzensuriert.at/content/0022541-Feminismus-Kritikerin-Unterwerfung-europaeischer-Frauen-hat-laengst-begonnen

Schlechteste und beste Verlagsantworten

Schlechteste und beste Verlagsantworten

Wer es selbst nicht am ei­ge­nen Lei­be er­lebt hat, wird kei­nen Be­griff da­von ha­ben, wie es zu­geht: Ab­ge­wim­melt wer­den auf al­len Ebe­nen. Die Emp­a­thie für ein­hei­mi­sche männ­li­che Ver­lie­rer liegt in der Span­ne zwi­schen Null und mi­nus un­end­lich, denn die Ska­la für Hä­me und Haß ist nach un­ten un­be­grenzt in fe­mi­ni­sti­schen Zei­ten. In ei­nem Ver­such wur­de zu­erst dem Mäd­chen ge­hol­fen, dann dem Hund, da­nach der Kat­ze; der Jun­ge in glei­cher La­ge aber wur­de sich selbst über­las­sen; für ihn gab es we­der Hil­fe noch Mit­ge­fühl. Das sagt viel über uns aus, die Epo­che, und je­ne Ver­le­ger, die sich mit ge­häs­si­gen Ab­sa­gen bla­miert ha­ben.

Schau­en wir uns da­her an, was für Rück­mel­dun­gen von Ver­la­gen und Pres­se kom­men. Die mei­sten ant­wor­ten gar nicht; un­ter den ein­ge­hen­den Ab­sa­gen sind die mei­sten Form­brief­flos­keln. Al­ler­dings hat die ‚re­vo­lu­ti­o­nä­re’ Hef­tig­keit der Ab­fuh­ren ab­ge­nom­men. Re­vo­luz­zer­haf­te Pö­be­lei, wie sie in fe­mi­ni­sti­schen Krei­sen zwi­schen 1968 und 1999 ver­brei­tet war, ist vom Typ be­ton­köp­fi­gem Ge­sin­nungs­zen­sor ab­ge­löst wor­den, der oft ein Mann ist und sich sub­jek­tiv (so sub­jek­tiv wie frü­her Frau­en wa­ren) für ei­nen ‚Gut­men­schen’ hält, der ‚re­ak­ti­o­nä­re Um­trie­be’ zer­tram­pelt, wo­mit er der Welt et­was ‚gu­tes’ tue. Zu­ge­nom­men ha­ben auch gu­te und lo­ben­de Ant­wor­ten, die be­dau­ern, das Buch nicht ver­le­gen zu kön­nen.

«Von: blau­wer­ke Ver­lag <███>
An: Jan Deich­moh­le
Ge­sen­det: 10:57 Diens­tag, 18. Ju­li 2017

Be­treff: Re: Ro­man über zen­tra­le Le­bens­fra­gen uns­rer Epo­che

Guten Tag zurück, Herr Deichmohle. … Auf jeden Fall ist Ihr Buch bei uns in so vielerlei Hinsichten fehl am Platz, daß die Zeit fehlt, all das auch nur aufzuzählen. Und die Frage bleibt, warum Sie meinen, uns Ihr Skript ungefragt zusenden zu dürfen. Auf unsere Seite zumindest können Sie nicht geschaut haben; Ignoranz scheint Voraussetzung. … Nehmen Sie uns also bitte raschest aus Ihrem Verteiler. Eine weitere Zusendung Ihrer Texte möchten wir uns hiermit verbitten.

Reiner ███

Am 18.07.17 um 08:25 schrieb Jan Deich­moh­le:

Ei­nen wun­der­schö­nen Tag Herr ███,

die­ses Buch „Krö­nen­der Ab­schluß”»

„Wenn Frei­heit über­haupt et­was be­deu­tet, dann das Recht, an­de­ren Leu­ten das zu sa­gen, was sie nicht hö­ren wol­len.”, schrieb George Or­well. In ei­ner Epo­che, die sich kol­lek­tiv ver­rannt hat, ist es ein Qua­li­täts­merk­mal, un­be­que­me Wahr­hei­ten zu schrei­ben. Je­der Satz, der nicht an­eckt, kei­ne Emp­ö­rung aus­löst, ist ei­ne Ver­geu­dung der Le­bens­zeit für Le­ser und Ver­fas­ser. Es kommt in gu­ter Li­te­ra­tur dar­auf an, stän­dig neu­es her­aus­zu­ar­bei­ten, was noch nicht ge­dacht oder rich­tig ver­stan­den wur­de. Das ist ein schöp­fe­ri­scher Vor­gang, dem ich fol­ge, der zu im­mer neu­en Er­geb­nis­sen führt, die ge­ra­de dann gut sind, wenn sie zu­nächst un­be­quem wir­ken.

Wür­de ich, wie so vie­le an­de­re, schrei­ben, was an­de­re ger­ne le­sen, sa­gen, was sie hö­ren wol­len, mir selbst be­quem ist, so wä­re das schlecht, näm­lich ver­lo­gen. Zwar könn­te es er­folg­reich sein, doch trü­ge es das Schand­mal der Lü­ge, oder des Selbst­be­trugs, des leicht­fer­ti­gen Um­schif­fens un­ge­neh­mer Wahr­heit.

Da­her scheint das Buch et­was zu tau­gen, denn beim Zu­sam­men­stoß mit dem Schä­del des Le­sers im blau­wer­ke Ver­lag ent­stand ein lau­ter, lee­rer Klang. Das Skript war gleich „in so vie­ler­lei Hin­sich­ten fehl am Platz”, daß er nicht ein­mal die Zeit ha­be, die­se auf­zäh­len zu kön­nen. Zu­nächst drückt er sich vor kon­kre­ten, sinn­vol­len Aus­sa­gen. Stellt euch vor, ein Ma­the­leh­rer wür­de sei­nem Schü­ler je­nen Satz schrei­ben. Ver­mut­lich wür­de der Leh­rer ver­warnt oder ent­las­sen. Als Hi­wi muß­te ich je­den noch so ab­sur­den Be­weis­ver­such ge­nau nach­rech­nen, um je­nen Punkt zu fin­den und nach­zu­wei­sen, an dem ein Re­chen- oder Denk­feh­ler auf­trat, der den Rest des Be­weis­gangs falsch mach­te.

Der Ver­le­ger nennt kei­nen Grund, be­haup­tet nur, es gä­be enorm vie­le. Im üb­ri­gen glau­be ich ihm ger­ne, daß mein Buch nicht in die Denk­wel­ten ei­nes lin­ken oder fe­mi­ni­sti­schen Be­ton­kopfs paßt, in vie­ler­lei Hin­sicht mit sei­nen Maß­stä­ben kol­li­diert. Das soll auch so sein. Es ist Ab­sicht. Ge­nau zu die­sem Zweck sind mei­ne Bü­cher ge­schrie­ben. Je­der Satz, der ihn nicht vor den Kopf stößt, ist ein über­flüs­si­ger Satz. „Ein Buch muß die Axt sein für das ge­fro­re­ne Meer in uns”, wuß­te Franz Kaf­ka. In ei­nem gu­ten Buch muß je­der Satz wie die Hand wir­ken, die wir uns vor Er­stau­nen vor den Kopf schla­gen, wenn wir et­was un­glaub­li­ches er­le­ben.

In den näch­sten Sät­zen zeigt der Ver­le­ger ei­ne Mi­schung aus Recht­ha­be­rei, Un­ver­schämt­heit und au­to­ri­tä­ren Ge­sin­nungs­zwän­gen. „Und die Fra­ge bleibt, war­um Sie mei­nen, uns Ihr Skript un­ge­fragt zu­sen­den zu dür­fen.” Das be­deu­tet, ein Ver­fas­ser solle nicht das Recht be­sit­zen, sein Werk an ei­nen Ver­lag zu schicken. Da­für be­darf es in der kru­den Ge­sin­nungs­welt des Ver­fas­sers ei­ner Ge­neh­mi­gung, die nur dann er­teilt wird, wenn die Ge­sin­nung des Ver­fas­sers der Welt­an­schau­ung des Ver­le­gers ent­spricht. „Auf un­se­re Sei­te zu­min­dest kön­nen Sie nicht ge­schaut ha­ben;” – wo­her ha­be ich sonst sei­ne Email-Adres­se? Of­fen­bar meint er, sei­ne Ge­sin­nung blin­ke klar aus den Ver­lags­sei­ten, und der Schrift­stel­ler set­ze vor­aus, daß der Ver­le­ger ein in­to­le­ran­ter Ge­sin­nungs­dik­ta­tor ist, der Wer­ke An­ders­den­ken­der nicht nur emp­ört ab­lehnt, son­dern sich ver­bit­tet, ihm der­glei­chen zu­zu­mu­ten. Ge­nau das tut er in den näch­sten bei­den Sät­zen gleich dop­pelt. „Neh­men Sie uns al­so bit­te ra­schest aus Ih­rem Ver­tei­ler. Ei­ne wei­te­re Zu­sen­dung Ih­rer Tex­te möch­ten wir uns hier­mit ver­bit­ten.” Ge­stei­gert wer­den Un­höf­lich­keit und Ra­di­ka­li­tät noch durch die Stei­ge­rungs­form ‚ra­schest’. Wur­den frü­her Wer­ke erst nach der Ver­öf­fent­li­chung von der Zen­sur ver­bo­ten, so ver­bie­ten mir heu­te Ver­la­ge, ih­nen Wer­ke zu­zu­sen­den.

Auf die­se Wei­se wird aus ih­rem Selbst­be­wußt­sein und ih­rer Welt­sicht aus­ge­blen­det, daß es Schief­la­gen ge­ben kön­ne, die drin­gend ge­än­dert wer­den müs­sen. Je­des Mit­füh­len mit Be­trof­fe­nen wird so si­cher ver­hin­dert. Wer so ab­wim­melt, macht sich zum Tä­ter, oder zum Hel­fers­hel­fer von Tä­tern, und mit­schul­dig an dem, was in die­ser Ge­sell­schaft schief­geht.

Nach er­mun­tern­den Ant­wor­ten aus ei­ni­gen klei­nen Ver­la­gen, die mei­ne Bü­cher wohl schätz­ten, aber nicht die nö­ti­gen Mit­tel und Ver­bin­dun­gen hat­ten, sie an­ge­mes­sen zu be­wer­ben und ver­kau­fen zu kön­nen, er­hielt ich nun auch aus ei­nem gro­ßen Pu­bli­kums­ver­lag ei­ne er­mu­ti­gen­de Ant­wort.

«Von: ███ <███@ro­wohlt.██>
An: Jan Deich­moh­le <███>
Ge­sen­det: 10:37 Mitt­woch, 5. Ju­li 2017

Be­treff: Re: P.S. Aw: hoch­ak­tu­el­ler Ro­man über männ­li­che Ver­lie­rer von Fe­mi­nis­mus und Mas­sen­mi­gra­ti­on

Lie­ber Herr Deich­moh­le,

ich ver­ste­he Ih­ren Zorn und Ih­re Ar­gu­men­te. Ich kann Ih­nen nicht ge­nau sa­gen, wor­an es liegt. Viel­leicht an Ih­rer ‚Fle­xi­bi­li­tät’, al­les im­mer neu zu ge­stal­ten, sich nicht fest­zu­le­gen. Sie soll­ten Jour­na­list wer­den, schnel­le und flüch­ti­ge Ge­dan­ken und Ge­sche­hen auf­fan­gen und in Wor­te fas­sen.

Denn schrei­ben kön­nen Sie. Fin­den Sie Ih­ren Weg, es gibt ihn.

Mehr kann ich da­zu nicht sa­gen. Und ich wer­de auch nicht wie­der ant­wor­ten. Bit­te ha­ben Sie da­für Ver­ständ­nis.

Herz­li­che Grü­ße,

███
Lek­to­rat Bel­le­tri­stik»

Die­se Ant­wort zeigt: es wird et­was be­we­gen­des ge­sagt und so aus­ge­drückt, daß es Men­schen an­spre­chen kann, wenn sie ih­re Her­zen nicht ver­schlie­ßen. Gut be­ob­ach­tet ist die stän­di­ge Su­che nach der Wahr­heit, was ein Pro­zeß lau­fen­der Er­neu­er­ung ist. So er­mun­ternd es klin­gen mag, über­sieht es ei­ni­ge we­sent­li­che Punk­te: Die jour­na­li­sti­schen Ka­pi­tel sind der ober­fläch­lich­ste und nach­ran­gig­ste An­teil, ste­hen nur Le­sern und ih­rer Zeit am näch­sten. Sie die­nen da­zu, Le­ser ab­zu­ho­len. Doch gei­sti­ge Ver­tie­fung, das Er­grün­den neu­er Ein­sich­ten, fin­det stär­ker und vor­ran­gig in zwei an­de­ren Be­rei­chen statt: Zum ei­nen dem der Wis­sen­schaft, der Ver­knüp­fung neu­e­ster Er­geb­nis­se von Evo­lu­ti­ons­for­schung mit Er­geb­nis­sen an­de­rer Wis­sen­schaf­ten – ein in­ter­dis­zi­pli­nä­rer An­satz, der et­was neu­es schafft. Zum an­de­ren ist es Dich­tung, die tie­fe, das Le­ben be­we­gen­de Ur­grün­de an­zapft und in Wor­te faßt, wo­zu we­ni­ger po­ë­ti­sche Na­tu­ren kaum in der La­ge wä­ren. Hier be­steht die Kunst dar­in, un­be­wuß­te oder ver­dräng­te Strö­mun­gen, Ab­läu­fe und Struk­tu­ren zu er­ken­nen, die dann mit den Me­tho­den der Wis­sen­schaft deut­bar wer­den. Po­ë­tisch wur­de ei­ni­ges schon in der er­sten über­lie­fer­ten Dich­tung er­kannt, der Ili­as, den er­sten an­ti­ken Tra­gö­di­ën, als die Zi­vi­li­sa­ti­on ent­stand nach ei­ner Ka­ta­stro­phen- und Um­bruchs­zeit am En­de der Eis­zeit.

«Von: ███<███@ro­wohlt.██>
An: deich­moh­le@███
Ge­sen­det: 6:46 Frei­tag, 30. Ju­ni 2017

Be­treff: Re: hoch­ak­tu­el­ler Ro­man über männ­li­che Ver­lie­rer von Fe­mi­nis­mus und Mas­sen­mi­gra­ti­on

Lie­ber Herr Deich­moh­le,

bit­te ent­schul­di­gen Sie, daß wir uns heu­te erst mel­den.

Wir ha­ben Ihr in­ter­es­san­tes Pro­jekt ge­prüft. Als Mut­ter von drei Söh­nen, de­nen von ih­ren Frau­en das Äu­ßer­ste ab­ver­langt wird, stim­me ich Ih­ren The­sen aus vol­lem Her­zen zu.

Bei Ro­wohlt ha­ben wir lei­der kei­nen Pro­gramm­platz für Sie. Da Sie schon ver­öf­fent­licht ha­ben, wis­sen Sie, wie schwie­rig es ist, bei ei­nem Ver­lag zu­frie­den­stel­lend un­ter­zu­kom­men.

Al­les Gu­te für Ih­ren wei­te­ren li­te­ra­ri­schen Weg,

███
Lek­to­rat Bel­le­tri­stik»

Das ist be­dau­er­lich, wenn nicht ei­ne tra­gi­sche Ver­strickung. Klei­ne Ver­la­ge kön­nen mich nicht am Markt durch­set­zen und leh­nen des­halb mit Be­dau­ern ab. Oh­ne Ver­lag wer­de ich ge­lang­weilt und hoch­nä­sig ig­no­riert, weil es Hun­dert­tau­sen­de Möch­te­gern­au­to­ren gibt, die Leu­te von Wer­bung über­schüt­tet und oben­drein hoch­nä­sig sind; vie­le wol­len al­les um­sonst, am lieb­sten je­der ein­zeln im Kom­men­tar­be­reich in drei Sät­zen er­klärt ha­ben, um sich Mü­he und Geld zu spa­ren, ein Buch mit 500 Sei­ten zu le­sen. Man­che wol­len so we­nig wie mög­lich den­ken müs­sen, al­les be­quem und oh­ne an­zu­ecken ein­ge­trich­tert be­kom­men. Ein gro­ßer Pu­bli­kums­ver­lag wie Ro­wohlt wä­re ver­mut­lich der seit Jahr­zehn­ten fäl­li­ge und feh­len­de Durch­bruch ge­we­sen, denn eben­so lan­ge wer­den die The­men ab­ge­wim­melt. Ob­wohl es ge­lang, Geist und See­le der Lek­to­rin an­zu­spre­chen, hat die­ser Ver­lag lei­der kei­nen Pro­gramm­platz. Da­her bleibt die La­ge ver­fah­ren. Hier scheint der Be­griff „tra­gisch” nach der an­ti­ken Tra­gö­dië an­ge­mes­sen.

«Von: ███<███@ro­wohlt.██>
Ge­sen­det: 14:48 Diens­tag, 4. Ju­li 2017

… Die Ver­la­ge ha­ben nicht so vie­le Pro­gramm­plät­ze wie man land­läu­fig meint – es gibt da auch die Haus­au­to­ren. Und wenn ein Platz frei wird, kom­men die Au­to­ren von der Back­list, ja, die gibt es auch.

Sie wer­den auch so Ih­ren Weg gut wei­ter­ge­hen.»

We­der Haus­au­to­ren noch die der Back­list wer­den je auf Be­stel­lung ei­nen sol­chen Durch­bruch er­schrei­ben, der nur dar­aus ent­steht, mit Leib und See­le ei­ne Fra­ge zu ver­tie­fen und zu er­le­ben, dies über lan­ge Zei­ten, wo­bei wis­sen­schaft­li­che Li­te­ra­tur durch­sucht wird, um die Zu­sam­men­hän­ge und Grün­de zu er­ken­nen. Die Ab­leh­nung stellt ei­ne Wei­che, schiebt mich auf ein Ab­stell­gleis zu­rück. Durch ei­ne Ver­öf­fent­li­chung in ei­nem gro­ßen Pu­bli­kums­ver­lag hät­ten sich in vie­ler­lei Hin­sicht To­re ge­öff­net, auch gei­stig, denn ein Au­tor lernt beim Ver­öf­fent­li­chen; er wächst mit dem Pro­dukt in neuë, un­be­kann­te Be­rei­che hin­ein. Die­se Ent­wick­lungs­mög­lich­keit ist mir nun ge­nom­men, so wie sie mir 30 Jah­re lang gänz­lich fehl­te, als nie­mand et­was von mir ver­le­gen woll­te. Es ist schlicht­weg nicht vor­stell­bar oder vor­her­seh­bar, wie ich mich wei­ter­ent­wickelt hät­te mit solch ei­nem Ver­lag und ei­nem Buch, das nen­nens­wert Le­ser fin­det. Täg­lich kön­nen neuë Ide­ën auf­kom­men, die spon­tan mei­ne Mög­lich­kei­ten nut­zen – wenn sie denn vor­han­den wä­ren.

«Von: ███_Pu­bli­shing_Vi­en­na <███.book­of­fi­ce@███>
An: Jan Deich­moh­le <███>
Ge­sen­det: 16:30 Frei­tag, 30. Ju­ni 2017

Be­treff: Re: hoch­ak­tu­el­les Buch über männ­li­che Ver­lie­rer von Fe­mi­nis­mus und Mas­sen­mi­gra­ti­on

Lie­ber Jan Deich­moh­le!

Das The­ma ist in­ter­es­sant, je­doch ist für die­ses Jahr ein­fach nichts mehr un­ter­zu­brin­gen. Ich ha­be kei­ne Mög­lich­keit mehr ein Buch un­ter­brin­gen. Frü­he­stens 2018.

Kei­en Sor­ge, das liegt nicht am Ma­nu­skript, son­dern an den vie­len Ein­rei­chun­gen und bis­he­ri­gen Zu­sa­gen. Der­zeit er­sticken wir an Wer­ken, aber mir ist es wich­tig auch die Zeit für ein gu­tes Buch zu ha­ben. Al­so brau­chen wir et­was da­von.

Ich er­su­che Sie da­her mich so En­de des Jah­res noch ein­mal kurz an­zu­schrei­ben, dann se­he ich, was ich ma­chen kann,

Mit freund­li­chen Grü­ße
███»

 

«Von: ███_Pu­bli­shing_Vi­en­na <███.book­of­fi­ce@███>
An: Jan Deich­moh­le <deich­moh­le@███>
Ge­sen­det: 18:22 Frei­tag, 30. Ju­ni 2017

Be­treff: Re: hoch­ak­tu­el­les Buch über männ­li­che Ver­lie­rer von Fe­mi­nis­mus und Mas­sen­mi­gra­ti­on

Lie­ber Jan!

Ich habe mir jetzt zeit ge­nom­men und hin­ein­ge­le­sen.

Aber lei­der muß ich ab­leh­nen. Zum ei­nen ist das Buch sehr po­li­tisch und ein Grenz­gang, auf den ich mich nicht ein­las­sen kann. Da­zu feh­len mir not­wen­di­ge In­for­ma­ti­o­nen über die po­li­ti­sche La­ge und Ein­stel­lung in Deutsch­land. …

Zu­dem wä­re dann noch ei­ne po­li­ti­sche Kon­trol­le mei­ner Mit­ar­bei­ter drin. Wie Du weißt ar­bei­te ich eng mit den Öster­rei­chi­schen Frau­en­häu­sern und kann mir eben da nichts lei­sten, was un­kor­rekt wä­re.»

Wenn ein Buch mit Ver­weis über die un­ge­wis­se „po­li­ti­sche La­ge und Ein­stel­lung in Deutsch­land” ab­ge­lehnt wird, ist das viel­sa­gend. Das The­ma mag noch so in­ter­es­sant, die her­aus­ge­ar­bei­te­ten In­hal­te bri­sant und ori­gi­nell sein – so­bald es ‚po­li­tisch in­kor­rekt’ er­scheint, wird die Not­brem­se ge­zo­gen und Voll­brem­sung ge­macht. Frau­en­häu­ser wa­ren ei­ne Idee von Erin Piz­zey, die früh er­kann­te, daß es min­de­stens eben­so gro­ßen Be­darf an Män­ner­häu­sern gab; sie wur­de von Ra­di­kal­fe­mi­ni­stin­nen aus­ge­boo­tet, die ih­re Idee klau­ten, Frau­en­häu­ser zu ide­o­lo­gi­schen Agi­ta­ti­ons­zen­tren um­funk­ti­o­nier­ten. Ich kann der Frau und ih­rer ehr­li­chen Ant­wort da­für dan­ken, ih­ren In­ter­es­sens­kon­flikt of­fen­ge­legt zu ha­ben: Weil sie auf Zu­sam­men­ar­beit mit von Ra­di­kal­fe­mi­ni­stin­nen ge­präg­ten Frau­en­häu­sern an­ge­wie­sen zu sein glaubt, kann sie sich nicht lei­sten, ein Buch zu ver­le­gen, das den Be­trei­bern je­ner Häu­ser un­ge­nehm ist. Auch sol­che Äng­ste wir­ken ef­fek­tiv wie Ge­sin­nungs­zen­sur, auch wenn die Ver­le­ge­rin das gar nicht be­ab­sich­tigt, son­dern nur be­fürch­te­te Nach­tei­le mei­det.

«Von: Smart und Nett Zen­tra­le <███@smart-und-nett-ver-lag.██>
An: ‚Jan Deich­moh­le‘ <███>
Ge­sen­det: 20:30 Diens­tag, 27. Ju­ni 2017

Be­treff: AW: Ro­man über die wun­de Stel­le uns­rer Epo­che

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

wir ha­ben Ih­ren Buch­vor­schlag zur Kennt­nis ge­nom­men. War­um Sie aus­ge­rech­net auf uns mit Ih­rem An­lie­gen kom­men er­schließt sich in kei­ner Wei­se. Von In­hal­ten, die Sie prä­fe­rie­ren, di­stan­zie­ren wir uns aus­drück­lich, zu ei­ner Zu­sam­men­ar­beit wird es da­her nicht kom­men.»

Sie di­stan­zie­ren sich aus­drück­lich von den In­hal­ten; kla­rer könn­te Ab­leh­nung aus Mei­nungs­grün­den kaum aus­ge­drückt wer­den. Qua­li­tät hängt aber nicht mit Ge­sin­nung zu­sam­men; im Ge­gen­teil, Neu­land er­schließt sich nur jen­seits ge­wohn­ter Denk­wei­sen. Sol­che Scheu­klap­pen­ab­sa­ger mö­gen einst in­tel­li­gen­te We­sen ge­we­sen sein, doch sind sie er­starrt und ein­ge­fro­ren, un­wil­lig, et­was neu­ës, ih­nen wi­der­stre­ben­des zur Kennt­nis zu neh­men oder gar zu ver­ste­hen.

«Von: ma­nu­skrip­te@ehr­lich-███ <ma­nu­skrip­te@ehr­lich-███>
Ge­sen­det: Mon­tag, 26. Ju­ni 2017 14:54
An: deich­moh­le@███

Be­treff: Re: ein Ro­man über das Le­ben in schwie­ri­gen Zei­ten

… Die Nen­nung di­ver­ser Ant­wor­ten von Ver­la­gen, wel­che sich zu­min­dest die Zeit ge­nom­men ha­ben, Ih­nen über­haupt zu ant­wor­ten, und die von Ih­nen dar­auf fol­gen­de Ver­höh­nung er­schreckt uns nicht – wir freu­ten uns, wenn wir eben­falls mit auf­ge­nom­men wür­den»

Das war ein ganz schlau­er; solch ei­ne Ab­sa­ge hat­te ich noch nicht. Er bit­tet um Auf­nah­me in mei­ne Li­ste der schlech­te­sten und be­sten Ver­lags­ab­sa­gen. Wol­len wir ihm sei­nen Wunsch er­fül­len? „Wol­le mer ihn eroi­los­se?” Hal­ten wir’s wie An­ge­la Mer­kel vom Va­gi­na­rau­ten-Fe­mi­nat mit der von ihr durch un­be­dach­te Äu­ße­run­gen ein­ge­la­de­nen Mas­sen­flut. „Ist mir doch egal, ob ich schuld bin, daß er nun drin ist. Nun ist er ein­mal hier. Das ist al­ter­na­tiv­los.” Wenn er meint, es ge­rei­che ihm zur Eh­re, wie­so nicht? Für ei­nen Platz in der zwei­ten Rei­he mö­ge sei­ne Be­wer­bung rei­chen. Schließ­lich möch­te ich nicht eben­so vie­le Ver­lags­ein­sen­dun­gen ab­leh­nen, wie um­ge­kehrt Ver­la­ge mir ab­ge­sagt ha­ben.

«Von: ███
Ge­sen­det: Sonn­tag, 25. Ju­ni 2017 20:15
An: Jan Deich­moh­le

Be­treff: AW: Kern­fra­gen des Le­bens in All­tag und Evo­lu­ti­on dar­ge­stellt

Lie­ber Herr Deich­moh­le,

ich ha­be ein biß­chen hin­ein­ge­le­sen ihr Ihr Ma­nu­skript und wür­de Ih­nen durch­aus recht ge­ben, daß es „un­be­dingt ver­legt und be­kannt wer­den” soll­te.

NUR: Da­für braucht es ei­nen an­de­ren Ver­le­ger als mich, ei­nen grö­ße­ren Ver­lag, je­man­den, der sich viel Zeit für Ih­ren Text neh­men kann. Die Edi­ti­on Ise­le wä­re für Sie kei­ne gu­te Wahl.

Ich drücke Ih­nen die Dau­men, daß Sie den pas­sen­den Ver­lag bald fin­den.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
███»

Nach obi­ger Be­wer­bung für die Be­sten­li­ste mö­ge ein aus­sichts­rei­cher Kan­di­dat der Schlech­te­sten­li­ste fol­gen.

«Eli­sa­beth ███
Mi 30.09.2015, 19:04

Sehr ge­ehr­ter Herr Deich­moh­le,

die Ent­setz­lich­keit der Web­site, auf die Sie ver­lin­ken, lässt ver­mu­ten, dass Ihr Buch ähn­lich ent­setz­lich ist. Da­her wer­de ich es ig­no­rie­ren.

Mit herz­li­chen Grü­ßen,
███»

Obiges Kapitel wurde heute im Buch „Krönender Abschluß”, dritter und abschließender Band der Reihe „Fulminantes Finale” ergänzt. Kauft und lest meine Bücher. Nichtbeachten ist eine politisch wirksame Stellungnahme, die feministische Eliten stützt und Kritik behindert.

ANTIFA in den USA als Terrororganisation untersucht – biologische Hintergründe politischen Extremismus

ANTIFA in den USA als Terrororganisation untersucht – biologische Hintergründe politischen Extremismus

Aus dem belletristischen Buch „Krönender Abschluß”, heute ergänzt:

Der Rä­dels­füh­rer kehr­te dann ir­gend­wann von ei­ner Brand­stif­tung zu­rück, kam sich rie­sig und toll vor, was ihn da­zu ver­lei­te­te, über ein hal­bes Dut­zend Au­to­dä­cher zu lau­fen. Das war un­klug. Die Po­li­zei nahm die Fuß­ab­drücke auf, konn­te ihn er­mit­teln und fest­neh­men. Sei­ner Freun­din ging es rich­tig schlecht; die Be­zieh­ung lief wohl mies, und nun saß ihr Freund auch noch ein. Ich brach­te sie zu ih­ren El­tern nach Hau­se. Jah­re spä­ter er­zähl­te sie mir, wenn ich sie da­mals nicht heim­be­glei­tet hät­te, dann hät­te sie sich an je­nem Tag selbst um­ge­bracht vor Ver­zweif­lung. Doch das än­der­te nichts dar­an, mich zu schnei­den, nicht das ge­ring­ste In­ter­es­se an mir zu ha­ben, ließ sie auch nicht von ih­rer po­li­ti­schen Li­nië run­ter­kom­men. Sie wur­de spä­ter ei­ne rup­pi­ge, ka­put­te Ak­ti­vi­stin.

Ähn­lich be­grün­det sich heu­te die AN­TI­FA. Weib­li­che Wahl funk­ti­o­niert schlecht, be­vor­zugt Kri­mi­nel­le und ex­tre­mi­sti­sche Ge­walt­tä­ter. Sta­tus­ge­winn bringt Mäd­chen ins Bett, bei Hirsch wie Mensch.

«Wie also die scheinbare Irrationalität der Antifa-Kriminellen erklären?
… In die­sem Sin­ne hat Trasher in sei­ner Un­ter­su­chung zu Ju­gend­ban­den et­wa ge­zeigt, daß Ge­walt­ta­ten, die für nor­ma­le Be­ob­ach­ter wie ei­ne sinn­lo­se Tat er­schei­nen, für die Mit­glie­der der Ban­de ei­nen Sta­tus­ge­winn zur Fol­ge hat­ten. Wer sich durch Ge­walt­ta­ten her­vor­tat, hat da­mit ei­nen An­spruch auf die Füh­rung der Grup­pe be­grün­det. Mit an­de­ren Wor­ten, was für Au­ßen­ste­hen­de wie sinn­lo­ser Van­da­lis­mus und sinn­lo­se Ge­walt aus­sieht, hat für die An­ti­fa-Mit­glie­der ei­nen in­ter­nen Wert. Sie kön­nen sich vor­ein­an­der pro­du­zie­ren, sich als be­son­ders wert­vol­le, weil be­son­ders ge­walt­tä­ti­ge Mit­glie­der der An­ti­fa-Ban­de dar­stel­len und auf die­se Wei­se Sta­tus ge­win­nen. Die­se Er­klä­rung macht die Nä­he der An­ti­fa zur Ju­gend­ban­de deut­lich und zeigt, daß die An­ti­fa-Ban­de von ei­ner Mehr­heit in­fan­ti­ler Mit­glie­der auf­recht er­hal­ten wird. Zu die­ser Mehr­heit der In­fan­ti­len ge­sel­len sich in der Re­gel ein oder meh­re­re op­por­tu­ni­sti­sche Grup­pen­mit­glie­der, die aus der In­fan­ti­li­tät der an­de­ren ei­nen di­rek­ten Nut­zen, zu­meist in Form von Geld oder ma­te­ri­ël­len Lei­stun­gen zie­hen. …

Zu­sam­men­ge­nom­men er­gibt sich für die An­ti­fa das Bild ei­ner ban­den­mä­ßi­gen Struk­tur, ei­ner Form or­ga­ni­sier­ter Kri­mi­na­li­tät, de­ren Ziel nicht dar­in be­steht, für sich (fi­nan­zi­ël­le) Res­sour­cen zu ge­win­nen, son­dern dar­in, die (fi­nan­zi­ël­len) Res­sour­cen an­de­rer zu zer­stö­ren. Die De­struk­ti­on als das Mo­tiv»1 (sciencefiles)

Im letz­ten Ab­satz irrt der Zi­tier­te: Be­ein­drucken und Sta­tus ge­win­nen Frau­en. Das steht als bi­o­lo­gi­scher Reiz vor Zer­stö­rung der Res­sour­cen an­de­rer. Auch die Zer­stö­rung der Res­sour­cen an­de­rer ist Teil des evo­lu­ti­o­när an­ge­leg­ten Rang­kamp­fes, mit dem sich männ­li­che Art­ge­nos­sen den Sta­tus zu er­kämp­fen ver­su­chen, der sie zu Ge­win­nern bei frucht­ba­ren weib­li­chen Art­ge­nos­sen wer­den läßt. Es ist ei­ne Va­ri­an­te des Ge­weih­kamp­fes bei Hir­schen.

So wie ein­sit­zen­de Mör­der und Ver­ge­wal­ti­ger oft kör­be­wei­se Fan­post von Frau­ën er­hal­ten, oder gar hin­ter Git­tern ge­hei­ra­tet wer­den und sich fort­pflan­zen, wur­den auch in der Sze­ne die ne­ga­tiv­sten Kräf­te vor­ge­zo­gen, die al­so ih­re An­la­gen fort­pflan­zen kön­nen, was den Gen­pool der Zu­kunft of­fen­kun­dig ver­saut.

Dies war ein Aus­zug aus „Krö­nen­der Ab­schluß”, Band 3 des „Ful­mi­nan­ten Fi­na­les”.

Fußnote

1 https://sciencefiles.org/2017/07/05/usa-antifa-zur-terroristischen-organisation-erklart/

Was bekannt sein sollte, um mitdebattieren zu können

Was bekannt sein sollte, um mitdebattieren zu können

Wer entscheidende neue Argumente, Beweise und Sichten nicht kennt, kann schwerlich an einer nützlichen und weiterführenden Debatte mitwirken. In Unkenntnis sind schon Voraussetzungen, Begriffe und Themen oft schief aufgestellt, so daß die Verwirrung nicht überwunden werden kann.

Obwohl Medien immer einseitiger nur bestimmte Gesinnungstendenzen bekanntmachen, bleibt die verbreitete Haltung, nur medial bekannte Bücher ernstzunehmen und zu lesen.

Ideologiekritik am Feminismus: Krieg gegen Mann, Natur und Kultur“ enthält wichtige Beweise, Argumente und Ansätze, deren Kenntnis wichtig ist. Das Buch eröffnet eine neue Sicht. Ebenso neue Einblicke bietet „Zensiert: Flaschenpost in die Zukunft. Erster Band zur ersten Welle„. Wer das Buch nicht kennt, wird eine Vielzahl falscher Vorstellungen und Urteile in sich tragen und behalten, die in öffentlichen Debatten typisch sind. Dies gilt auch für Leute, die vermeinen, sich im Thema auszukennen.

Eine neuartige literarische Leseerfahrung, zugleich der Einstieg in ein neues Argumentationsfeld, ist „Anmache: Vom Anmachen und Abwimmeln„. Neue Sichten mit Erkenntnisgewinn können unterhaltsam sein. Es empfiehlt sich, das Buch statt Fernsehabend oder konventioneller Lektüre mal durchzulesen.

Abgeschnittener Taubenkopf vor Händel-Festspielen

Abgeschnittener Taubenkopf vor Händel-Festspielen

Bei den Händel-Festspielen in Göttingen lag am 14. Mai vor der Kirche, in der das Oratorium „Israel in Egypt“ in der Urfassung aufgeführt wurde, ein glatt abgeschnittener Taubenkopf an der Längsseite links vom Haupteingang. Dieser wurde von mehreren Passanten gesehen. Hoffentlich hat das wie üblich „nichts mit nichts zu tun” (Ironie ein), sonst sind irgendwann Menschen …

Die Szene der Grenzöffnerinnen und fAntifantInnen (feministische ANTIFA) ist ebenfalls seit Jahrzehnten stark vor Ort vertreten.

Die Beiträge feministischer Willkommensklatscherinnen waren in Artikeln und Büchern gewürdigt worden.

Nachdem die Gesellschaft von Rechtsstaat und Freiheit befreit wurde, kann bei der Verdrängung eigener Männer ja wenig schiefgehen.

Da brauchen wir uns nicht wundern, daß ich schon in den 1980er Jahren aus dem Literaturbüro hämisch verabschiedet wurde und bei keinem Ball debütieren durfte.

Meine Bücher gibt’s hier.

Weibliche Macht in altgriechischer Darstellung

Weibliche Macht in altgriechischer Darstellung

Wer alte Bücher liest, bekommt heute ‚rote Ohren’ und erleidet betroffen geistige Kurzschlüsse, weil uns beigebracht wurde, in alter Zeit habe es ‚böse Vorurteile’ gegeben, was Leute dachten und wie sie lebten, sei ‚unsinnig’, voller ‚Irrtümer’, wobei die Erfahrung ungezählter Generationen einfach ignoriert wird.

Komisch ist allerdings, daß die angeblichen Vorurteile sich später oft wissenschaftlich als Tatsache erweisen: meist nicht genau so, wie sie Dichter und Mythen einst beschrieben, aber dennoch klar genug, um sie auf eine – freilich ungeahnte Weise – zu bestätigen.

Wenn in der Folge von der „Macht des Weibes” gesprochen wird (‚Weib’ ist das ebenbürtige Gegenstück zu ‚Mann’, wogegen Frau von einem mittelhochdeutschen Adelstitel Frouwe abgeleitet ist, dessen männliches Pedant Frô ausstarb, weil Frauen auch sprachlich gegenüber Männern bevorzugt werden. Manche sagen, Frau sei mit Freya, einem Götternamen verwandt und habe daher gar göttliche Konnotation), so ist das kein ‚mythologisches’ oder poetisches ‚Vorurteil’. Moderne Evolutionsbiologie erklärt weibliche Selektionsmacht, die Entwicklung der Arten steuert, nicht aber die Stärke der Männer, die nur unter Männern gilt, aber keine Dominanz über Frauen bedeutet. Unsere Intuition trügt. Frauen werden bevorzugt wahrgenommen und behandelt; männliche Verlierer sehr nachteilig. Daher braucht es männliche Stärken als Gegengewicht, auch um den weiblichen Ansprüchen zu genügen.

Heute sind unsere Denkweisen und Begriffe von frühester Kindheit an durch feministische Klischees und Begriffe verseucht. Der Radikalfeminismus von vor kurzem ist gar zum neuen ‚Konservativismus’ geworden. Um das folgende zu verstehen, den alten Text nicht fehlzudeuten, indem heutige feministische Ideologie hineingelegt wird, müssen wir unser Denken von solcher Ideologie befreien, zu natürlichen, nichtfeministischen Begriffen zurückkehren.

Richtig geahnt wurde damals, daß im zentralen Lebensbereich Familie, Liebe, Sex und Fortpflanzung das weibliche Element klar dominiert, noch den stärksten Mann kleinkriegen und zur Witzfigur machen kann. Sogar eine gewisse Tendenz, Männlichkeit unterdrücken zu wollen, den Mann zum spindeldrehenden Softie zu ‚gendern’, scheinen Mythos und Dichter geahnt zu haben. Das ist eine gute Leistung.

Natürlich finden sich Abweichungen vom heutigen Stande des Wissens. Die ganze komplexe Perversität heutigen Feminismus haben auch die antiken Dichter nicht vorhergesehen, obwohl einige Elemente bereits durch ihre Dramen und Tragödien spuken. Nach 2500 Jahren können wir immer klüger sein wollen, weil wir mehr modernes Wissen haben, doch für Schriften aus so alter Zeit kommt die Kunde der Alten heutigen feministischen Wirrnissen beeindruckend nahe.

Zitiert aus einer vermutlich auf die Kaiserzeit zurückgehenden Einleitung zur Übersetzung von Sophokles Tragödie „Die Trachinierinnen”. Es tut gut, alte Bücher zu haben.

«der ſtärkſte und gewaltigſte Held, vom dem die reiche Dichterphantaſie der Hellenen träumte, der ſchon als Knabe durch die Erdroſſelung des von Heras giftigem Haß geſandten Schlangenpaares ſich als Sohn des gewaltigen Zeus offenbarte und dann in einem langen und mühſeligen Leben die Welt mit dem Ruhme ſeiner Taten erfüllte. Und was iſt ſein Ende? Um eines Weibes willen findet er ſchmählichen Tod. Gerade in dieſer gewaltigſten aller Heldenſagen hat der ſinnige Mythe der Griechen den Gedanken zum Ausdruck gebracht, wie Liebe oft mit Leid lohnt. Schon einmal im Leben mußte Herakles das verderbliche Walten weiblicher Macht bitter empfinden. Der Götterſohn, geknechtet im ſchimpflichen Dienſt der Omphale! Dahin iſt der Stolz ſeiner männlichen Seele; in Weiberkleidern ſitzt er da, er, der den grimmen Leuen auf Nemeas Flur mit dem gewaltigen Druck ſeiner Arme rippenbrechend erwürgte; die Spindel dreht er wie ein Sklavenweib, und buhleriſch erklingt ſeine Laute, die einſt von Jolaos’ Heldenfreundſchaft ſang, in weichlicher Lydiertonart. Noch einmal ſchüttelt er das Joch erbärmlicher Knechtſchaft von ſich ab, und doch ſinkt auch er, der herrlichſte aller Helden, um eines Weibes willen in den Staub. Weibliche Eiferſucht ſiegt über eines Herakles löwenherzigen Sinn. Das iſt die zweite, nicht minder große Tragik in dieſem erhabenen Stücke, die den Griechen umſo verſtändlicher war … Sie wußten, daß Helenas Leichtſinn des Trojaniſchen Krieges Jammer zur Folge hatte, daß um ihretwillen Achilles und Patroklos, die herrlichſten Jünglinge, von denen je ein Dichter ſang, frühzeitigem Todesverhängnis erlagen, und daß Mord und Entſetzen und unabſehbarer Jammer die furchtbare Vergeltung der vom Weibe verblendeten Torheit des Paris waren. Sie kannten die Greuel, die ſich an den Namen einer Griphyle, Stheneboia, Aërope, Prokne knüpften. (Griphyle hatte, durch ein goldenes Halsband beſtochen, ihren Gatten Amphiaraos zur Teilnahme am Zug der Sieben gegen Theben beſtimmt, obgleich ſie wußte, daß er dabei fallen würde. Stheneboia, Gemahlin des Argiverkönigs Proitos, verleumdete den edlen Jüngling Bellerophontos, der ihre Liebe verſchmäht hatte, und bewirkte ſeine Verbannung. Aërope, Gattin des Atreus, brach die Ehe mit Thyeſtes, dem Bruder ihres Mannes. Prokne tötete ihren eigenen Sohn Itys.) …

So war den Athenern das Drama des Sophokles vom Tode des Herakles eine furchtbar eindringliche Lehre von der zwar ſüßen, aber verderblichen Allgewalt des Weibes.» (Sophokles’ Tragödien, Überſetzt von J. J.Chr. Donner, herausgegeben von Dr. Paul Brandt)

Meine Damen und Herren, seien wir erwachsen. Was Sie da lasen, waren nicht – wie in feministischer Denke unterstellt – ‚frauenfeindliche’ oder ‚altertümliche’ Unterstellungen, sondern beschreibt, was wir alle heute im feministischen Zeitalter erleben. Herakles liefe heute mit einem rosa Mösenmützchen auf dem Frauenmarsch mit, oder würde einer grünen Feministin das Geschirr spülen, bis ihm dämmert, wie bescheuert er sich verirrt hat, kaputtmachen läßt, und wieder zur Vernunft zurückfindet, seine männlichen geistigen Kräfte wiederentdeckt und noch einmal zum Herkules wird.

Heute würde Griphyle ihren Gemahl wahrscheinlich scheiden, aus dem Haus werfen, statt in den Krieg zu schicken, um sich sein goldenes Halsband unter den Nagel zu reißen. Vielleicht würde ihr Gatte, der nunmehr unterhaltspflichtig sklavend ihr Nichtstun finanziert, nicht einmal seine Kinder sehen dürfen und deprimiert Selbstmord begehen.

Der Jüngling Bellerophontos wird heute ständig verleumdet, von hysterischen Feministinnen der ‚Vergewaltigung’ bezichtet wie Julian Assange, nachdem sie vorher zwei Wochen lang begeistert twitterten, was für ein toller, cooler Mann er sei und wie es sie freue, mit ihm zusammen zu sein. Das Verleumden heimischer Jünglinge hat Methode; am US-Campus herrscht eine Hexerjagd gegen eingebildete ‚Vergewaltigungen’, die darin bestehen, daß eine Frau nachträglich mit ihrem Liebhaber unzufrieden wird, oder beide ein Glas Alkohol getrunken haben, wodurch ihr Einverständnis ungültig wird, nicht aber seines. Frauen haben im Zweifelsfalle keine Verantwortung für ihr Handeln, der Mann aber für das Handel der Frau. Ein betrunkener Mann ist für sich und für die Frau verantwortlich; eine Frau weder nüchtern noch betrunken für irgendetwas. Das ist moderner Feminismus und noch wesentlich krasser als die Schilderungen der alten Griechen, die von unsrer Gegenwart sogar übertroffen werden.

An Bellerophontos sehen wir auch sehr deutlich, wie einseitig die Wahl in der Liebe ist: Frauen weisen reihenweise männliche Bewerber ab, aber sollte ein Jüngling das tun (so er zu der glücklichen Minderheit der von Frauen Selektierten gehört und es sich leisten kann), dann ist die Frau schnell beleidigt. Denn daß ein Mann wählt, finden Frauen leicht empörend. Sie wollen – wie heutige Feministinnen – die Wahl für sich alleine. Ihr Gerede von ‚Gleichberechtigung’ verbirgt das Gegenteil: Feminismus hat immer, zu allen Zeiten, in allen Wellen, die Wahl für sich, aber nicht für den Mann gewollt. Feminismus war immer gegen Gleichheit, hat diese nur listig als Argument mißbraucht, um unterschwellig ganz andere Antriebe zu befriedigen und Ziele anzusteuern – und um dem Mann alles Männliche zu neiden und wegzunehmen. Hinterher verachteten dieselben Frauen dann Männer, denen die weggenommene Männlichkeit fehlte. Also warfen sie sich lieber Invasoren um den Hals, deren Flut die kaputt-entmannzipierten einheimischen Männer verdrängt.

Die „Allgewalt des Weibes” ist eine poetische, aber noch heute vertretbare Beschreibung evolutionärer Tatsachen. Ihre verderbliche Auswirkung beweisen meine Bücher.

Was Elektra von Euripides uns nach 2500 Jahren sagen kann

Was Elektra von Euripides uns nach 2500 Jahren sagen kann

Rund 2500 Jahre nach der Niederschrift der Elektra kann uns diese – wie manche andere – altgriechische Tragödie einiges verraten.

Elektra, von Euripides (Kröner, S. 181)

… Doch mein Gatte sei
begabt mit Mannessinn – und nicht mit Mädchenreiz!
Denn Söhne solcher Männer glühn ….
Die schönen Knaben sind ein Schmuck für Reigen nur.

Wer die falschen Männer wählt, erhält die falschen Söhne: negative Zuchtwahl.

Am Ende von Euripides Elektra erklärt vor ihrem Tode die Mutter Klytaimnestra, sie hätte ein Recht darauf gehabt, Agamemnon zu töten, wobei sie sich auf gleiches Recht wie ihr Mann beruft. Die ihre Familie zerstörende Greueltat, die der Tragödie zugrunde liegt, wird feministisch begründet: mit gleichen Rechten für die Frau, was Anstand, kulturelle Grundlagen und die Familie zerbricht. Letztlich liegt der Tragödie Elektra diese ziemlich feministische Position zugrunde, die bereits von 2500 Jahren tragisch zerstörerisch war – wie überhaupt griechische Tragödien eine Vielzahl feministischer Verstrickungen vorwegnehmen. Der Ethnologe Unwin bemerkte: Jede Zivilisation geht an einer Überhandnahme weiblicher Bevorzugung zugrunde. Auch die altgriechische. Das wird bereits in der klassischen Literatur 420 v.Ch. deutlich.

Klytaimnestra, in Elektra von Euripides, S. 185

Da bringt er mir die gottbeseßne Seherin
heimkehrend als Genossin, und das eine Bett
im einen Haus nahm zugleich zwei Frauen auf.

doch wenn der Gatte solcher Törin sich vergeht
und seine Frau verachtet, will’s das Weib dem Mann
nachtun und sieht nach einem andern Freund sich um.
Der laute Tadel brüstet sich sofort an uns:

[feministische Argumentation]

Die Männer, die Schuld haben, trifft der Tadel nicht.

[Unwahr. Welt und Tragödien sind voller bestrafter Männer. Manche werden vom Schicksal gezeichnet, obwohl sie keine Schuld trifft.]

Denn führten Räuber insgeheim Menelaos fort:
Durft ich Orestes töten, um der Schwester Mann,
Menelaos auszulösen? …
Doch er durfte freveln wider mich,
Und ich ihm nicht vergelten? …

Das ist eine klassische feministische Argumentation, die schon vor 2500 Jahren benutzt wurde, und mit verheerendem Ergebnis. Formale ‚Gleichheit’ führt zu einem geistigen Kurzschluß, der eine Tragödie auslöst. Denn was Männer taten, richtete sich nicht gegen Frauen, sondern war Teil eines – hier mythologischen – Kampfes unter Männern. Auch schlechte Taten hatten Sinn und Funktion innerhalb ihrer Kultur, wurden bestraft.

Doch die weibliche Reaktion setzte schon damals subjektive Betroffenheit gleich mit Handlungen innerhalb eines komplizierten kulturellen Gebildes. Die weibliche Rache aus persönlichen Motiven ist strukturell keineswegs gleichwertig mit dem mythologischen Opfer, das Teil eines Kriegszuges ist. Gleichsetzung des Ungleichen löst Mißverständnis, tragische Verstrickungen und Untergang aus – ganz gleich, in welcher Epoche und Kultur. Dieser Mechanismus ist bei uns nicht anders als bei den alten Griechen.

a.a.O. S. 185, Chorführerin

Du bist im Rechte, doch es ist ein schimpflich Recht.

Das drückt einen klassischen Fehler aus, 2200 Jahre vor der Wiederholung des Fehlers in der Philosophie der Aufklärung. Das menschliche Recht orientiert sich an Vereinfachungen und Grundsätzen, die zwar gut klingen und in manchem auch gut sind, aber an der Natur der Geschlechter scheitern. Das ‚Recht’ basiert auf formaler ‚Gleichheit’, ein schönes Ideal. Doch leider gründen sowohl menschliche Natur (Biologie, Evolution, Fortpflanzung und Selektion), als auch die gesamte Kultur auf einer Ergänzung der Geschlechter, gegenseitigen Pflichten und Gaben, somit auf Unterscheidung, Differenz, dem Gegenteil formaler Gleichheit. Ein Gleichgewicht ist nur auf höherer Ebene möglich, niemals aber über formale Gleichheit. Daher ist menschengemachtes Recht immer nur ein begrenzt tauglicher Versuch, eine vernünftige Ordnung zu schaffen. Wer sich ungeschickt auf dieses ‚Recht’ beruft, zerstört die Kultur, zerfetzt die tragenden Bande jeder Kultur und Gesellschaft, verursacht eine tragische Verstrickung. Dann wird das Recht zum „schandbaren Recht”, wie die Chorführerin richtig vermerkt.

Den Sterblichen waren diese Dinge nicht bewußt, denn Evolution, die Problematik angeborener Frauenbevorzugung und der Benachteiligung männlicher Verlierer waren den Menschen unbekannt. Daher scheiterte jeder Versuch der Menschen, klüger sein zu wollen als die in langen Zeiträumen gewachsene Kultur, oder mythologisch die „allwissenden Götter”, die allein verstehen, was den Sterblichen verborgen bleibt (oder nur von Kennern der Evolution, weiblicher Bevorzugung und feministischer Bestrebungen verstanden wird).

Elektra, von Euripides, S. 150:

Ich achte dich für einen göttergleichen Freund:
Du triebst in meinem Leide keinen Spott mit mir.
Und groß für Menschen ist das Glück, in schwerer Not
den Arzt zu finden, wie er mir in dir erschien.

Du hast der Arbeit draußen gnug, im Hause muß
ich alles ordnen: kommt der Tagelöhner heim,
so freut er sich, es drinnen wohlbestellt zu sehn.

Die zweite Schwäche: eine nur sehr unvollständige, wesentliche Bedeutung übersehende Begründung von Arbeitsteilung und Tausch.

An dieser unzureichenden Begründung hat sich seit 2500 Jahren nichts geändert. Solange es keine bessere gibt, wird es schiefgehen.

Wären wir nicht selbst betroffen, können wir im Grunde zurücktreten, das unaufhaltsame Räderwerk der Tragödie einfach schnurren lassen. (Anouilh, Antigone) Zu den Verstrickungen gehört auch die jetzige Problematik offener Grenzen.

Die Feministinnen werden sich noch wundern, was für tragische Kräfte und Verstrickungen sie ausgelöst haben. Ihre Verblendung, und das den Verblendeten äußerst schmerzhafte Auftauchen der Wahrheit beschreibt sehr schön die wohl größte altgriechische Tragödie des besten tragischen Dichters: Ödipus von Sophokles. Dabei sei nicht zuletzt an die weltberüchtigten „Vagina-Monologe” gedacht.

Einmal auf den falschen Weg abgebogen, ist der Verlauf altgriechischer Tragödien nicht mehr aufzuhalten. Weder Mensch noch Gott kann die Verblendeten vor ihrem Schicksal retten.

In ihrer Blütezeit schufen die alten Griechen eine neuartige Zivilisation, Wissenschaft und Dichtkunst. Später hielt sich zwar ihre Sprache (bis auf den Wandel von Alt- über Mittel- zu Neugriechisch), aber ihre einstigen einmaligen und bahnbrechenden Leistungen wiederholten sich nicht.

Der Alte, in: Elektra von Euripides (S. 165)

Und abgeschorne Locken auch von blondem Haar,
und staunte, Tochter, welcher Mensch den Mut gehabt,
dem Grab zu nahen. Sicher kein Argeier war’s.
Wohl aber kam dein Bruder insgeheim vielleicht
und ehrte seines Vaters unglückselig Grab.
Sieh diese Locken: lege sie zu deinem Haar,
ob dies dem abgeschornen gleich an Farbe sei.
Denn die von eines Vaters Blut entsprossen sind,
sind meist in allem an Gestalt und Art sich gleich.

Euripides beschreibt 420 v.Ch. Elektra und Orestes (anscheinend auch ihren Vater Agamemnon) als blond, also mittel- oder nordeuropäischen Typs. Später scheint das bei Mischung mit Orientalen oder Mediterranen überwiegend verloren gegangen zu sein.


(Artemis, gefunden in Pompeji)

«Bei Homer sind ja viele Akteure „goldgelockt”, was auch ich bisher immer mit blond assoziiert habe. …
Mittlerweile weiß man ja, daß viele griech. Statuen ursprünglich blond angemalt waren – blond war ja auch die Farbe der griechischen Götter.
Die meisten Menschen gehen nach ihrer Allgemeinbildung aber immer noch davon aus (wohl aufgrund von Urlaubserfahrungen), daß die antiken Griechen schwarz- oder sonstwie dunkelhaarig gewesen seien. …

Dagegen hatte der Komiker Pherekrates gedichtet: „O du, der im goldlockigen Haare du prangst” Hier ist also Blond angesagt. Auch Achill hatte blondes Haar, Menelaos ebenfalls (nach Theokrit).»1 (geschichtsforum.de)

Seien wir gespannt auf die Reaktionen unsrer vermeintlichen ‚Weltverbesserer’.

Fußnote

1 http://www.geschichtsforum.de/f27/aussehen-der-griechen-18481/

Der Frauenkrieg

Der Frauenkrieg

Einige Auszüge aus einer Tragödie, in barockem Kontrapunkt zu vertonen

© Jan Deichmohle

Tribunal der Frauen

Lysistrata:

Wir wollen nun die ganze Welt verändern.
Alles Geschlecht den Kindern aberziehen.
So ist’s gerecht: Und nichts darf übrigbleiben.
Ihr könnt nichts tun! Den Widerstand austreiben!

…….

Alte Frau:

Oh Töchter, was verrückt euch eure Sinne?
Ihr wütet gegen eure eigne Seele!
Welch Wahn, der Männer, Frauen, Kinder quäle!
Rollen und Tausch sind allen zum Gewinne.

Lysistrata:

Der Welten Last zu lange trugen Frauen.
Die Männer steh’n im Eisen und Rampenlicht.
Drum wollen eine neue Welt wir bauen.
Die Frauen künftig gibt das Hauptgewicht.

Alte Frau:

Ihr habt das alles gänzlich falsch verstanden.
Leichtere Dinge war’n euch aufgetragen.
Das Recht war milder euch und auch Behandlung.
Leere und Leid beschert euch die Verwandlung.

Schon immer mußten Männer fleißig schuften,
während sich mit Parfüm Frauen beduften.
Ihr habt fortan keine Weibesgabe mehr.
Der Geschlechter Tausch gibt Sinn, fehlt euch nun sehr.

Lysistrata:

Wir sehen klar, wie unterdrückt ihr zwei seid.
Nicht einmal Aufruhr hat entzückt die beiden.
Ihr werdet weiter fremde Lasten schleppen.
Geliebte, Mütter, sind doch nichts als Deppen.

Bürger:

Seit jeher trug der Mann die Last der Welt,
so wie Atlas beschwert den Himmel hält.
Geht’s in die Schlacht zum sterben und zum placken:
Stets sind’s Männer, die verderben und sich müh’n.

…….

…….

Lysistrata:

Asyl! Völker aus allen fernen Ländern!
Bei uns gibt’s Geld, und Land und schöne Frauen.
Auf meine Worte könnt ihr sicher bauen!
Kommt her zu uns! Wir wollen uns verändern!

Besiegt mit uns der weißen Männer Macht!
Wir feiern, liegen mit euch, bis es kracht!
Wir wollen bunte fremde Kinder zeugen,
nicht der Hellenen Brut mehr treulich säugen.

Bürger:

Unser Gold an Fremde wird verschleudert nun.
Aus aller Herren Länder drängen Kämpfer,
sich beim Frauengelage gütlich zu tun.
Berauscht toben sie und erteilen Dämpfer.

Oh Schreck, da kommt aus starken, fernen Reichen
ein Bote von Königen ohnegleichen.
Was wird uns dieser stolze Mann nur sagen?
Das Herz will brechen. Soll lauschen ich wagen?

Gesandter:

Zu Hunderttausenden kommen wir nun her,
es werden täglich unsrer Kämpfer mehr.
Gib uns hier Land und Geld und eure Frauen,
dann wollen friedlich wir ein Heim uns bauen.

Archilles:

Zu welch Begehr habt ihr in Hochmut euch bequemt?
Wie soll’n wir leben, wenn ihr unsre Frauen nehmt?
Unsre Töchter werden wir zu schützen wissen.
Das Kriegsheer ruft! Der Feinde Schar wird sich verpissen.

Rettet unsre Zukunft! Seid Vätern gleich ein Held!
Der frechen Ford’rer Schar gibt vor euch Fersengeld.
Ihr Mädchen, Frauen, schenkt Kinder uns und Liebe.
Ungewiß: Wer überlebt der Feinde Hiebe?

Bürger:

Krieg habt ihr, Lysistrata, zu uns gebracht.
Den Schaden müssen wir jetzt auf uns nehmen.
Wann wollt ihr zur Vernunft nun euch bequemen?
Kehrt zurück und lockt die Falschen nicht, weil’s kracht.

Lysistrata:

Was nicht an Eisen, Schwerter, Schilde, Waffen –
all solches Rüstzeug sie zu Männern schaffen.
Wir wollen alles, was die Männer haben!
Nur nicht als Opfer selbst auf’s Schlachtfeld traben.

Macht auf die Pforte und laßt ein die Heere.
Wir geben Speis und Trank und unsre Schöße,
verführen wird sie unsre schöne Blöße,
auf daß der fremde Krieger sich vermehre.

Achilles:

Gar schlecht wird mir, wenn ich euch reden höre.
Ihr zeigt mir deutlich, daß ich immer störe.
Ihr weist mich ab, bis ich mich drum empöre.
Mit Feinden Kinder zeugen will die Göre.

Nun muß ich leider eilend kriegwärts fliehen,
denn meine Krieger warten dort schon auf mich.
Ihr Götter helft, daß wir zum Sieg hinziehen!
Werd‘ Dünger sonst im Garten statt zu zeugen.

Lysistrata:

Frau’n sind seit jeher unterdrückt, im Nachteil.
Erhebt euch, Schwestern, kämpft für euer Heil.
Nutzt die vom Krieg bedingte Männerschwäche,
daß jede sich für’s leid’ge Frausein räche.

…….

…….

Bote:

Achilles bring ich her im Leichensacke.
Er ward getroffen an der wunden Hacke.
Was müssen meine müden Augen sehen?
Die Frauen feiern, lassen sich’s gut gehen!

…….

…….

Chor:

Oh weh, ihr bitter grausam düst’re Zeiten,
welch Leid wollt ihr uns allen noch bereiten?
Um Land und Frauen müssen Helden flennen.
In den Kindern werdet niemals euch erkennen.

Der Feinde Brut tragt ihr im Leib heran.
Kein Sterblicher dagegen kämpfen kann.
Unsre Ahnen werden niemals wieder
ihr Ebenbild in Kindern seh’n hernieder.

Helena:

Wir werden eure einst’gen Feinde lieben,
ihm gute Mütter sein und Kinder wiegen.
Da könnt ihr eifern, schäumen vor bitt’rem Neid,
vergebens euch aufbäumen, allein im Leid.

Das liegt daran, daß ihr nur weiße Männer seid.
Dem Feminismus haben wir uns stolz geweiht.
Der Zukunft Kind ist andrer als der euren Zucht.
Euch fremder Stamm spielt bald an eurer Heimat Bucht.

Feministisch werden sie herangezogen,
sind euren Werten niemals mehr gewogen.

Bürger:

Nun wird dies Tribunal, das ihr berufen,
euch selber zum Fanal, sein Urteil sprechen.
Ihr ward Menetekel uns des Untergangs.
Ihr ward Frevel und des Endes Schwanensang.

Chor:

Unglückliche Verirrte, wenig wisset ihr
wie fremd euch die Kultur der fremden Sieger ist.
Noch bis ins Grab prägt Mißverstehen euch und Zwist.
Von eurem eitlen Stolz bleibt wenig übrig hier.

Euch werden sie zu aller erst entmachten,
Verräterinnen vögeln und verachten.
Kultur und Stamm werden nun untergehen.
Bühne und Vorhang schließt! Ihr werdet sehen!

Welttag des Buches

Zum Welttag des Buches gibt es hier Lesefutter

 

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